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GROOM LAKE

USA 2002 / O: „Groom Lake“ / AT: „The Visitor“ / Laufzeit: viel zu lange / FSK: ab 12

Regie + Story: William Shatner / Musik: Richard John Baker, Rickey Medlocke / Kamera: Mac Ahlberg / Schnitt: Brad Lauren, Steven Nielson / Ausf. Prod.: Charles Band / Prod.: J. R. Bookwalter, Chuck Williams  Buch: Maurice Hurley

Darsteller: William Shatner (Gossner), Amy Acker (Kate), Dan Gauthier (Andy), Dick Van Patten (Irv Barnett), Dan Martin (Captain Morgan), Tom Towles (Dietz), Brenda Bakke (Joyce), Chuck Williams (Alien), Richard Hoyt (Adam), Duane Whitaker (Dr. Stevens) sowie Ariauna Albright, Layton Matthews, Rickey Medlocke, Brian Mulligan, John Prosky, Chris Swinney, Jeffrey T. Unterkofler

Es gibt Filme, die sind so schlecht, daß sie schon wieder gut sind. Die nennt man dann Trash. Und es gibt Filme, die noch schlechter als Trash sind. Die nennt man dann absolute Scheiße. Wenn dann noch eine Koryphäe wie William Shatner vor und hinter der Kamera steht, dann sind das „Ganz neue Dimensionen“... Die sterbenskranke Kate (Amy Acker) hat noch einen letzten Wunsch: Endlich eine Antwort zu finden auf die Frage, ob noch anderswo im Universum Leben existiert. Bayern einmal ausgenommen. Sie und ihr Freund Andy (Dan Gauthier) fahren zu dem einzigen Ort, der ihnen eine Antwort geben könnte: Groom Lake! Seltsame Lichter erscheinen dort am Himmel, UFO’s und Außerirdische wurden ebenfalls gesichtet und die Leute da verhalten sich ziemlich merkwürdig... Der Mann, der die Entscheidung traf, William Shatner noch einmal Regie führen zu lassen, gehört bis zum Lebensende verprügelt. Sein schlampig geschnittener GROOM LAKE ist ein grauenhaftes Stück SF-Unterhaltung; es dürfte kaum einen geben, der diese Katastrophenproduktion bis zum Schluß durch hält. Nur einer wie William Shatner konnte sich diese lächerliche UFO-Love-Story ausdenken. Er kriegt einfach keine vernünftige Einstellung zu Stande. Da wackelt die Kamera unmotiviert im Home-Video-Stil hin und her, drei, vielleicht vier Standard-Einstellungen müssen genügen, um mit fortwährender Aufdringlichkeit auf die Visagen der Darsteller zu zoomen. Was umso verwunderlicher ist, gilt doch Kameramann Mac Ahlberg, der u.a. für Stuart Gordon (RE-ANIMATOR) und John Landis (BLOODY MARY) arbeitete, als Spezialist auf seinem Gebiet. Tja, wie man seinen Ruf mit einem einzigen Fehltritt zunichte machen kann. Überhaupt hatte ich das Gefühl, es in diesem blamablen Schnellschuß ausschließlich mit Amateuren und Laien tun zu haben. Ich bin sprachlos. Nur noch dies hier: Ein heißer Anwärter auf die schlechtesten Science-Fiction-Filme aller Zeiten!

  • Schade, daß sich Tom Towles als durchgeknallter Truckfahrer dem unterirdischen Niveau anpasst. Towles legte in vielen Genre-Filmen glänzende Auftritte hin, darunter HENRY – PORTRAIT OF A SERIAL KILLER (1986), THE BORROWER (1988/91), MEISTER DES GRAUENS (1990), FORTRESS (1992), SEIN NAME IST MAD DOG (1993) und DAS HAUS DER 1000 LEICHEN (2002)

  • Maurice Hurley, Produzent und Autor früherer STAR TREK – THE NEXT GENERATION-Folgen, zeichnet in diesem Falle für so etwas ähnliches wie ein Drehbuch verantwortlich

  • Co-Produzent J. R. Bookwalter führte auch schon in diversen Underground-Produktionen Regie (z. B. THE DEAD NEXT DOOR und ROBOT NINJA, beide von 1989). Da fragt man sich schon, wie William Shatner in seine Hände geraten konnte...

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Aktualisiert (Mittwoch, den 28. März 2007 um 19:27 Uhr)

 
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