Geheimnisvolle Insel, die
Die geheimnisvolle Insel
GB / USA 1960 / O: Mysterious Island / AT: Jules Vernes Mysterious Island / Prod.: Ameran / Laufzeit: 95 Min. / FSK: ab 6
Regie: Cyril Endfield / Musik: Bernard Herrmann / Kamera: Wilkie Cooper / Schnitt: Frederick Wilson / Prod.: Charles H. Schneer / Buch: John Preeble, Daniel Ullman, Crane Wilbur / LV: Jules Verne / Spezialeffekte: Ray Harryhausen
Mit Michael Craig (Captain Cyrus Harding), Joan Greenwood (Marquise Maria Lebrano), Herbert Lom (Captain Nemo), Michael Callan (Herbert Brown), Gary Merill (Gideon Spilett), Beth Rogan (Elena), Percy Herbert (Sgt. Pencroft), Dan Jackson (Cpl. Neb Nugent), Nigel Green (Tom Ayrton) u.a.
Irgend ein amerikanischer Bürgerkrieg: Captain Harding (Michael Craig) gelingt mit zwei seiner Soldaten, dem Journalisten Spilett (Gary Merill) und dem gegnerischen Sgt. Pencroft (Percy Herbert), in einem Freiluftballon die Flucht aus dem Gefangenlager. Ein schweres Unwetter treibt die Fünf aufs weite Meer hinaus, wo sie schließlich auf einer scheinbar verlassenen Insel stranden. Man(n) richtet sich häuslich ein. Schon bald stoßen der stumme Matrose Tom, der von Piraten ausgesetzt wurde, und zwei feine Damen hinzu: die Marquise Maria Lebrano (Joan Greenwood) und ihre Nichte Elena, die einer Schiffskatastrophe entgehen konnten. Man(n) richtet sichs noch häuslicher ein. Doch dies wäre keine geheimnisvolle Insel, würde nicht von irgendwo her Gefahr drohen. Ein baumelndes Skelett für den kleinen Schrecken zwischendurch. Und überdimensionale Monster, die angreifen: ein riesiges Huhn, bedrohliche Riesenbienen, eine gigantische Krabbe. Während ihrer Erkundungen entdecken der Soldat Herbert (Michael Callan) und Elena eine rätselhafte Unterwasserhöhle und ein U-Boot. Als sie voller Staunen ihren Freunden von ihrem Fund berichten wollen, werden sie just in diesem Moment von Piraten angegriffen. Deren Schiff wird jedoch mit einem Schuß zum sinken gebracht und der Retter der Gestrandeten stellt sich vor: Captain Nemo (Herbert Lom). Dieser züchtete auf jener Insel einige Riesentiere, die den weltweiten Hunger auf Erden bekämpfen sollen. Schon bald droht neue Gefahr, gegen die auch Nemo nichts ausrichten kann: Ein Vulkan wird bald auszubrechen...
Ein naiver Männerfilm der alten Schule und zugleich ein farbenprächtiges, kunterbuntes Abenteuer mit hübsch-nostalgischen und immer noch sehenswerten Effekten von Trick-Guru Ray Harryhausen. Sicherlich mögen sie antiquiert wirken, aber Antiquariat, das ist wie ein kostbarer Schatz. Harryhausens Monster-Auftritte sind weitaus lebendiger und phantasievoller als die unzählig schlechten Computertricks von Heute. Hier sind die Effekte noch von Hand gemacht, mir gefällt das. Zumindest haben die Filme von gestern und heute da einiges gemeinsam: Die Spezialeffekte, die die Schwachstellen im Drehbuch wieder wettmachen sollen.
- ...mit den Geisterbahn-Effekten des seichten Gruselkinos. Was im Entstehungsjahr als vergnügliches Action-Adventure galt, ist heutzutage Monster-Trash pur. (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)
- Naiv, aber vor allem durch die fantastischen tricks von Ray Harryhausen unterhaltsam. (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)
- Ein nettes, kleines Abenteuerfilmchen mit teilweise beeindruckenden in Szene gesetzten Riesenviechern. (Ronald M. Hahn & Norbert Stresau; LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS)
- Endfield inszeniert schwungvoll genug, aber das Drehbuch bietet zu wenig Überraschungen, um fesselnd zu sein. (DIE SCIENCE FICTION FILMENZYKLOPÄDIE)
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Aktualisiert (Freitag, den 02. September 2005 um 01:32 Uhr)















