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Benutzerbewertung: / 5
SchwachPerfekt 

DER EXORZISMUS VON EMILY ROSE

 

USA 2005 / O: „The Exorzism of Emily Rose“ / Prod.: Lakshore Entertainment, Firm Films / Laufzeit: 119 Min. (Kino) / FSK: ab 12 

Regie: Scott Derrickson / Musik: Christopher Young / Kamera: Tom Stern / Schnitt: Jeff Betancourt / Ausf. Prod.: Clint Culpepper, Andre Lamal, David McIlvain, Julie Silverman / Prod.: Paul Harris Boardman, Beau Flynn, Gary Lucchesi, Tom Rosenberg, Tripp Vinson / Buch: Paul Harris Boardman, Scott Derrickson 

Darsteller: Laura Linney (Erin Bruner), Tom Wilkinson (Father Moore), Campbell Scott (Ethan Thomas), Jennifer Carpenter (Emily Rose), Colm Feore (Karl Gunderson), Mary Beth Hurt (Richterin Brewster), Duncan Fraser (Dr. Cartwight), Henry Czerny (Dr. Briggs), Shohreh Aghdasloo (Dr. Adani), Joshua Close (Jason), Kenneth Welsh (Dr. Mueller), JR Bourne (Ray), Marilyn Norry (Maria Rose), Mary Black (Dr. Vogel) sowie Steve Archer, Arlene Belcastro, David Berner, Julian Christopher, Aaron Douglas u.a.

 

Die aufstrebende Anwältin Erin Bruner (Laura Linney) ist nicht gerade von ihrem neuen Mandat begeistert: sie soll den angeklagten Priester Moore (Tom Wilkinson) wegen unterlassener Hilfeleistung verteidigen. Doch schließlich soll ihr Name bald neben dem von ihrem Boss (Colm Feore) stehen: und zwar auf dem Kanzleischild am Eingang. Erin Bruner (nicht Brokovich!) nimmt den Fall an, doch gerade als „Nichtgläubige“ fällt ihr es anfangs doch etwas schwer, den Worten des Priesters Glauben zu schenken. Pater Moore wurde eines nachts in das Haus der streng gläubigen Familie Rose gerufen, um an ihrer Tochter Emily einen Exorzismus durch zu führen. Sie war nicht mehr dieselbe, seit sie auf die Uni ging. Schreckliche Dinge sah sie. Die Ärzte sagten, Emily leide unter epileptischen Anfällen, verbunden mit einer religiös motivierten Psychose. Alle medizinische Behandlungen scheiterten. Ebenso der durchgeführte Exorzismus. Bis Emily Rose starb. Die Gerichtsverhandlung soll nun klären, inwieweit Pater Moore Schuld am Tod von Emily Rose hat. War sie wirklich von einem Dämon besessen? Staatsanwalt Ethan Thomas (Campbell Scott) bezichtigt Moore des Mordes: er habe ihre Krankheitssymptome ignoriert, ihr von den Tabletten abgeraten und sie regelrecht in den Tod getrieben. Thomas fährt ein starkes Geschütz gegen Moore auf, Scharlatan statt Satan. Es sieht so aus, als würde Erin Bruner diesen Fall verlieren, zumal ein Arzt (Duncan Fraser), der in besagter Nacht anwesend war und als Augenzeuge dienen könnte, auf plötzliche Weise stirbt. Und es geschehen noch mehr Dinge, die den nüchternen Verstand der Anwältin auf die Probe stellen...

Nein, kein weiterer Abklatsch von DER EXORZIST, die vierte Regiearbeit von Scott Derrickson (HELLRAISER: INFERNO) beruft sich auf authentische Ereignisse: 1976 lösten die Todesumstände der fränkischen Studentin Anneliese Michel, die sich selbst für besessen hielt, über die Landesgrenzen hinaus großes Entsetzen aus. Auf den Wunsch ihrer Eltern befürwortete die katholische Kirche einen Exorzismus an ihr durch zu führen – insgesamt über 60 mal, bis sie völlig entkräftet und abgemagert im Alter von nur 23 Jahren starb. Der damalige Priester wurde vor Gericht gestellt. Inwieweit der Film die realen Ereignisse wieder spiegelt... darüber sollte man gar nicht erst anfangen zu spekulieren. Dafür ist Derricksons Film einfach zu spannend. Das endgültige Urteil über den Gemütszustand der Emily Rose überlässt er dem Zuschauer. In dieser Hinsicht wird die in vielen Rückblenden erzählte Mischung aus Gerichtsdrama und Horrorthriller sicher auch noch nach dem Abspann für Gesprächsstoff sorgen. Exorzismus statt Therapie, Glauben und Aberglauben, rationales und irrationales Denken: Man glaubt an Gott, aber nicht an Dämonen. Und schon gar nicht an Teufelsaustreibung. Ich selbst glaube nicht an Atheismus. Staatsanwalt Ethan Thomas pocht auf seine Fakten, Fakt ist: der Film ist spannend von Anfang bis Ende. Fesselnd umgesetzt fand ich die Teufelsaustreibung, bei der Emilys unheimliche Schreie und Krämpfe für ein schauriges Gruseln sorgen. Die Darsteller überzeugen allesamt, wobei das größte Lob Jennifer Carpenter gebührt, die in der Rolle der Emily Rose psychisch und physisch einiges durchstehen muß. 

  • „Wahnsinnig schaurig! Während der ersten Stunde geht der Zuschauer durch die Hölle – ähnlich muß sich das Publikum 1973 bei William Friedkins Klassiker DER EXORZIST gefühlt haben.“ (Gernot Gricksch, TV DIGITAL) 

  • „Bildgewaltige Mischung aus cleverem Gerichtsdrama und mäßig spannendem Horrorthriller. Die wahren Schocks kommen hier von der Tonspur.“ (Angela Zierow, CINEMA 10/05)


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Kommentare (3)Add Comment
sehr interessant
geschrieben von Martina, Dezember 15, 2007
Für diesen Film benötigt man ein wenig Aberglaube und Fantasie. Ist dies vorhanden, wird man sicherlich kein schlechtes Wort an der Verfilmung lassen.

schwachsinn
geschrieben von nadine, August 17, 2007
einspruch...ich erhebe anklage geger den richter...was hier zu tage kommt..ist allse gestunken und gelogen
...
geschrieben von Memzehni, August 22, 2006
Dieses Remake hab ich nicht gesehen...aber ich halte das Original für einen der besten Filme aller Zeiten...Kunststück: William Friedkin führte Regie!!!

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Aktualisiert (Freitag, den 14. Juli 2006 um 10:50 Uhr)

 
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