Downdraft
DOWNDRAFT
(CAN/CZ 1996) / O: Downdraft / Prod.: North American Relaising / Laufzeit : 91 Min. / FSK : ab 16 Regie: Michael Mazo / Musik: Peter Allan / Kamera: Danny Novak / Ausf. Prod.: Lloyd A. Simandl, A. William Smith Prod.: Lloyd A. Simandl, Deborah Thompson, Michael Mazo / Buch: Christopher Hyde Darsteller : Vincent Spano (Jack), Kate Vernon (Alexa), Paul Koslo (General Devlin), John Novak (Standish), William Taylor (Rudy), John-Pyper Ferguson (Spike) sowie Sandra P. Grant, Sean Fuller, Jan Nemejovski, Gavin Stewart, Michael Splechta, Jiri Svoboda, Zdenek Maryska u.a. |
Mit diversen SF-Anleihen ausgestatteter Actionfilm-Murks aus dem Fundus des Billigfilmproduzenten Lloyd A. Simandl, der sich von Polen aus aufmachte, um Hollywood zu erobern: und zwar mit allerlei schlechten Filmen.
Ein irrsinniger Wissenschaftler verbarrikadiert sich in einem Militär-Bunker, von wo er die Welt mit einem Atomschlag bedroht. Elite-Söldner Jack Slater (Vincent Spano) wird aus dem Knast reaktiviert und zusammen mit ein paar harten Jungs losgeschickt, um den verrückten Professor, der dem kalten Krieg nachtrauert, aufzuhalten. Der ist auf entsprechenden Besuch vorbereitet und hetzt dem Söldnerkommando als Empfangskommando einen mit Gatlin-Gun und Laserkanone bewaffneten Killer-Cyborg auf den Hals. Ein ausgeklinkter General (Paul Koslo) mischt auch noch mit: der macht Zicken, weil ein angeheuerter Söldnertrupp seinen Job erledigt und torpediert die Mission so gut er kann. Als er irgendwann die Kernschmelze des Reaktors in Gang setzt, fragt man sich, wie schlimm wohl die Gehirnschmelze im Kopf des Drehbuchschreibers gewesen sein mag.
Weil ihm auch nichts neues einfiel, kehrte Autor Christopher Hyde alle möglichen Klischees zusammen und legte seinen Figuren Dialoge in den Mund, die umso peinlicher sind, da sie auch noch ausgesprochen werden. Mit diversen Ballerszenen aufgepeppt bastelte Regisseuer Michael Mazo aus hinlänglichen bekannten Versatzstücken (incl einer betulichen Romanze zwischen Spano und Vernon) nur ein weiteres von James Camerons ALIENS (1986) inspiriertes Billigfilm-Vehikel, in dem ein paar großmäulige Jungs im abgeschlossenen Bunker von einer monströsen Gefahr dezimiert werden, zusammen.
Doch die Ironiefalle schnappt böse zu, wenn hier Vincent Spano denselben Rollennamen hat wie Gouvernator Schwarzenegger in seiner unterschätzten Actionfilm-Satire LAST ACTION HERO (1993, von John McTiernan). Genau das ist Spano als Actionheld: das Allerletzte.
- Paul Koslo war 1971 an der Seite von Charlton Heston im Endzeit-Klassiker DER OMEGA MANN zu sehen gewesen. In Stuart Gordons ROBOTJOX gab er den bösen Russen, in STARFIRE wurde er in der Wüste ausgesetzt und im Monster-Trash X-TRO II spielte er einen verrückten Wissenschaftler. Seit 2004 hat er sich von der Schauspielerei zurück gezogen.
- Eine durchschnittlich klaustrophobische Atmosphäre sowie einige laue Effekte und massig Action sorgen jedoch dafür, daß zumindest Heavy-User auf ihre Kosten kommen. (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)
- Simpel gestrickte Actionstory ohne sonderliche Vorkommnisse. (HEYNE FILMJAHRBUCH 1997)
- Ein ebenso schwachsinniger wie spannungsloser Actionfilm mit ununterbrochenen Schießereien, in dem schlechte Schauspieler gezwungen sind, noch schlechtere Dialoge von sich zu geben. (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)
- Schwachsinnig und ohne jegliche Spannung. (TV DIREKT)

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Aktualisiert (Donnerstag, den 23. April 2009 um 03:06 Uhr)


















