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CYBORG 3

 

 USA 1994 / O: „Cyborg 3” / AT: „Cyborg 3 - The Recycler” / Prod.: Trimark Pictures / Laufzeit: 83 Min. / FSK: ab 18 

Regie: Michael Schroeder / Musik: Kim Bullard & Julian Raymond / Kamera:  Phil Parmet / Schnitt: Barry Zetlin / Ausf. Prod.: Diane Mehrez / Prod.: Alan Mehrez / Buch: Barry Victor, Troy Bolotnick, Straw Weisman 

Darsteller: Zach Galligan (Evans), Richard Lynch (Anton Lewellyn), Malcolm McDowell (Lord Talon), Khrystyne Haje (Cash), Andrew Bryniarski (Jocko), Michael Bailey Smith (Donovan), Evan Lurie (El Sid), William Katt (Decaf), Margaret Avery (Doc Edford), Bill Quinn (Hale), Rebecca Ferratti (Elexia), David McSwain (Ahab) sowie Barbara C. Adside, Debra Hall, Kato Kaelin  u.a

                                                                                                                                                                                                                                                        

90er-Jahre-Videotheken-Action-Ramsch vom allerfeinsten (bzw. allerschlechtesten) bietet Michael Schroeder in seinem zweiten CYBORG-Sequel, welches den Handlungsort von düster-dreckigen Dark-Future-Bauten in staubige Wüstensande verlegt. Mit GREMLINS- und WAXWORK-Star Zach Galligan, Trash-Schurke Richard Lynch (DIE BARBAREN; PUPPETMASTER 3; TRANCERS 2), William Katt (CARRIE – DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER; HOUSE; HOUSE IV), Neuzeit-Leatherface Andrew Bryniarski (Michael Bays TEXAS CHAINSAW MASSACRE; THE CURSE OF EL CHARRO), Michael Bailey Smith (THE HILLS HAVE EYES; THE HILLS HAVE EYES II) und sogar Paradebösewicht Malcolm McDowell (UHRWERK ORANGE; STAR TREK – GENERATIONS) hat Regisseur Michael Schroeder eine attraktive B-Picture-Besetzung aufgegabelt, mit der er diesen zweiten CYBORG-Nachdrücker zumindest in dieser Hinsicht annehmbar gestalten konnte. Diesmal musste eine karge Wüsten-Einöde á la MAD MAX als preiswerte Endzeit-Kulisse herhalten, in der eine gewisse Khrystyne Haje (SCANNER COP II) die Rolle von Angelina Jolie aus dem zweiten Teil übernahm, was wohl damit zusammen hängt, dass Angie eine aufstrebende Filmkarriere als das Mitwirken in lausigen Billigfilm-Fortsetzungen bevorzugte. 

Die Story ist auch hier denkbar einfach gestrickt: Als die Androidin Cash (Khrystyne Haje) erfährt, daß sie schwanger ist, sucht sie den Cyborg-Klempner Evans (Zach Galligan) auf. Derweil heftet sich der glucksende Widerling Lewellyn (idealbesetzt: Richard Lynch), welcher alte Cyborg-Modelle recycelt (darum auch sein Spitzname Recycler), an ihre Fersen, weil er um jeden Preis an Cash`s Baby will... 

Was folgt, ist eine lahmarschige Dauerverfolgungsjagd, die nie so in richtig in Fahrt kommt und mit altbackenen Endzeit- und Actionfilm-Kamellen aufwartet, die von Pappnase Schroeder auf einfältige Weise reaktiviert werden. Wüstenstaub, Endzeitatmosphäre, heruntergekommene Locations mit allerlei Wellblechhütten- und Cyborg-Schrott, dazu noch ein paar Explosionen und Knochenbrecher-Kampfsporteinlagen: das ist aufgrund handwerklicher Mängel in der hier vorgetragenen Weise einfach zu wenig, um zu unterhalten. Für zusätzliche langatmige Momente sorgt der philosophisch verbrämte Erklärungsbrei, bestehend aus albernen, gestelzten  Dialogen, in denen über künstliche Wesen schwadroniert wird und die Macher Albert Pyun nacheifern wollten. Der kleisterte damit nicht nur den ersten CYBORG-Teil, sondern auch seine NEMESIS-Reihe damit zu. 

Unter den Darstellern kann lediglich Richard Lynch überzeugen, der in seinem Part als fieser Cyborg-Recycler so etwas wie Ausstrahlungskraft rüber bringt. Dagegen kann einem Malcolm McDowell, der hier als feiner Cyborg-Lord in einem nutzlosen Zehn-Minuten-Kurzauftritt verramscht wird, schon leid tun, wenn er seine Brötchen in minderbemittelten Produktionen wie diese hier verdienen muss. 

  • Weitere bislang besprochene Filme mit Malcolm McDowell: 

        TÖDLICHE VISIONEN (1990)

        FIST OF THE NORTH STAR (1994)

        HALLOWEEN (2007)       

  • „Malcolm McDowell mag seine Gründe für die Mitwirkung in diesem actionorientierten Endzeit-Science-Fiction-Schund gehabt haben, in dem zum ersten Mal eine Maschine schwanger wird. Irgendwelche Gründe sich dies anzusehen, gibt es keine.“ (HEYNE FILM JAHRBUCH 1997)
  • „Zu sehr erstarrt der Film in abgedroschenen Endzeit- und Action-Klischees und verbreitet bestenfalls gepflegte Langeweile.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)


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Aktualisiert (Samstag, den 15. März 2008 um 20:30 Uhr)

 
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