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CYBER WORLD

 

Produzent Charles Band und Regisseur Albert Pyun lassen mal wieder die Sau raus: In einem virtuellen Computerspiel, das bekloppte Teenie-Plagen verschluckt....

 

USA 1992 / O: „Arcade“ / Prod.: Full Moon Entertainment / Länge:  Min. / FSK: ab 16

 Regie: Albert Pyun / Musik: Tony Riparetti / Kamera: George Mooradian / Schnitt: Miles Wynton / Ausf. Prod.: Charles Band / Prod.: Cathy Gesualdo / Buch: David S. Goyer / Story: Charles Band

Darsteller: Megan Ward (Alex Manning), Peter Billingsey (Nick), John DeLancie (Difford), Seth Green (Stilts), Norbert Weisser (Albert), Sharon Farrell (Alex’s Mom), A. J. Langer (Laurie), Bryan Dattillo (Greg), Don Stark (Finster) sowie Brandon Rane, B. J. Barie, Humberto Ortitz, Dorothy Dells, Jonathan Fuller (Arcade, OF) u.a.

 

Die Welle der Virtual-Reality-Filme, die über die 90er Jahre hinweg und darüber hinaus an uns haftete wie eine schorfige Schuppenflechte, brachte diesen Full-Moon-Emporkömmling hervor:

John DeLancie spielt einen Typ namens Difford, der als Propagandist für einen Riesen-Konzern arbeitet und in einer Spielhölle namens „Dante’s Inferno“ (der beste Gag des gesamten Films) Werbung für das neuste Produkt seiner Firma macht: Arcade. Das eine oder andere, leicht genervte Augenrollen von DeLancie läßt Erinnerung an seine Paraderolle als Q wach werden – als komische Schreckens-Kreation des STAR TREK-Lausbubengottes mag der von Albert Pyun sehr lasch inszenierte Sci-Fi-Thriller einigermaßen überzeugend sein, als ernstzunehmende Abhandlung der Virtual-Reality-Thematik weniger. „Arcade“ ist ein Spiel, welches die Grenzen der virtuellen Welt überschreitet, was natürlich kein Aas weiß. Ein par doofe Kids (u.a. Seth Green aus DIE KILLERHAND in einem unrühmlichen Daneben-Auftritt) versuchen sich an dem verdammten Ding und bleiben für immer darin gefangen. Darunter der Freund von Alex (einschläfernd: Megan Ward), die seit dem Selbstmord ihrer Mutter an einem Trauma leidet und mit ihrem Kumpel Nick (Peter Billingsey) in die CYBER WORLD aufbricht um sich dem virtuellen Maschinen-Monster zu stellen. Albert Pyun-Stammschauspieler Norbert Weisser hat den üblichen Gastauftritt am Rande des Wahnsinns, als Programmierer Albert, der den Kids zu Hilfe kommt. Dem Film kann er leider nicht mehr helfen. Denn wie sehr Charles Band mit seinen meistens unsäglichen Full-Moon-Produktionen daneben liegt, merkt man daran, daß ARCADE, dieses bahnbrechende Virtual-Reality-Spiel, auf dem die Kids abfahren sollen, selbst alter Käse ist. Was auch auf den gesamten Film zutrifft, in dem nur stellenweise und nicht besonders glaubwürdig auf die Gefahren der Spielsucht aufmerksam gemacht wird. Albert Pyun interessierte da lieber Action und Effekte – als Sparversion von TRON und DER RASENMÄHERMANN und auf dem Niveau eines billigen CD-ROM-Spiels ... mit Kratzern drauf.    

 

  • „Verspieltes Computermärchen mit viel technischem Aufwand und einigen psychoanalytischen Andeutungen.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)

  •  „Wenig aufregende Full-Moon-Variante vom Einstieg in die virtuelle Realität.“ (KINO VIDEOJAHRBUCH 1994) 

  • „Diese dümmliche Charles-Band-Produktion kann mit ihren billigen Computerwelten keinen Konsolen-Freak vom Hocker reißen.“ (TELEVISION)

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