Tobe Hooper's Living Nightmare
Tobe Hooper's
Darsteller: Robert Englund (Marquis de Sade / Paul Chevalier), Zoe Trilling (Eugenie Matteson), Chandra West (Beth), William Finley (Dr. Matteson), Alona Kimhi (Sabina), Juliano Merr (Mahmoud), Niv Cohen (Chuck), Zachi Noy (Chucks Vater), Daniel Matmor (Priester) sowie Irit Sheleg u.a.
Eugenie Matterson (Zoe Trilling) ist im ägyptischen Alexandria angekommen um ihren Vater (William Finley), einem Archäologen, bei seiner Arbeit zu besuchen. Schon bald gerät sie in die Fänge der geheimnisvollen, bisexuellen Sabina, die sie, entgegen den Warnungen ihres Vaters, in einen Sado-Maso-Club einführt. Dort gerät sie in den Bann des durchgeknallten Adelsgeschlechts Paul Chevalier (Voll daneben: Robert Englund), der sich für die Reinkarnation von Marquis de Sade hält. Orgien aus Sex, Mord und Folter bestimmen sein exzessives Leben, das Leben einer Psychopathen-Tunte.

Was soll man wohl von einem Film erwarten, in dem sogar "Eis am Stiel"-Fettsack Zachi Noy ungestraft in einer (Gott sei Dank nur sehr kleinen) Nebenrolle herum hopsen darf? Hooper will mit allerlei mittelalterlichen Barbareien schocken, doch das einzig barbarische ist der Film an sich: ein wirres, stümperhaftes, mit schrecklichen Dialogen, sexuellen Ausschweifungen und diversen Foltermethoden vollgestopftes Machwerk, das bestenfalls als abschreckendes Beispiel für den Niedergang einer an sich schon turbulenten Regie-Karriere dienlich ist. Will heißen: Wieder einer, der nicht zwischen Kunst, Kommerz und Scheiße unterscheiden konnte. Hierzu fällt einem wahrlich nichts mehr ein, vielleicht noch der schlechteste Horrorfilm, der jemals in Ägypten gedreht wurde. Somit konnte es für Tobe Hooper und Robert Englund und der schrägen Stephen-King-Verfilmung THE MANGLER (1995) nur aufwärts gehen. Ach ja, Robert Englund ... der ist ohne sein Freddy-Krueger-Make-up wieder mal nur zum dümmlichen Grimassieren fähig, bleibt aber im Gegensatz zu seinen beknackten Mitstreitern der Charismatischste: die schwuchteligen Szenen, in der er als eingesperrter Marquis de Sade in seinem Gedankenmüll schwelgt, sind an Peinlichkeit kaum zu überbieten.
- "Kaum mehr als eine stumpfsinnige Folter- und Sex-Klamotte steckt hinter dem lieblosen Streifen, dessen Horror im Ansatz stecken bleibt. Tobe Hoopers Abstieg scheint damit endgültig besiegelt zu sein." (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)
- "Tobe Hooper bedient die gängigen Schemata von Erotik, Exotik, Horror und Gewalt in einer infamen Mischung." (FISCHER FILM ALMANACH 1994)
- "...unversehens wird aus dem Ausflug in die orientalische Erotik ein handfester Splatter-Film mit abgetrennten Köpfen, zerstochenen Augäpfeln und anderen Deftigkeiten..." (Harald Keller, SCHRÄG, SCHRILL, SCHARF UND SCHUNDIG)
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Aktualisiert (Sonntag, den 09. Januar 2011 um 11:56 Uhr)


















