Home Alle Filme auf einmal S Snakehead Terror

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USA 1994 / O: "Snakehead Terror" / Prod.: Cinetel Films / Laufzeit: 93 Min. / FSK: ab 16
 
Regie: Paul Ziller / Musik: Ken Williams / Kamera: Mark Dobrescu / Ausf. Prod.: Lisa M. Hansen / Prod.: Elizabeth Sanchez, Paul Ziller / Buch: A. G. Lawrence / Story: Patrick J. Vitale
 
Darsteller: Bruce Boxleitner (Sheriff Patrick James), Carol Alt (Lori Dale), William B. Davis (Doc Jenkins), Chelan Simmons (Amber James), Juliana Wimbles (Jagger), Ryan McDonell (Luke), Chad Krowchuk (Craig), Matthew MacCaull (James) sowie Alistair Abell, Doug Abrahams, Brenda Campbell, Gardinar Millar, Bro Gilbert u.a.
 
 
Bruce Boxleitner (DARK COLONY - DIE SAAT DES BÖSEN) mal wieder in einer seiner Provinz-Sheriff-Rollen, mit denen er sich im TV-Sektor insbesondere seit Schließung der Weltraumstation BABYLON 5 so über's Wasser hält. Das nasse Element ist auch einer der Hauptfaktoren in Paul Ziller's SNAKEHEAD TERROR, diesem kostengünstig aufbereitetem Fernseh-Dutzendprodukt aus der Sparte Öko / Tier-Horror. Der Titel ist ganz wörtlich zu nehmen, für manche sind solche Filme tatsächlich Terror. Hier treiben durch illegal verabreichte Wachstumshormone mutierte Snakeheads im  idyllischen Cultus-See inmitten der kanadischen Provinz ihr Unwesen und reißen zunächst Bären und Hunde, wenig später Schwimmer und Angler in blutige Stücke. Zwei Jahre zuvor konnte man die Snakehead-Plage mit Gift aussetzen, doch nun ist sie zurück, böser, größer und gefährlicher denn je.
 
Eigentlich kommen die Snakeheads ja nur in Afrika und Asien vor, doch es muss wohl so ein böser, faunaverfälschender Drehbuchautor wie A. G. Lawrence (GARGOYLES - FLÜGEL DES GRAUENS) gewesen sein, der sie im kanadischen aussetzten lies. Und wem der Snakehead jetzt gar nix sagt: vom Aussehen ähnelt er z.B. Aal, Hecht und Piranha.
Bei den eben genannten Arten ist es im Bereich des Tier-Horrors bekanntermaßen nicht weiter wichtig, welche davon zuschlägt, folgen sie all jenen hinlänglich bekannten Klischees und Handlungsmustern, die seit DER WEISSE HAI und PIRANHA so vertraut sind. In dem Zusammenhang kann man sich auf Alexandre Aja's PIRANHA-Remake freuen, wohl gemerkt in 3D; einen kleinen Geheimtip stellt der Monsteraal in ANGIRALUS dar.
 
SNAKEHEAD TERROR
 
Doch zurück zu SNAKEHEAD TERROR, dessen Macher so tun, als hätte es Spielbergs DER WEISSE HAI und Joe Dante's PIRANHAS nie gegeben und dann wieder tauchen im wahrsten Sinne des Wortes diese Vorbild-Monster so offensichtlich auf, weil Regisseur Ziller und Autor Lawrence zwischen traditionellem Intro und Mutantenfisch-Überlebenskampf kein noch so abgenudeltes Klischee auslassen.  
 
Bruce Boxleitner, hier eine Mischung aus Roy Scheider, Richard Gere und Captain John Sheridan, wird (hoffentlich!) wissen, dass man mit solchen Rollen in solchen Filmen kein Kandidat für den Emmy oder Golden Globe sein dürfte - und macht, im Rahmen der Möglichkeiten, allemal eine gute Figur. Ihm zur Seite stehen Expertin Carol Alt vom Amt für Wasserwirtschaft, während William B. Davis, der Krebskandidat aus AKTE X, als örtlicher Gerichtsmediziner getreu seiner Serienvergangenheit für den zwielichtigen Part zuständig ist.
 
Boxleitner gibt den taffen Sheriff, der mal wieder als einziger den Durchblick hat und ob der vorhandenen Gefahr den ganzen See absperren möchte, wogegen sich natürlich der störrische, auf seine Einnahmequelle pochende Bürgermeister sträubt. Hat man doch schon bei der Snakehead-Plage von vor 2 Jahren ein Haufen Kohle verloren. Und blah. Doch was der gute Bürgermeister nicht wahr haben will: Die Snakeheads sind wieder da, mutiert und gefräßig, was auch die Angeltouristen aus dem ganzen Land anlockt. Einer von denen holt 'nen ganz dicken Fisch an Land. Derweil bekommt es Sheriff Boxleitner noch mit einer anderen Plage zu tun, schließlich ist er alleinerziehender Vater einer aufmüpfigen Tochter und die gerät mitsamt ihren debilen Freunden in die Fänge der Snakehead's, die nicht nur im Wasser, sondern auch an Land auf Beutefang gehen. Im weiteren Verlauf nehmen die Biester immer größere Ausmaße an, bis denn im haarsträubendem Trash-Finale ein besonders riesiges Exemplar davon auftaucht. Schmatz, schlürf, fress. Lustig wird's, wenn die nervigen Teenie-Fratzen mit Papi's Pistole vor den mutierten Killerfischen herumfuchteln. 
 
Von ANACONDA über LAKE PLACID bis hin zu FRANKENFISH gibt Paul Ziller einen Abriss des Schuppen- und Flossen-Horrors der letzten Jahre ab, garniert mit billigen Effekten, die mal als Gummi- und Handpuppen (für Nahaufnahmen), mal als schlecht arrangierte CGI-Tricks (für die Massenszenen) daherkommen. Im Grunde genommen ist SNAKEHEAD TERROR auch nur so ein filmischer Parasit, der ausschließlich von den Ideen anderer lebt anstatt mal was eigenes auf die Beine zu stellen. Für sich genommen ist dies hier ein reines Routineprodukt: konventionell, simpel und ohne jegliche Überraschungen. Zugleich aber auch einer jener Filme, die gerade daraus ihr Unterhaltungspotential beziehen, so gering dies auch sein mag.

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Aktualisiert (Donnerstag, den 22. April 2010 um 21:45 Uhr)

 
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