Star Trek
STAR TREK
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USA 2009 / O: "Star Trek" / Prod.: Paramount Pictures, Bad Robots, SpyGlass Ent. / Laufzeit: 127 Min. (Kino) / FSK: ab 12
Regie: J. J. Abrams / Musik: Michael Giacchino / Star Trek Thema: Alexander Courage / Kamera: Dan Mindel / Schnitt: Maryann Brandon, Mary Jo Markey / Prod.: J. J. Abrams, Damon Lindelof / Ausf. Prod.: Bryan Burk, Jeffrey Chernov, Alex Kurtzman, Roberto Orci / Buch: Alex Kurtzman, Roberto Orci, basierend auf "Star Trek" von Gene Roddenberry
Darsteller: Chris Pine (James T. Kirk), Zachary Quinto (Spock), Karl Urban (Dr. Leonard Pille McCoy), Simon Pegg (Scotty), Eric Bana (Nero), Leonard Nimoy (Mr. Spock), Zoe Saldana (Uhura), Anton Yelchin (Chekov), John Cho (Sulu), Bruce Greenwood (Captain Christopher Pike), Ben Cross (Sarek), Winona Ryder (Amanda), Chris Hemsworth (George Kirk), Jennifer Morrison (Winona Kirk), Clifton Collins Jr. (Ayel), Rachel Nichols (Gaila), Faran Tahir (Captain Robau), Antonio Elias (Officer Pitts), Greg Ellis (Chief Olson), Jeffrey Byron, Reggie Lee (Test Administrator), Paul McGillion, Lisa Vidal (Barracks Officer's), Jimmy Bennett (James T. Kirk als Junge), Akiva Goldsman, Anna Katarina (vulkanische Botschafter), Majel Barrett Roddenberry (OV, Stimme Starfleet Computer), ungenannt: W. Morgan Sheppard (vulkanischer Wissenschaftsminister) sowie Jason Brooks, Tim Griffin, Kelvin Yu, Jacob Kogan, Jeremy Fitzgerald, Douglas Tait, Jeff Chase, Oz Perkins u.a. |
Kawumm, der elfte STAR TREK-Film ist da! War ja auch schon 'ne Weile her, seitdem im Kino die Enterprise durchstartete, zuletzt geschehen mit dem enttäuschenden STAR TREK NEMESIS (2002). Der eher unrühmliche Abschied der Next-Generation-Crew um Captain Picard (hätte der Film genug eingespielt, wäre es auch keiner geworden) verdeutlichte, dass das Interesse am STAR TREK-Universum genauso zu schwinden begann wie die Kreativität der Macher.
So kann es nur von Vorteil sein, dass Roddenberry-Nachfolger Rick Berman diesmal nicht beteiligt war und man sowohl vor als auch hinter der Kamera auf Namen setzte, die bislang gar nichts mit STAR TREK am Hut hatten. Gut, dass ging in NEMESIS mit Stuart Baird und John Logan auch schief, doch wie sieht's mit J. J. Abrams aus? Abrams, der sich bislang als Regisseur (MISSION IMPOSSIBLE), Produzent (CLOVERFIELD) und Serienerfinder (LOST; ALIAS) einen Namen machte, erklärte gleich, dass er nie ein Fan der Serie war und vielleicht mag es genau die richtige Einstellung gewesen sein, um jenes erhabene STAR TREK-Kapitel aufzuschlagen: Wie Captain James T. Kirk und Mr. Spock sich kennenlernten. Das musste einfach mal erzählt werden.
Das Interesse und die Spannung waren groß, wie dieser Neustart (der also vor der zwischen 1966 und 1969 gedrehten Kultserie spielt) unter der Ägide von J. J. Abrams und dem Autorenduo Roberto Orci & Alex Kurtzman (TRANSFORMERS) ausfallen würde.
Nachdem wir in STAR TREK GENERATIONS (1994) sahen wie Captain Kirk starb, werden wir nun Zeuge seiner Geburt. Und die fand unter hochdramatischen Umständen statt: auf der Flucht in einem Rettungsboot. Sein Vater wurde für 12 Minuten Captain der U.S.S. Kelvin: im Kampf gegen den rachsüchtigen Romulaner Nero (Eric Bana) stirbt er den Heldentod und rettete so über 800 Menschenleben. Unter anderem das seines Sohnes: James Tiberius Kirk. Der muss erst noch seinen Platz im Leben finden.
Als kleiner Steppke liefert er sich mit dem geklauten Oldtimer-Cabrio seines Onkels eine Verfolgungsjagd mit einem Robocop-Polizisten, ein paar Jahre später prügelt er sich als Raufbold (Chris Pine) durch schummrige Bars mit STAR WARS-Charakter. Dort lernt er mit Uhura (Zoe Saldana), angehender Kommunikationsoffizier auf einem Raumschiff, nicht nur eine spätere Kollegin, sondern auch Captain Christopher Pike (Bruce Greenwood, THE CORE; I, ROBOT) kennen. Pike erinnert Kirk an seinen toten Vater und legt ihm eine Karriere bei der Sternenflotte nahe was er prompt in die Tat umsetzt. Dort freundet er sich mit einem einfachen Landarzt namens Dr. McCoy (Karl Urban) an, der ihn später an Bord der funkelnigelnagelneuen Enterprise schmuggelt.
Parallel dazu erfahren wir, wie auf dem Planeten Vulkan Spock (spitze: Zachary Quinto) seit seiner Kindheit mit Vorurteilen und Anfeindungen seiner Artgenossen zu kämpfen hat, da sein Vater Sarek (Ben Cross, ZOMBIES) eine Erdenfrau (Winona Ryder) heiratete. Aus Ärger und Trotz stellt der emotionslose Spock sein Wissen eben nicht der vulkanischen Wissenschaftsakademie zur Verfügung und tritt der Sternenflotte bei. Auch er landet an Bord der Enterprise, zunächst noch unter dem Kommando von Captain Pike. Bei der ersten Mission geht die Enterprise einem Notruf von Vulkan nach, doch nur Kirk, der sich eigentlich gar nicht an Bord befinden dürfte, erkennt, dass dies eine Falle ist. Nero, der aus der Zukunft kommt und durch die Zeiten reist, ist wieder aufgetaucht und macht Spock für die Zerstörung seines Heimatplaneten Romulus verantwortlich. Während Nero mit der Vernichtung der Föderation droht, müssen Kirk und Spock erst noch lernen, miteinander statt gegeneinander zu arbeiten
So sieht er nun aus, dieser Star-Trek-Neustart: J. J. Abrams reaktivierte die gute, alte Enterprise und profitiert dabei von einem großzügigen 150-Mio-Dollar-Budget, viel mehr, als jemals ein Trek-Film gekostet hat. High-Tech-Ambiente statt Pappkulissen. Zurück bleibt doch nur ein zwiespältiges Gefühl.
Sicher ist es ist schon ein erhabener Moment, wenn das vielleicht schönste Raumschiff der Film- und Fernsehgeschichte auf der großen Leinwand zu bestaunen ist, mitsamt seiner legendären Crew. Nachdem die Darsteller der Originalbesatzung am Ende von STAR TREK VI DAS UNENTDECKTE LAND (1991) ihre Unterschriften ins All setzten, ist es umso schöner, die alten Haudegen wieder auf der Leinwand in Aktion erleben zu dürfen taufrisch, jung und munter wie eh und je. Das Casting der neuen Darsteller, die vor der Herausforderung standen, den vertrauten, lieb gewonnenen Figuren neues Leben einzuhauchen, kann man nur als Glücksgriff bezeichnen.
Chris Pine überzeugt als junger, zunächst rebellischer und zielloser Kirk und blüht so richtig auf, nachdem er das Kommando auf der Enterprise übernommen hat. Viele mokieren sich noch heute über die schauspielerischen Leistungen William Shatners, doch passte seine Hauruck-Gestik ideal zu einer Kämpfernatur wie Kirk, der viele seiner Entscheidungen aus dem Bauch heraus entschied. Ja, aber dieser wurde mit jedem weiterem Star-Trek-Film immer umfangreicher, war von einfallslosen Kritikern (die selbst natürlich alle absolut durchtrainiert sind) zu hören, worauf man nur entgegnen kann: Es sind seine inneren Werte. Und James T. Kirk hat soviel innere Werte, dass sie einfach keinen Platz mehr in seinem zierlichen Körper haben. Sie müssen raus und expandieren. Also, lass dir nix einreden, Jim! Und all jene, die Shatner wegen seiner schauspielerischen Fähigkeiten stets belächelten, zeigte er in BOSTON LEGAL die Arschkarte. Ja, es ist schon eine große, ehrenvolle Aufgabe, das Erbe von William Shatner anzutreten. Chris Pine löste sie völlig locker und unverkrampft.
Das gleiche trifft auf Zachary Quinto (bislang als HEROES-Schurke aufgefallen) zu, der in die Fußtapfen unseres Lieblingsvulkaniers tritt. Als junger Spock, der sich der rationalen Logik seiner vulkanischen Heimat verschrieben hat, aber noch sichtlich im Konflikt mit seinen Erdenemotionen steht, kann Quinto von Anfang an begeistern. Dagegen sieht der langweilige Tuvok von der Voyager, trotz dunkler Hautfarbe, reichlich blass aus. Verblüffend ist die optische Ähnlichkeit zwischen dem Serien-Spock und dem neuen Spock, was auch bei McCoy zutrifft. Karl Urban mag etwas muskulöser ausgestattet sein, dennoch glaubt man, den jungen DeForest Kelley vor sich zu haben, zumal sein gewohnter Sarkasmus gut zur Geltung kommt. Und so wie die Zeichen der Sterne stehen dürfen wir das Triumvirat Kirk (der Kämpfer) Spock (der Logiker) McCoy (das Gewissen) ganz bestimmt in weiteren Abenteuern erleben.
Ein echter Besetzungscoup ist Simon Pegg (SHAUN OF THE DEAD; HOT FUZZ) als Scotty, der erst ab der 2. Hälfte dazu stößt und demonstrieren darf, was passieren kann, wenn man nach dem Beamen eben nicht an der vorgesehenen Stelle materialisiert. Ansonsten ist dieser Scotty hier der Charakter, von dem am wenigsten übrig geblieben ist. Zoe Saldana (demnächst in James Camerons AVATAR zu sehen) präsentiert uns eine sexy Uhura, die hier mehr Screentime hat als in so mancher Serienepisode, wo sie meistens nur Knöpfe drücken musste und ihren Standardspruch Ruffrequenzen offen aufsagte. Zum Brüllen ist der 20jährige Anton Yelchin (demnächst in TERMINATOR SALVATION zu sehen) als 17jähriger (!) Chekov mit einem herrlich übertriebenen russischen Aktzent, während John Cho Sulu seine Fechtkünste demonstrieren lässt.
Die einzelnen Beziehungen unter den Charakteren dürften in den kommenden Filmen (und die kommen ganz bestimmt) noch ausgearbeitet werden, da die Crew erst zum Ende komplett auf der Enterprise vereint wird. Aus diesem Grund kommen die typischen Frotzeleien zwischen Spock und McCoy hier noch nicht so zur Geltung, dennoch wurden die vertrauten Charaktereigenschaften der Enterprise-Crew beibehalten. Doch es gibt auch neue Seiten zu entdecken, bei denen der eine oder andere Fan überrascht sein dürfte: So gelangt Kirk als Kadett auf die Enterprise (und das auch noch auf illegalem Wege) und Spock und Uhura haben auf einmal eine Affäre!
Abrams löst sich von den Zwängen der Serie und kümmert sich herzlich wenig um Belanglosigkeiten wie Kontinuität. Nero taucht aus der Zukunft auf, bringt das Raum/Zeit-Kontinuum durcheinander und wirft 43 Jahre Star-Trek-Geschichte über den Haufen. So eine Zeitreisestory, sei sie auch noch so abstrus, ist immer die beste Erklärung dafür, wenn die Kontinuität auf den Kopf gestellt wird; speziell darüber, haben sich Abrams, Orci und Kurtzman keinerlei Gedanken gemacht. So ein Trekkie kann jetzt auf Anhieb all die Dinge aufzählen, die in Serien und Kinofilmen nach diesem Prequel nie hätten passieren dürfen, aber wollen wir doch die Leserschaft jetzt nicht mit höherer Star-Trek-Materie überfordern. Am Ende dieses Films ist es so, als ob ein eigenes Star Trek-Universum innerhalb des Star Trek-Universums entstanden ist. Oder direkt daneben: in einem Paralleluniversum. Okay, wir leben ja schon in einer Parellelgesellschaft, warum nicht gleich ein Parelleluniversum. Die Sache mit der alternativen Zeitlinie wird im Film auch direkt angesprochen, als Kirk den Spock aus Zukunft fragt, ob er seinen Vater kennen gelernt hat.
Dieser 11. Star-Trek-Film ist kein Prequel, viel mehr ein Remake, eine Neuinterpretation, die man sich nur losgelöst von allem anderen anschauen kann, immer mit dem Hintergedanken im Kopf, dass die hier geschilderten Ereignisse letzten Endes gar keine Bedeutung für das "bisherige" Star-Trek-Universum haben. Ich sehe das als Manko an. Zumal dieser Film ja immer als Prequel, als Vorgeschichte, aber nicht als Remake beworben wurde. Die überwiegend positiven Reaktionen der offiziellen Filmkritik, die sich ansonsten bei jedem kleinen (Logik-) Furz aufplustert, störte sich genauso wenig daran wie jenes Publikum, für den dieser Star-Trek-Film, laut Abrams, gemacht wurde (denen kann es ja auch egal sein) und das sind eben nicht die Trekkies.
Das Potential für zukünftige, in sich abgeschlossene Geschichten wäre auch da gewesen, ohne alles über Bord werfen zu müssen. Für all die fachlich orientierten Nicht-Trekkies war aber genau dieser Schritt notwendig gewesen. Ein Schritt vor und zwei wieder zurück.
Abrams Anliegen, einen Star-Trek-Film für die Nicht-Trekkies zu inszenieren scheint, zumindest bei diversen Filmkritikern aufgegangen zu sein, so beherzt wie sie in den überwiegend positiven Rezensionen die eigenen Ansprüche herunterschraubten. So viele gute Filmkritiken hat noch kein Trek-Film bislang bekommen, also muss doch dieser Abrams alles richtig gemacht haben, oder? Na wenigstens nutzten die studierten Cineasten die Chance und teilten sich und ihren Lesern mit, was sie von diesem alten, modrigen Star-Trek-Plunder halten. Nobbi Körzdörfer (ehemals bekannt als das unheimliche Blieswood) konfrontierte in der kongenialen Bild-Zeitung die Filmwelt gleich mit einer bitteren Wahrheit: STAR WARS war immer geiler als STAR TREK! Eine Bemerkung, die zu der grenzenlosen Kompetenz von Doitschlands lausigstem Filmkritikerversuch haargenau passt, steht doch Körzdörfer rein intellektuell gesehen auf einer Stufe mit einem anderen Bild-Büttel: Franz Josef Wagner. Es ist nicht auszuschließen, dass STAR WARS geiler als STAR TREK ist, ganz besonders, wenn einer wie Körzdörfer sowas schreibt.
Jenni Zylka hat dagegen in der taz nicht damit gerechnet, dass eine Idee, die eigentlich nur von brettharten, spießigen Conventions besuchenden Fans am Leben erhalten wird, so modernistisch daher kommt. Sieht man diesen Film, kann man sich auch fragen: Wie modernistisch ist Jenni Zylka? Vielleicht mag sie es beunruhigen oder verwundern, wie so viele freilaufende Filmkritiker, dass das STAR TREK-Universum mittlerweile zu 5 Serien und 11 Kinofilmen ausgebaut wurde, irgendjemand muss ja die Schuld daran haben und das sind eben brettharte, spießige Convention besuchende Fans. Die gibt es zweifelsohne und wer schon mal so eine Con, wo sich dicke Zahnarzthelferinnen in Klingonenuniformen zwängen und Teenies Muttis Kücheninventar als Borg-Zubehör missbrauchen, besucht hat, wird den einen oder anderen Trekkie-Knall diagnostizieren können. Jenni Zylka will bescheid wissen und schreibt nur Unfug: Der neue Film ist weder muffig noch lahm, weder humorlos noch langweilig. Damit kann sie nur ihr eigenes Seelenleben gemeint haben, was anderes fällt mir da auch nicht ein. Was dieses Persönchen hier unter einem typischen, gut gemachten Actionspektakel versteht, scheint wohl auch nur ihren eigenen, persönlichen schlechten Geschmack widerzuspiegeln. Den lebt Jenni Zylka auch aus, wenn sie zum Schluss schreibt, dass der Film es geschafft hat, weder den ganzen Trekkie-Kladderadatsch vor den Kopf zu stoßen, noch niveaugewohntere Science-fiction-Fans zu langweilen. Ihr eigenes Niveau scheint jedenfalls nicht sehr hoch zu sein. Und in einem irrt sie sich: so wie ich diesen ganzen Trekkie-Kladderadatsch kenne, hat dieser Film denen bestimmt vor den Kopf gestoßen! Und so wie Jenni Zylka ihren schlechten Geschmack auslebt, so wird STAR TREK sie überleben. Das wird den brettharten, spießigen Conventions besuchenden Fans eine Genugtuung sein.
Sicher gibt es hier einige aufregende, wuchtige und dynamische Weltraumszenen, dann wieder Actionszenen, die eher beliebig und zum gähnen sind, wie der Kampf auf der Bohrerplattform, die im Orbit von Vulkan schwebt. Mit Eric Bana (TROYA; MÜNCHEN; HULK) konnte man zwar einen prominenten Bösewicht gewinnen, leider bleibt sein Nero ziemlich konturlos und langweilig. Oh, was hatten wir da für tolle Bösewichter gehabt: Kahn, den Shakespeare zitierenden Klingonen General Chang, Dr. Soran und natürlich die Borg-Königin.
Dieser Star-Trek-Film sieht genauso aus, wie er geschrieben wurde: von den TRANSFORMERS-Autoren. Kamera und Schnitt sind so schnell und verwackelt, dass man in einigen Szenen kaum sieht, was eigentlich geschieht... Der Film ist unterhaltsam und hat einige tolle Spezialeffekte, doch wirkt Abrams' Bemühen, "frisch", "stylish" und "modern" zu sein, fast ein wenig anbiedernd. Er lässt die Beastie Boys aufspielen, um diesen Neustart auch musikalisch zu unterstreichen, na toll. Und wenn man die hier dominierende Action betrachtet: In dieser Hinsicht ist STAR TREK FIRST CONTACT (1996) der bessere Actionfilm, zumal einem dort auch ein starkes Charakterdrama geboten wurde. Eine der besten Weltraumschlachten bekommt man am Ende von STAR TREK II zwischen Kahn und der Enterprise: wie in einem Western stehen sich dort zwei Gegner gegenüber, nur eben keine Cowboys, sondern sich duellierende Raumschiffe, die mit ihren ausgefeilten taktischen Manövern dieses ganze hektische Weltraumgetöse hinter sich lassen. Das mag zwar moderner und frischer aussehen, wird aber im allgemeinen Geballer untergehen.
Dennoch versucht es Abrams den Trekkies recht zu machen, was zugegebenermaßen kein leichtes Unterfangen ist. So sehen wir Kirk, wie er sich durch den Kobayashi Maru Test mogelt, was bereits in STAR TREK II thematisiert wurde, außerdem wird ein gewisser Admiral Archer erwähnt. Und: immerhin ermöglicht die herrlich abstruse Zeitreisegeschichte (Zeitreisegeschichten müssen abstrus sein, die Zeitgeschichte ist es ja auch) ein Wiedersehen mit dem inzwischen 78jährigen Leonard Nimoy in der Rolle seines Lebens. 18 Jahre, nachdem er unseren Lieblingsvulkanier verkörperte (in STAR TREK VI sowie dem im selben Jahr gedrehten TNG-Zweiteiler Wiedervereinigung), begegnet der junge Kirk dem alten Spock auf einem Eisplanet wieder (Kommissar Zufall hat mächtig nachgeholfen), wo beide Nero den Kampf ansagen. Am Ende stehen sich der junge und der alte Spock gegenüber: dazu musste es ja kommen, dank der abstrusen Zeitreisegeschichte. Es ist schön gewesen, Leonard Nimoy als Mr. Spock noch mal auf der Leinwand erleben zu dürfen: für mich, trotz alle dem, wird es der Kinohöhepunkt des Jahres 2009 bleiben. Scheiß auf den Vorleser!
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Weitere bislang besprochene Filme mit Leonard Nimoy, dessen Schauspielkarriere knappe 60 Jahre umfasst:
FORMICULA (1954)
DES SATANS SATELLIT (1958)
GEKLONTE ZUKUNFT (1998)
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Clifton Collins Jr. (FORTRESS; TRAFFIC; CAPOTE; BABEL) ist als Nero's rechte, ausführende Hand zu sehen, Jennifer Morrison (Dr. Cameron aus DR. HOUSE) spielt zu Beginn Kirk's Mutter. Gefallen hat mir Bruce Greenwood, der anders als Jeffrey Hunter's misantrophischer, fast schon depressiver Captain Pike im allerersten STAR TREK-Pilotfilm "The Cage / Der Käfig", hier eine äußerst sympathische Vaterfigur abgibt.
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Drehbuchautor Akiva Goldsman (LOST IN SPACE; A BEAUTIFUL MIND; I, ROBOT; THE DA VINCI CODE; I AM LEGEND) spielt einen der vulkanische Botschafter, die von Spock mit gerettet werden.

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Aktualisiert (Donnerstag, den 06. Dezember 2012 um 15:17 Uhr)


















