Stadt der Toten
STADT DER TOTEN
GB 1960 s/w / O: City of the Dead / AT: Horror Hotel / Prod.: Vulcan Films / Länge: 74 Min.
Regie: John Llewellyn Moxey / Musik: Douglas Gamley, Ken Jones / Kamera: Desmond Dickinson / Ausf. Prod.: Seymor S. Dorner, Milton Subotzky / Prod.: Donald Taylor, Max Rosenberg / Buch: George Baxt / Story: Milton Subotzky
Darsteller: Christopher Lee (Prof. Alan Driscoll), Patricia Jessel (Elizabeth/Mrs. Newless), Dennis Lotis (Richard Barlow), Venetia Stevenson (Nan Barlow), Betta St. John (Patricia Russell), Valentine Dyall (Jethrow Keane), Norman Macowen (Reverend Russell) sowie Tom Naylor, Ann Beach, Jimmy Dyrenfort u.a.
Diese britische, in atmosphärischem schwarz-weiß gedrehte Gruselperle von 1960 gab es mal vor einigen Jahren im Nachtprogramm von VOX zu entdecken:
Die Studentin Nan (Venetia Stevenson) recherchiert über die Hexe Elizabeth (Patricia Jessel), die im Jahre 1692 von aufgebrachten Dorfbewohnern auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, nicht ohne vorher deren Ort Whitewood zu verfluchen. Ihr Geschichtsprofessor Driscoll (umwerfend diabolisch: Christopher Lee) schickte Nan in das teuflische Städtchen, wo sie die Hintergründe von Elizabeths Hexenverbrennung erkunden soll. Doch sie erfährt erst viel zu spät, was wirklich hinter Driscolls Absichten steckt, diesem Satansanbeter, der reichlich merkwürdige Riten pflegt... Und wer diese seltsame Mrs. Newless ist, in deren Hotel sie gelandet ist nämlich niemand anderes als die Reinkarnation von Elizabeth Selwyn, die mit Driscoll im Bunde steckt. Driscoll entpuppt sich als dämonischer Oberpriester eines Hexenkultes, der Nan nach Whitewood lockte, wo sie nun als Opferlamm herhalten muß. Ihr Bruder Richard (Dennis Lotis) macht sich auf die Suche nach ihr...
In diesem wunderbar schaurigem, fast schon vergessenem Grusel-Juwel zeigt sich der große Christopher Lee einmal mehr von seiner dunklen Seite. Finstere Zeremonien und seltsame Bewohner mit und ohne Kutte spielen weitere Rollen in John Llewellyn Moxeys atmosphärischem Teufelsreigen, der streckenweise an den Mario-Bava-Klassiker DIE STUNDE, WENN DRACULA KOMMT erinnert. Aus der Waschküche wabert manchmal allzu viel Nebel und die herrlich billigen Kulissen verraten sofort ihr Studiodasein, aber STADT DER TOTEN ist trotzdem (oder gerade deshalb) ein gekonntes Schauerstück des britischen B-Movie-Horrors mit einem Hauch Expressionismus.
· Schauriges B-Movie (TV SPIELFILM)
· Atmosphäre pur bietet dieser alptraumhafte Trip auf neblige Friedhöfe und dunklen Zeremonien. (TV HIGHLIGHTS)
· Das spannende und bizarre Ende ist auch heute noch beeindruckend. Wer also etwas für eine gute, alte Schwarz-Weiß-Geisterbahnfahrt übrig hat, sollte sich John Llewellyn Moxeys kleines Juwel auf gar keinen Fall entgehen lassen. (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)

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Aktualisiert (Dienstag, den 19. Dezember 2006 um 04:45 Uhr)

















