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SchwachPerfekt 

S c a r e d

Endstation Blutbad

 

Thailand 2005 / O: „Rap nawng sayawng khwan” / Prod.: Sahamongkol

Regie + Buch: Pakphum Wongjinda / Musik: Pathai Puangcheen / Kamera: Jiradej Samsiangsanoh / Schnitt: Thawat Siripong / Prod.: Prachya Pinkaew, Sukanya Wongstapat

Darsteller: Somonrat Wattanaselarat, Wongthep Kunarattanarat, Amornphan Kongtrakarn, Achara Sawangwai, Kenta Sijya, Bawonpoj Jaikunta, Chachawan Seeda, Sudprach Ungtrakool u.a.

 

Nun hat er auch das ferne Thailand erreicht, der bluttriefende Splatterfilm. Und trotz des erklärten Zieles von Regiedebütant Pakphum Wongjinda, sich möglichst von ähnlichen Werken aus Japan oder der westlichen Welt zu unterscheiden, ist SCARED mit all den Mankos behaftet, die auch die vielen uns bekannten filmischen Schlachtpaletten aus- und kennzeichnen. Das fängt schon bei dem doch etwas mageren Inhalt an: Ein Bus angehender Studenten, die sich auf Fahrt ins Summer Camp befinden, plumpst beim Überqueren einer morschen Holzbrücke in den Fluß Â– ab dem Zeitpunkt kratzt einer nach dem anderen ab. Mehr brauch man zum Inhalt nicht sagen, denn nichts anders passiert in SCARED – ENDSTATION BLUTBAD, der vom Publikum des renommierten Fantasy-Filmfests mit stürmischen Applaus in Deutschland empfangen wurde. Willkommen in der westlichen Welt! 

Nachdem die Toten des Busunglücks betrauert und beweint wurden, was mir angesichts derartiger platter Melodramatik-Platitüten selbst die Verzweiflungstränen in die Augen trieb, marschiert man, ohne Handy-Empfang natürlich, ab in den nahen Wald, wo schon bald das große Abkratzen losgeht. Leider müssen sich eben auch thailändische Protagonisten, wie ihre amerikanischen Kollegen, mit platten Dialogzeilen und ihrem von einer geringen Intelligenz geprägten Verhalten abplagen. Getötet zu werden kann eine ziemliche Plage sein. Mangelndes schauspielerisches Talent ebenfalls. Und dann stellt sich unser junger, thailändischer Regie-Spund hin und erklärt noch stolz, daß er das Drehbuch an seine Schau... äh, Darsteller nur häppchenweise verfütterte – und so sieht der Film auch aus. Wir sind nicht beim zappeligen Theatersport, wir sind hier beim Film, Herr Regisseur! 

Langeweile kommt dank der schnörkellosen Inszenierung und düsteren Atmosphäre nicht auf, im Gegenteil:  die einfallsreichen Todesarten, mal mehr, mal weniger neu, werden den geneigten Splatter-Fan schon bei Laune halten. Der Tod schlägt zu, kurz, aber schmerzvoll. Die Art der durchaus spektakulären Todesumstände erinnert zunächst an die FINAL DESTINATION-Filme, doch wird bald klar, daß auch hier ein bestialischer, psychopathischer Killer dem Tod gehörig nachhilft.

So wird mit dem obligatorischen Abstecher zur verlassenen Tankstelle quer durch den Wald bis hin zur brach liegenden Industriebau-Ruine gemordet, gebohrt, gesägt und geschlitzt, bis die üppige Teenie-Frischfleisch-Ration aufgebraucht ist. Selbst die blutige Maisfeld-Hatz bleibt nicht aus, da fragt man sich schon, inwieweit sich Regisseur und Autor Wongjinda  von westlichen Genre-Kollegen hat beeinflussen lassen. Andernfalls: warum soll man den Thailändern nicht auch ihre Maisfelder gönnen, durch die sie lausige Jungdarsteller hetzen? Die Auflösung in Form einer aufgesetzten Schlusspointe ist dagegen einfach nur unglaubwürdig und lächerlich. Man hat den Eindruck, als wollten die Macher uns gegen Ende noch was richtig überraschendes und intelligentes entgegen setzen, da heben sie sogar den medienkritischen Zeigefinger, damit hinterher ja keiner sagen kann: Ach, das war aber inhaltlich ziemlich dürftig, so ohne Aussage und so. Stinkefinger statt Zeigefinger, denn die haarsträubende Auflösung hat alles noch schlimmer gemacht und so ist SCARED am Ende noch dürftiger als zuvor. Plot-Mist statt Plot-Twist. 

·          „Ein aufgesetzter Schluss-Twist und dämliche Charaktere, aber tricktechnisch perfekte Tötungssequenzen à la FINAL DESTINATION.“ (DVD VISION 13/2006) 

·          „So schufen die Erfolgsproduzenten von ONG BAK und TOM YUM GOONG echten Asien-Splatter, mit einem guten Look, durchdringenden Effekten und einem überraschenden Twist zum Showdown.“ (Programmkatalog Fantasy Filmfest 2006) 

Anbieter:          Legend Home Entertainment 

Bild:                 1,78:1 (16:9, anamorph)

Ton:                 Deutsch (DTS und DD 5.1) und Thai (DD 5.1)

Untertitel:        Deutsch

Regionalcode:  2

TV-Norm:         PAL

Verpackung:    Metallbox

Laufzeit:          81 Min. (uncut)

Freigabe:         keine Jugendfreigabe

Extras:             Szenen vom Dreh (ca. 8 Min., optional dt. UT)

                        Interview mit Regisseur und Hauptdarstellern (ca. 10 Min.)

                        Original Kinotrailer, deutscher Trailer, TV-Spots

Die Extras sind eher langweiliger Natur. Freuen kann man sich aber über die schicke Verpackung in Form einer Metallbox. Die Coverangabe des Bildformats soll falsch sein: 1,78:1 statt 1,85:1. Zahlenspielerei.

 




Kommentare (5)Add Comment
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geschrieben von Maria, Januar 20, 2008
der film ist auf irgenteine weise fesselnd und unterhaltsam aber es fehlt doch voll an handlung... naja und das ende hab ich auch nicht ganz verstanden
scared endstadion blutbad
geschrieben von tjodalf, Dezember 07, 2007
ich find auch der film ist ok ist gut und schlechtes da bei
Nicht verstanden?
geschrieben von Lala, Oktober 29, 2007
Nabend! Also, ich habe das Ende irgendwie nicht einmal verstanden :-D
Hab wohl irgendwie mitbekommen, dass da was gedreht wurde, aber das war´s auch schon ;-) .. mh,lol

LG
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geschrieben von Cat, Januar 22, 2007
Ich finde den Film recht cool und ein Ende, das man mal nicht erwartet ist auch dabei ^^ ich empfehle ihn ^^
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geschrieben von Nighmare on Friday, Januar 17, 2007
Mich persönlich hat der Film nicht so überzeugt, da ich mehr erwartet hätte!!!!!
Doch trotzdem finde ich den Film recht unterhaltsam und wegen seiner aufwändigen Splatte-effekte recht gut gemacht!!!!!!!!
Der Film ist es auf alle Fälle Wert einmal anzusehen!!!!!!

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Aktualisiert (Montag, den 07. Mai 2007 um 22:21 Uhr)

 
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