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STEPHEN KINGÂ’S THINNER

DER FLUCH

 

USA 1997 / O: „Stephen King’s Thinner“ / AT: „Thinner“ / Prod.: Warner Bros. / Laufzeit: 88 Min. / FSK: ab 16

 Regie: Tom Holland / Musik: Daniel Licht / Kamera: Kees van Oostrum / Ausf. Prod.: Stephen F. Kesten / Prod.: Richard P. Rubinstein, Michael Galin / Buch: Tom Holland, Michael McDowall / LV: Richard Bachman (alias Stephen King)

Darsteller: Robert John Burke (Billy Hallek), Joe Mantegna (Richie Ginelli), Michael Constantine (Tadzu Lembke), Kari Wuhrer (Gina Lembke), Lucinda Jenney (Heidi Hallek), John Horton (Richter Rossington), Daniel van Bargen (Chief Hopley), Time Winters (Prosecutor), Howard Erskine (Richter Phillips), Stephen King (Apotheker) sowie Sam Freed, Elizabeth Franz, Walter Bobbie, Joie Lentz, Terrence Garmey, Ed Wheeler, Antonette Schwartberg u.a.

 

Billy Hallek (Robert John Burke, ROBOCOP III, HIDE AND SEEK) ist ein gerissener, erfolgreicher Anwalt, der mit Leib und ohne Seele in seinem Beruf steckt – der arrogante Fettsack bringt satte 150 Kilo auf die Waage! Die vielen Diäten, die ihm seine Frau Heidi (Lucinda Jenney) verordnet, scheinen nicht zu wirken, dennoch hat Billy-Boy allen Grund zur Freude: Gerade hat er den zwielichten Mafiosi Richie Ginelli (Joe Mantegna, DER PATE III) vor Gericht frei geboxt. Das Glück soll nicht lange währen: Nach einer Party – und während ihm die flotte Heidi einen bläst – überfährt der dicke Billy eine alte Zigeunerin. Halleck läßt ein paar Kontakte spielen und gelangt einigermaßen heil aus der Sache heraus, doch auch hier kommt der Hochmut vor dem Fall: der greise Witwer (Michael Constantine) der alten Frau belegt ihn mit einem Fluch, „Dünner!“ flüstert er ihm ins Ohr und fortan verliert der Rechtsverdreher täglich an Gewicht. Anfangs noch hoch erfreut, macht sich bald Angst in ihm breit, denn er wird Tag für Tag immer dünner. Völlig verzweifelt sucht Halleck Ginelli, der ihm ja noch einen Gefallen schuldet, auf, um den Alten zu zwingen, den Fluch wieder rückgängig zu machen. Denn die Zeit verrinnt und Billy Halleck wird immer dünner und dünner und dünner und...

In erster Linie sind es Robert J. Burke und Joe Mantegna, die nicht nur ihren Figuren, sondern auch dem Film Leben einhauchen. Burke als Billy Halleck, der abgebrühte, fiese Anwalt, mit dem man dann doch noch sympathisiert, schafft es überzeugend, den 300-Pfund-Koloss zu Beginn genauso überzeugend darzustellen wie den verzweifelt um sein Leben bettelnden dürren Hänfling zum Schluß. Und Mantegna ist als Gauner Ginelli mit einem Elan dabei, daß man Lust hat, einen Mafia-Kostümball zu schmeißen. Die einfühlsame Regie von Gruselspezialist Tom Holland (FRIGHT NIGHT; CHUCKY – DIE MÖRDERPUPPE) setzt eher auf subtilen Horror als auf harsche Schockszenen, andernfalls artet THINNER in eine manchmal überzogene Farce mit schrägen Charakteren und einigen satirischen Spitzen aus. Zwar keine überragende, dennoch solide und vor allem stimmige Stephen-King-Verfilmung.

 

  • Stephen King, der den Roman unter seinem Pseudonym Richard Bachman schrieb, gibt einen seiner zahlreichen Gastauftritte, diesmal als Apotheker.

  • Joe Mantegna spielte in zwei ungewohnten Filmen von Horrorspezialist Stuart Gordon mit: in der Ray-Bradbury-Verfilmung THE WONDERFUL ICE CREAM SUIT (1998) und der schwarzen Komödie EDMOND (2005). Kari Wuhrer (ANACONDA; ARAC ATTACK; HELLRAISER: DEADER) gehört mit zum Zigeunerclan an und Daniel van Bargen (LORD OF ILLUSSIONS; THE FACULTY) ist auch mit dabei.

  • Die besten Spezialeffekte sind die, die man nicht sieht: Sehr realistisch sind die verschiedenen Gewichtsstadien von Billy HalleckÂ’s Abmagerungskur umgesetzt worden. F/X-Profi Greg Cannom steckte Robert J. Burke in insgesamt vier Body-Latex-Anzüge. 

  • „Als werkgetreue King-Verfilmung ist THINNER nicht viel mehr als ein Desaster, als ungewöhnlich bösartig und eigenständige Horrorsatire dagegen ein voller Erfolg.“  (MOVIESTAR) 

  • „Neben den erstklassigen Effekten stimmt auch die inhaltliche und atmosphärische Adaption der Buchvorlage.“ (Andreas Bertler; HÖLLE AUF ERDEN) 

  • „Standard-Grusler: nicht wirklich gut, aber auch nicht schlecht.“ (CINEMA)


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Kommentare (1)Add Comment
naja
geschrieben von Martina, Dezember 15, 2007
Man sollte es untersagen, Stephen King zu verfilmen, es geht schief...

Interessante Story zwar, aber es fehlt die King'sche Mystik, das Unterschwellige, die Atmosphäre...und die Special effects sind etwas altertümlich... ok, der Film is ja auch schon bissl älter

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