Home Alle Filme auf einmal P Panik in New York

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P A N I K   I N   N E W   Y O R K

USA 1953 (s/w) / O: ,,The Beast from 20.000 Fathoms” / AT: ,,Dinosaurier in New York” / Prod.: Warner Bros.  / Laufzeit: ca. 75 Min. / FSK: ab 12

Regie: Eugène Lourié / Musik: David Buttolph / Kamera: Jack Russell / Schnitt: Bernard W. Burton / Prod.: Hal Chester, Jack Dietz, Bernard W. Burton / Buch: Lou Morheim, Fred Freiberger / LV: Ray Bradbury / Spezialeffekte: Ray Harryhausen, Willis Cook

Darsteller: Paul Christian [= Paul Hubschmid] (Tom Nesbit), Paula Raymond (Lucy Hunter), Cecil Kellaway (Prof. Elson), Kenneth Tobey (Colonel Evans), Donald Woods (Captain Jackson), Lee Van Cleef (Corporal Stone), Steve Brodie (Sgt. Loomis), Jack Pennick (Jacob), Ross Elliott (George Ritchie), Robert Easton (ungenannt, Deckhand) sowie Ray Hyke, Mary Hill, Michael Fox, Alvin Greenman, Frank Ferguson, King Donovan, James Best u.a.

Das haben sie nun davon: All den Warnungen zum Trotz probiert eine Gruppe von Wissenschaftlern in der Arktis ihre hübschen, kleinen Atombömbchen aus. Die gewaltige Explosion weckt etwas viel gewaltigeres auf: Einen Saurier aus längst vergangenen Zeiten. Gar nicht bei guter Stimmung marschiert er in Richtung New York und macht dort halb Manhattan platt. Dem Wissenschaftler Tom Nesbit (der Schweizer Paul Hubschmid) kommt die Idee, daß man ihn auf die selbe Weise töten kann wie man ihn aufgetaut hat. Das urzeitliche Monster wird in einen Freizeitpark gelockt; zwischen Riesenrad und Achterbahn kommt’s zum alles entscheidenden Kampf...

Schon lange vor JURASSIC PARK standen die Leute auf Saurierfilme. Zwar musste Eugène Lourié mit einem Bruchteil von dem Budget auskommen, daß später Steven Spielberg zur Verfügung stand (so um die 250 000 $), dennoch sollte sich PANIK IN NEW YORK als durchschlagender Erfolg an den Kinokassen erweisen. Auch wenn das Drehbuch zahlreiche Schwächen hat und nicht mehr viel mit der Kurzgeschichte „The Fog Horn“ von Ray Bradbury gemein hat („Von meiner Geschichte kann man in dem Film etwa fünfundvierzig Sekunden etwas sehen“), setzte der von Lourié stimmungsvoll inszenierte s/w-Film Maßstäbe. So war PANIK IN NEW YORK der erste Film in den 50ern, in dem ein Monster „geweckt“ wurde, FORMICULA, TARANTULA und unzählige, allerbilligste Billigfilme (von Roger Corman, Bert I. Gordon und Konsorten) folgten, von GODZILLA, der japanischen Antwort, ganz zu schweigen. Das schönste sind aber immer noch die Spezialeffekte von Ray Harryhausen, der hier zum ersten Mal seine populären Stop-Motion-Animationen einsetzte und fortan zur Stelle war, wo auch immer ein paar Monster, Saurier oder Kreaturen gebraucht wurden.

  • Bereits 2 Jahre zuvor begegnete Kenneth Tobey das Grauen aus dem Eis: im Klassiker DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT. Unverwechselbar: Den Saurier-Killer zum Schluß spielt der spätere Western- und Schurkendarsteller Lee Van Cleef (ZWEI GLORREICHE HALUNKEN; EINEN VOR DEN LATZ GEKNALLT).

  • Mit DER KOLOSS VON NEW YORK (1958), DAS UNGEHEUER VON LOCH NESS (1959) und GORGO (1961) blieb Eugène Lourié dem Monsterfilm treu. Für seine Spezialeffekte musste Ray Harryhausen mit angeblich nur 10 000 $ auskommen, aber es sieht nach viel mehr aus... 

  • Co-Autor Fred Freiberger war ein paar Jährchen später Produzent der dritten und letzten Staffel der originalen STAR TREK-Serie 

  • Die Welt ist ein Dorf: Steve Brodie und Robert Easton alberten später in Bert I. Gordons ANGRIFF DER RIESENSPINNE herum 

  • Eine kleine Rolle mit dem späteren PSYCHO-Star Vera Miles wurde aus dem Film geschnitten

  • „Das Finale ist hinreichend spannend und enthält einige wunderschöne Aufnahmen des Monsters, die durch die Hand Ray Harryhausens zu wahren Kunstwerken werden.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)

 

  • „Das Drehbuch von Morheim und Freiberger wirkt gestelzt, und der Film leidet unter langen Perioden ohne richtige Handlung, aber Louriés Regie ist überraschend stimmungsvoll, und er läßt sein kleines Budget durch den rechten Einsatz von Beleuchtung und Schatten richtig groß aussehen.“ (DIE SCIENCE FICTION FILMENZYKLOPÄDIE)

  •  „Tricktechnisch interessanter kleiner Horrorfilm.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)



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Aktualisiert (Sonntag, den 23. März 2008 um 21:50 Uhr)

 
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