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SchwachPerfekt 

Mucha Sangre

 

„Wir besamen die Männer und verspeisen die Frauen.“ (Vicuna) 

E 2002 / O: „Mucha Sangre“ 

Regie: Pepe de las Heras / Kamera : Pablo Hernández / Schnitt: Lucero Miltxorena / Ausf. Prod.: Lluís Ferrando, Isona Passola / Buch: Pepe de las Heras, Ramón Heres 

Darsteller: Jacinto Molina [alias Paul Naschy] (Vicuna), Rodolfo Sancho (Choro), Txema Sandoval (Cortaojos), Isabel del Toro (Iciar), Julio Campos (Tiojuan) sowie Xoan Pérez, Miguel Ángel Rodríguez “El Sevilla” u.a.

 

Zwei entflohene Knastis schnappen sich irgend so eine Uschi als Geißel und legen sich mit Gangsterboss Vicuna (Trash-Legende Paul Naschy alias Jacinto Molina) an, da einer der beiden noch Schulden bei ihm einzutreiben hat. Dummerweise entpuppt sich der Gangsterboss als Alienboss einer gemeingefährlichen außerirdischen Spezies, welche die Erde erobern will. Mit seinen in gelben Anzügen gekleideten, sonnenbebrillten Invasionshelfern macht sich Vicuna auf, die männliche Bevölkerung zu besamen („Haltet Eure Ärsche fest!“) und die Frauen allesamt verwesen zu lesen, um sie anschließend zu verspeisen. Wohl bekomm’s.

Der exquisit-exzentrische Angriff auf den guten schlechten Geschmack beweist einmal mehr, daß sogar der schlechte Geschmack eine Frage des guten Geschmacks sein kann. Regisseur und Co-Autor Pepe de las Heras hat keinerlei Scheu vor dem Fäkal-Humor, wie der (doofe) Running-Gag eines dussligen Polizisten beweist, dessen Fresse immer mal wieder in einen ordentlichen Scheißhaufen getunkt wird. Scheißhaufen in Großaufnahme – eine kleine, angebrachte Warnung an alle Feingeister, die über diesen spanischen Splatter-Trash-Ausguss empört die Nase rümpfen werden. Dabei ist der gute, alte Scheißhaufen noch das kleinere Übel... Man könnte sie an dieser Stelle aufzählen, die vielen (meist) unerreichten Vorbilder: die Frühwerke des Peter Jackson (BAD TASTE und BRAINDEAD) ebenso wie die Filmorgien eines Russ Meyers und die Schiessereien aus den Tarantino-Filmen. Und doch hecheln die Macher dieser derb-blutigen Alien-Klamotte mit ihrer kindischen Lust an der Übertreibung ihren Vorbildern nur mühsam hinterher, fehlt ihnen doch die Liebe zum Detail. Selbst die eindeutig beste Szene des Films, in der einem Alien-Zombie im Sekundentakt der Kopf abgesäbelt wird, der jedoch immer wieder nachwächst, ist aus einem ganz anderen Film geklaut, ich sage nur: Jack Jeebs aus MEN IN BLACK. Unter den durchweg chargierenden (und potthässlichen) Darstellern „sticht“ in erster Linie der berühmt-berüchtigte Jacinto Molina (alias Paul Naschy), Spaniens Trash-Artefakt, das gerne als Horror-Star verkauft wird, hervor. Molina hat auch im gesetzten Alter keinerlei Hemmung in einem Film wie diesem dabei zu sein. Also, Christopher Lee hätte so was nie gemacht, aber der ist ja auch ein „richtiger“ Horrorstar. Ach, und was kann man noch über MUCHA SANGRE sagen? Nun, das Blut fließt reichlich, es werden jede Menge Körperteile weggeballert, Axt und Kettensäge finden auch ihre entsprechende Verwendung. In geselliger Runde kann so ein Teil ungeheuer Spaß machen, man muß sich eben nur drauf ein- bzw. herablassen. 


Label: I-On New Media / Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 2.0 Stereo) / Bildformat: 1,78:1 (anamorph, 16:9) / TV-Norm: PAL / Regionalcode: 2 / Verpackung: Keep Case (Amaray) / Laufzeit: 79 Min. (uncut) / FSK: ab 16 

Extras: Trailer

 

 


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Kommentare (1)Add Comment
OHne ALk ohne mich
geschrieben von Zwan, Januar 29, 2007
Das ding is echt nur ab 2,5 promille zu genieen. Bei nchternem Konsum dieses Films drngt sich eigentlich nur der Verdacht auf das in Spanien unglaublich degenrierte sprechende sackratten herumsabbern die definitiv nen Hackfressen Award verdient haben. Sollte man jedoch Breit wie ein Panzerfahrer sein und schlichtweg nix anderes da hat kann man sich mit seinen Freunden ber die Herrliche debile ZErsge Szene (zu den Klngen von ODE AN DIE FREUDE) vor lachen vollkacken.

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