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METAMORPHOSIS 2

 

USA 1990 / O: „Mutator” / AT: „Time of the Beast“ / FSK: ab 18 / Laufzeit: 88 Min. (alte VHS-Fassung), 90 Min. (OF) 

Regie: John R. Bowey / Musik: Rene Veldsman / Kamera: Lynton Stephenson / Buch: Lynn Rose Higgins 

Darsteller: Brion James (David Allen), Carolyn Ann Clarke (Taylor), Milton R. Murrill (Travers), Embeth Davidtz (Jennifer), Neil McCarthy (Adam) sowie Brian O’Shaughnessy, Greg Latter, Charles Comyn, Lyn Hooker u.a.

 

Noch so ein “Monster jagt dumme Menschen”-Film, den der deutsche Verleih uns seltsamerweise als Fortsetzung zu dem ebenfalls ziemlich daneben geratenen METAMORPHOSIS (1993) unterjubeln will, obwohl doch beide Filme, abgesehen von der minderwertigen Qualität, nichts weiter gemeinsam haben. Bereits die x-mal durchgekaute Story löst übelste Übelkeitsanfälle aus: Eine Gruppe aufgebrachter Tierschützer bricht in einen Forschungskonzern ein. Und auf was stoßen sie da? Richtig: Auf ein genmanipuliertes Monster, das sich schon munter durch die Angestelltenriege gefressen hat. Was folgt ist das übliche Davonrennen, Schreien und Abgemurkse... – und eine manchmal ulkige, hauptsächlich aber langweilige Monsterparade, die so spannungsgeladen spannungsarm daherkommt, daß man sich ernsthaft fragen muß, welche Nichtskönner, die hier für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnen, die Produzenten ausgebuddelt haben. Die vermeintliche Kritik an grausamen Tierexperimenten ist auch hier nur ein billiger Aufhänger für ein effekthaschendes, primitives Horror-Szenario, das im Gähnen und Kopfschütteln des Zuschauers hoffnungslos untergeht. Lassen wir den Namen des Regisseurs noch mal Revue passieren: John R. Bowey  Es ist sein einziger Film in dieser Funktion, ich glaube, das ist das Beste für ihn und natürlich auch für uns. MUTATOR (Originaltitel) hinterlässt den selben faden Nachgeschmack wie hausgemachte Sülze, die vergessen wurde in den Kühlschrank gestellt zu werden.   

  • Einen kleinen, aber wirklich nur kleinen, Pluspunkt gibt’s doch noch und den hat ich der unvergessene Brion James verdient, der 1999 viel zu früh von uns ging und hier ausnahmsweise mal einen Guten darstellen durfte. Hier gibt er den Wissenschaftler David Allen, der in einem Genforschungslabor arbeitet und nach seinen Protesten erst gefeuert und später wieder eingestellt wird. Doch da ist alles bereits zu spät. Neben unzähligen B- und C-Movies glänzte James in den Filmen von Walter Hill (DIE LETZTEN AMERIKANER, 1981; NUR 48 STUNDEN, 1982), er war der entflohene Replikant in BLADE RUNNER (1982), der korrupte Studioboss in Robert Altmans galliger Hollywood-Satire THE PLAYER (1992) und der Trottel-General in DAS 5. ELEMENT (1997). In einer Jugendsünde-Nebenrolle ist Embeth Davidtz (ARMEE DER FINSTERNIS, 1992; MURDER IN THE FIST, 1995; DER 200-JAHRE-MANN, 1999) mit dabei. Den Rest der Besetzung kannste in ’de Tonne kloppen! 

  • „Die schlechte Spannungsdramaturgie und schauspielerischen Schwächen tragen ihr übriges zur Qualität des B-Movies bei.“  (HÖLLE AUF ERDEN)

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Aktualisiert (Freitag, den 04. Mai 2007 um 03:36 Uhr)

 
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