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Killer im System, der

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SchwachPerfekt 
 
USA 1993 / O: “Ghost in the Machine” / Prod.: 20th Century Fox / Länge: 91 Min. / FSK: ab 16
 
Regie: Rachel Talalay / Musik: Graeme Revell / Kamera: Phil Meheux / Schnitt: Janice Hampton / Ausf. Prod.: Aron Warner / Prod.: Paul Schiff / Co-Prod.: William Osborne, William Davies, Barry Sabath / Buch: William Davies, William Osborne
 
Darsteller: Karen Allen (Terry Munroe), Chris Mulkey (Bram), Ted Marcoux (Karl), Will Horneff (Josh Munroe), Jessica Walter (Elaine), Rick Ducommun (Phil), Nancy Fish (Karl’s Vermieterin) sowie Brendan Quintin Adams (Frazer), Richard McKenzie (Frank Mallory), Mimi Lieber (Marta), Richard Schiff (Techniker), Ken Thorley (Verkäufer), Walter Addison (älterer Polizist), Chris Ellis (Lieutenant), Alix Koromzay (Punk Girl), Don Keith Opper (Mann im Büro) sowie Jack Laufer, Shevonne Durkin, Mickey Gilbert, Clayton Landey u.a.
 
 
Mit dem sechsten Freddy-Krueger-Auftritt FREDDYS DEAD – THE FINAL NIGHTMARE (1991) empfahl sich Rachel Talalay als routinierte Horror-Regisseurin, zwei Jahre inszenierte sie diesen High-Tech-Horror, in dem die Technik mal wieder ganz schön mordlustig ist.
 
Karl (Ted Marcoux) arbeitet in einem Elektrowaren-Geschäft – hauptberuflich aber ist er Serienmörder. Er stiehlt die Adressbücher seiner Kundschaft und bringt alle darin Verzeichneten um. Ein Verkehrsunfall setzt in vorerst außer Gefecht, im Krankenhaus stirbt er. Doch ein starkes Gewitter transferiert seine Seele ins Computer- und Stromnetz, wo er fortan sein Unwesen treibt.
 
„Jetzt ist er DER KILLER IM SYSTEM und mordet weiter; als Computervirus kontrolliert er Energie, Telefon, Ampelschaltungen und sogar den Mikrochip der Mikrowelle zuhause. Jetzt kann er ganz seiner Leidenschaft frönen, denn niemand kann ihn aufhalten, niemand kann gegen einen irren Computer gewinnen. Niemand?“ (aus der Inhaltsangabe der dt. Verleihcassette)
 
Zur immer mehr werdenden Bedrohung einer Technik orientierten Welt hat der Film freilich nicht viel beizutragen, zu konventionell und natürlich auch haarsträubend bleibt das Geschehen letztendlich. Natürlich könnte man sich darüber mokieren, dass hier, wo schon mal die Technik verrückt spielt, auch die darin enthaltenden Spezialeffekte so ihre Tücken haben. Zumindest die, die aus dem Computer kommen, etwa wenn Onkel Karl zum Pixel-Pickel-Haufen materialisiert wird. Aber wie das so ist: wo 1993 in der Special-effects-Branche der Übergang von der guten, alten Handarbeit zum Tasten- und Mausklick noch nicht ganz so reibungslos verlief (obwohl ein Jahr zuvor James Cameron im Meilenstein TERMINATOR 2 gerade da wegweisendes leistete) und Google noch in weiter Entfernung war, möchte man dem Filme seine vorsintflutlichen CGI-Effekte nicht anlasten, zumal sie einen gewissen Charme versprühen und allemal noch besser sind als so manch liebloser, computeranimierter Schnickschnack, den man  heutzutage vorgesetzt bekommt. Interessant aber, wie altmodisch so ein Film inzwischen sein kann, obwohl er dasselbe Entstehungsjahr hat wie seine angepeilte Zielgruppe. So viel zu dieser schnelllebigen Zeit.   
 
Insgesamt betrachtet bietet DER KILLER IM SYSTEM grundsoliden, unterhaltsamen 90er-Jahre-Sci-Fi-Action-Horror, der ganz in der Tradition von RHEA M... (1986), PULSE (1988), SHOCKER (1989) und DER RASENMÄHERMANN (1992) steht. Die banale Handlung soll dabei nur Aufhänger für eine abwechslungsreiche Killerhatz quer durch alle Stromleitungen, irgendwo zwischen Verkehrsampel und Geschirrspüle, sein: da heizt sich die heimische Küche zum brutzelnden Mikrowellen-Ofen auf, während der Haartrockner für ein flammendes Mini-Inferno sorgt. Damit bietet Talalays Film einen Vorgeschmack auf FINAL DESTINATION, wo das Sterben im Alltag verbunden mit kreativ arrangierten Todesarten genussvoll ausgespielt wurde.
 
  • Rachel Talalay inszenierte danach noch das Endzeitabenteuer TANK GIRL (1995), danach widmete sie ihre Regiekarriere ausschließlich der Fernseharbeit. Im Büro sieht man kurz Don Keith Opper, mit dem Talalay schon in DER ANDROID (1982) zu tun hatte: damals noch als Buchhalterin.
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  • In kleineren Auftritten sind Nebenrollen-Veteran Richard Schiff (DEEP IMPACT; SIEBEN; RAY), Chris Ellis (ARMAGEDDON; TRANSFORMERS; G-FORCE) und Alix Koromzay (MIMIC, MIMIC 2) mit dabei, Ken Thorley (alias Mr. Mott) ist als Verkäufer zu sehen.
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  • "Hightech-Movie, in dem Rachel Talalay den Spagat zwischen klassischem Horrorschocker und futuristischem Technospektakel nicht immer überzeugend vollführt. Dennoch gelingt es ihr, inmitten eines effektlastigen Films, einen soliden Spannungsbogen auszubauen und ihr Publikum mit einer gesunden Portion Nervenkitzel abwechslungsreich und kurzweilig zu unterhalten." (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)

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Aktualisiert ( Dienstag, den 06. Oktober 2009 um 18:32 Uhr )

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