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HORRORTRIP INS ALL

USA 1997 / O: „The Journey: Absolution” / AT: „Absolution”; „Absolution – The Journey” / Prod.: EGM Film International, Artist View Entertainment / Laufzeit: 90 Min. / FSK: ab 16 

Regie: David DeCoteau / Musik: Marco Mariangeli / Kamera: Howard Wexler /  Ausf. Prod.: Paul & John Eyres / Prod.: John Eyres & Barnet Bain / Buch: Chris Chaffin 

Darsteller: Richard Grieco (Sgt. Bradley), Mario Lopez (Ryan Murphy), Jamie Pressly (Allison), Greg Serano (Hubbard), Justin Walker (Dallas), Nick Spano (Quintano) Damon Sharpe (Dragotta) sowie Steve Wilder, Hollie L. Hummel, Peter Kerr u.a.

                                                                                                                      

Wieder einer dieser filmischen Totalausfälle von einem unserer Lieblingsgossenregisseure: David DeCoteau, dem wir Meisterwerke wie CREEP ZOONE (1987), FEUCHTE ZONE L.A. (1995), VOODOO ACADEMY (2000) oder WITCHES OF CARRIBEAN (2005) zu verdanken haben.  

Die in allen Belangen bescheuerte Story führt uns in eine triste, öde Billigfilm-Zukunft, die drei Jahrzehnte, nachdem so ein elender Asteroid auf der Erde für eine saftige Klimaveränderung sorgte, irgendwo in der Eiswüste in einem militärischen Trainingscamp spielt – und zwar so eins, wie es einem Roland Koch im Namen aller BILD-Leser als Erziehungslager für ausrangierte, unbeliebsame Jugendliche gefallen dürfte. Dort trifft Mucki-Prinz Mario Lopez (A CRACK IN THE FLOOR) als Kadetten-Bubi ein, der nicht nur das Verschwinden eines Freundes untersuchen will, sondern sich auch Zutritt zu einer geheimnisvollen Spezialeinheit verschaffen möchte. Die wird mit skrupelloser Härte vom sadistisch-brutalen Sgt. Bradley angeführt, der sich doch allen Ernstes als Außerirdischer entpuppt, der eine Maschine gebaut hat, die ihm den Zugang zu seinem Heimatplaneten ermöglicht. Die läßt er von seinem Eliteteam bewachen, während er zwischen militärischem Drill und obskuren Ritualen die Invasion der Erde plant. Der dumpfbackige Richard Grieco spielt diese Type wie den Knallfrosch, der nie losgegangen ist. Damit kann es nur zu einem Horrortrip werden: Der Ex-Teenieschwarm und Bravo-Poster-Verzierer der 90er (BOOKER) zieht als schweineprustender Sadisten-Seargent eine oberpeinliche Selbstinszenierung ab, mit der er der Filmwelt vielleicht zeigen wollte, daß er jetzt ein großer Junge ist und von der Schauspielerei ... – weiterhin nicht die geringste Bohne hat. Wenn ich einen Hund hätte mit dem Gesicht von Richard Grieco, ich glaube, ich würde ihm dem Arsch rasieren und nur noch rückwärts laufen lassen. Mit seiner brachialen Darstellung kommen jedenfalls keine Zweifel auf, das es sich bei ihm nicht um ein Alien handelt. 

Der Film selbst ... – nun ja, diesmal findet der deutsche Titel ausnahmsweise seine Berechtigung: Der Horrortrip ins All wird auch für den Zuschauer (falls sich denn einer findet) zu einem Horrortrip der Langeweile, der noch dazu ohne Raumschiff- oder Weltraumszenen auskommen muss. Man kann nicht alles haben. Man muss aber auch nicht alles sehen. Doch es gibt Filme, da fragt man sich, was wohl in den Köpfen der Macher vorgegangen ist, als sie all ihre Kreativität in einen filmischen Ausguss grenzenloser Debilität steckten. Und während man sich das so fragt, ist es doch besser, dass man sich es nicht fragt, weil es ’eh nur vergeudete Zeit ist, bei der das Gehirn unnötig belastet wird. Dieser Murks hier dürfte sich jedenfalls nur für DeCoteau gelohnt haben, wenn er mal wieder seinen homoerotischen Neigungen nachkommen durfte, in dem er schwitzende, Muskel bepackte Männerkörper in Großaufnahme zeigt. Aufgrund seiner jämmerlichen Machart hat sein unglücklich verunglückter Streifen keine Daseinsberechtigung. Der negative Gesamteindruck fängt bei der sehr, sehr bescheidenen Kulissenwahl, die sich fast nur auf eine umdekorierte, mit Tarnnetzen verzierte Turnhalle beschränkt, an und hört mit dümmlichen Dialog-Staksereien und grenzenloser Langeweile auf. Das Ganze wurde mit absolut unterirdischen Darstellerleistungen abgerundet und von DeCoteau so spannungslos und billig wie möglich umgesetzt, so dass das Zusehen zur Qual wird. Keine Frage: hierbei handelt es sich um einen riesengroßen Mist, den man sich getrost sparen kann.

  • Weitere bislang besprochene Filme unter Beteiligung von David DeCoteau

        ROBOT NINJA (1989; Ausf. Produzent, Darsteller)

        PUPPET MASTER II (1990; Produzent)

        KAMPF DER ROBOTER (1990; Produzent)

        WITCHOUSE (1999; Regie)

        SCREAM OF THE MUMMY (2000; Regie, Produzent, Story) 


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Aktualisiert (Samstag, den 28. Juni 2008 um 13:09 Uhr)

 
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