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Hollow Man

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„NIMM DICH IN ACHT VOR DEM WAS DU NICHT SIEHST!“ (Werbeslogan)
 
USA 2000 / O: “Hollow Man” / Prod.: Columbia Pictures / Länge: 108 Min. FSK: ab 16
 
Regie: Paul Verhoeven / Musik: Jerry Goldsmith / Kamera: Jost Vacano / Schnitt: Mark Goldblatt / Ausf. Prod.: Marion Rosenberg / Prod.: Douglas Wick, Alan Marshall / Buch: Andrew W. Marlowe / Story: Gary Scott Thompson, Andrew W. Marlowe / SFX: Sony Pictures Imageworks, Scott E. Anderson / Make-up-Effekte: Alec McGillis, Tom Woodruff Jr.
 
Darsteller: Kevin Bacon (Sebastian Caine), Elizabeth Shue (Linda McKay), Josh Brolin (Matthew Kensington), Kim Dickens (Sarah Kennedy), Greg Grunberg (Carter Abbey), Joey Slotnick (Frank Chase), Mary Randle (Janice Walton), William Devane (Dr. Kramer), Margot Rose (Mrs. Kramer), Jimmie F. Skaggs (Wino) sowie Rhona Mitra, Pablo Espinosa, J. G. Scaperotta, Sarah Bowles, Kelli Scott, Steve Altan, J. Patrick McCormack, Darius A. Sultan, Tom Woodruff Jr. (Isabella, der Gorilla) u.a.
 
Sebastian Caine (Kevin Bacon) ist ein brillanter, ehrgeiziger und leicht arroganter Wissenschaftler wie er im (Dreh-) Buche steht. Und irgend etwas muß natürlich mit ihm geschehen – und das wird es auch... Ihm und seinem Team ist es nämlich – im Auftrag des Pentagon – gelungen, eine Substanz zu entwickeln, die unsichtbar machen soll. Natürlich ist unser Sebastian einer, der alle Risiken und Warnungen ignoriert, um einen gefährlichen Selbstversuch zu starten ... was er denn auch tut. Und tatsächlich: Sebastian löst sich in einem äußerst schmerzlichen (und tricktechnisch grandiosem) Prozess vor seinen Kollegen auf. Er ist es jetzt der unsichtbare Mann. Und er findet Gefallen an seiner neuen Existenz. Sie gibt ihm ganz neue Freiheiten...
 
Doch wie einst Claude Rains in James Whale’s Klassiker DER UNSICHTBARE (1933) so hat auch Sebastian die überhebliche Aggressivität, die das Unsichtbarsein nun mal mit sich bringt, übernommen. Schlimmer noch: Die Substanz entwickelt sich zur Droge, die Sebastian zum psychopathischen Gewalttäter werden läßt. Seine Kollegen Linda (Elizabeth Shue, LEAVING LAS VEGAS) und Matthew (Josh Brolin, MIMIC) suchen händeringend nach einem Gegenmittel, um den unsichtbaren Mann zu bekämpfen. Denn der wird immer mehr zur Bedrohung, die alles und jeden in seiner Umgebung bekämpft.
 
Bei Paul Verhoeven gibt es immer etwas zum Sehen, Staunen und Streiten, so auch in seinem HOLLOW MAN. Und natürlich gibt es auch hier wieder was provokantes, etwas denkanstößiges: Die Lust am Zuschauen. Verhoeven transferiert den Vojeurismus von Hitchcocks Klassiker DAS FENSTER ZUM HOF ins Jahr 2000, in dem das Sehen und Gesehen werden mehr denn je eine größere Rolle spielt. Denn, haben wir nicht schon mal alle geguckt...? Verhoeven ist ein versierter Regisseur, der auch hier gewohnt professionell arbeitet. Doch gegen ein unsichtbares Drehbuch kann auch er nichts machen. Autor Andrew W. Marlowe umschifft alle sich ihm bietenden Möglichkeiten, um unentwegt auf ein Genre übliches, groß angelegtes Finale zuzusteuern.  
Wäre nicht die Härte des Films und die atemberaubenden Effekte, der HOLLOW MAN würde zum harmlosen HOHL MAN werden. Für Verhoeven blieb es eine Auftragsarbeit, die er routiniert löste, ohne sich großartig mit Ruhm zu bekleckern. Denn die Hauptarbeit lag bei den Leuten von den Special-effects. Und die haben hier erstaunliches geleistet.
 

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