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HENRY: PORTRAIT OF A SERIAL KILLER 2

                                                                                                         

 USA 1996 / O: Henry: Portrait of a Serial Killer 2 / AT: Henry 2 / Laufzeit: 82 Min. / FSK: ab 18  

Regie + Buch: Chuck Parello / Musik: Robert F. McNaughton / Kamera: Michael Kohnhorst / Ausf. Prod.: Walled & Malik B. Ali / Prod.: Thomas J. Busch 

Darsteller: Neil Giuntoli (Henry), Rick Komenick (Kai), Kate Walsh (Cricket), Carri Levinson (Louisa) sowie Daniel Aller, Penolepe Milford, Bill Pirman Jr. u.a.

 

„Ich bin ein böser Mensch und darum darfst Du nichts mit mir zu tun haben.“ 

                                                                                                                    

Nachdem er sowohl seinen Kumpel Otis als auch dessen Schwester umgebracht hat, gerät der psychopathische Serienkiller Henry (Neil Giuntoli) an Schrottplatzhändler Kai (Rick Komenick), der sich mit Brandstiftungen für Versicherungsbetrüge über Wasser hält. Kai nimmt ihn in seinem Haus auf und heuert ihn als Helfershelfer an, wodurch eine Art Zweckgemeinschaft entsteht: er bringt Henry das Zündeln bei, dieser lehrt ihm im Gegenzug das Töten. Was auch nötig ist, als lästige Zeugen aus dem Weg geräumt werden müssen. Klar doch, dass es nicht nur bei diesen Mordopfern bleiben soll und die Situation eskaliert… 

Und blah. Wie so viele Fortsetzung so ist auch Chuck Parello’s Nachklapp ein letztendlich überflüssiges Sequel, da auch er nur den Vorgänger auf eine sehr einfallslose Weise plagiiert. Obwohl hier mit der (verstärkten) Darstellung abscheulicher Gewalttaten nicht gespart wird und manchmal eine unheilvolle Stimmung vorherrscht, so kann die 10 jahre später gedrehte Fortsetzung, die viel eher ein Remake ist, nicht an John McNaughton´s umstrittenem Original (1986) heranreichen. Es bleibt nur eine fade, hölzern gespielte Low-Budget-Produktion, die der Geschichte um Henry Lee Lucas kaum neue Aspekte abgewinnt, zudem fehlt die bedrückende Atmosphäre und die Konsequenz, mit der McNaughton zu Werke ging. Stattdessen klatscht Parello neben vielen, belanglosen Dialog-Phrasen ein paar billige Pseudo-Splattereffekte und diverse Mordszenarien auf dürftige, exploitationhafte Weise aneinander, in der Hoffnung, wenigstens damit ein paar Sensibelchen schockieren zu können. Als Psychodrama, Charakterstudie und Serienkiller-Portrait kann HENRY – PORTRAIT OF A SERIAL KILLER 2 genauso wenig überzeugen wie Hauptdarsteller Neil Giuntoli, der nur ein blasser Ersatz für Michael Rooker ist.

Parello blieb dem Metier treu und inszenierte fünf Jahre später den viel besseren ED GEIN – THE WISCONSIN SERIAL KILLER, wo er sich weitaus intensiver mit der Biografie eines Psychopathen auseinander setzte.     

  • „(...) Viel Neues hat Chuck Parello dem meisterhaften Original von John McNaughton nicht gerade hinzuzufügen. (...) HENRY 2 ist eine Kopie, aber der Streifen hat nichtsdestotrotz seine Momente.“ (MOVIESTAR)
  • „Ganz im Geiste von John McNaughton´s kaltem Vorgänger, aber ohne dessen schockierenden Realismus.“ (CINEMA) 
  • „Viel eher kompromissloses Genre-Kino als kommerzieller Ausverkauf eines Klassikers.“ (FANTASY FILMFEST-PROGRAMMKATALOG 1997)

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