Home Alle Filme auf einmal H Hills Have Eyes II, the

postheadericon Hills Have Eyes II, the

Benutzerbewertung: / 1
SchwachPerfekt 

 

THE HILLS HAVE EYES II

 

 „"Warum müssen wir immer in die Richtung der Geräusche gehen?"“ 

 

USA 2007 / O: "The Hills Have Eyes II" / Prod.: 20th Century Fox; Fox Atomic 

 

Regie: Martin Weisz / Musik: Trevor Morris / Kamera: Sam McCurdy / Schnitt: Kirk M. Morri / Ausf. Prod.: Jonathan Debin / Prod.: Wes Craven, Peter Locke, Marianne Maddalena / Buch: Wes Craven, Jonathan Craven / Special Make-Up Effekte: KNB, Howard Berger, Gregory Nicotero 

 

Darsteller: Michael McMillian (PFC David Napoli), Jessica Stroup (PFC Amber Johnson), Daniella Alonso (PFC „Missy” Martinez), Jacob Vargas (PFC „Crank” Medina), Lee Thompson Young (PFC Delmar Reed), Ben Crowley (PFC „Stump“), Eric Edelstein (Cpl. „Splitter“), Flex Alexander (Sgt. Jeffrey Millstone), Reshad Strick (PFC Mickey), Michael Bailey Smith (Hades), Jeff Kober (Col. Redding), Jay Acovone (Dr. Wilson), David Reynolds (Hansel), Derek Mears (Chameleon), Tyrell Kemlo (Stabber) sowie Jason Oettle, Gáspár Szabó, Archie Kao, Philip Pavel

 

 
Soviel sei schon mal gesagt: Das Sequel zu Alexandre Aja's gelungenem Remake THE HILLS HAVE EYES fällt im Gegensatz zu IM TODESTAL DER WÖLFE (1984), jene miserable Fortsetzung, die Wes Craven höchstpersönlich zu seinem originalem HILLS HAVE EYES-Film von 1977 verbockte, deutlich besser aus. Kunststück! Alexandre Aja stand nicht mehr zu Verfügung und so übernahm nach dem von Craven ursprünglich favorisierten Michael J. Bassett (DEATHWATCH) unser Landsmann Martin Weisz das Ruder. Der blieb den Kannibalen treu, sorgte er doch 2006 mit ROTHENBURG, der jetzt BUTTERFLY: A GRIMM LOVE STORY heißt, für Furore. Ein Film, der ja in Deutschland nicht gezeigt werden darf, weil Armin, der echte Kannibale von Rothenburg, seine Persönlichkeitsrechte verletzt sah (denn auch Menschenfresser haben welche), erfolgreich ein Verbot einklagte und damit das Feuilleton für ein paar Wochen beschäftigte. Kannibalen sind immer ein gefundenes Fressen. 
 
Wes Craven schrieb zusammen mit Sohnemann Jonathan das Drehbuch, womit fürchterliche Erinnerungen an die unglückselige Videopremiere MIND RIPPER (1995), mit Lance Henriksen, Natasha Gregson-Warner und Giovanni Ribisi immerhin nett besetzt, wach werden. Interessantes Detail bei diesem Monsterfilm-Dünnpfiff um eine Forschungsstation mitten in der Wüste, auf der eigentlich ein Supersoldat erschaffen werden sollte, aber doch nur wieder ein Monster, das eine blutige Hetzjagd beginnt, kreiert wurde, ist, dass er ursprünglich als Fortsetzung zu IM TODESTAL DER WÖLFE geplant war. So gesehen kann man sagen, dass der hier besprochene THE HILLS HAVE EYES II die Fortsetzung zum Remake, zugleich aber auch der dritte Teil des Originals sein könnte, da die jetzt vorliegende Geschichte auch die ursprüngliche Geschichte zu MIND RIPPER hätte sein können, als dieser noch dritter Teil sein sollte. Ich hoffe, ich habe jetzt niemanden verwirrt, wenn doch, dann ist es mir auch ganz recht.  
 
Abgesehen von einer kurzen Texteinblendung zu Beginn, der man entnehmen kann, dass es da mal, vor einem Jahr oder so, eine Familie gab, die seit ihrem Urlaubstrip mitten durch die Wüste von New Mexico als verschollen gilt, werden die Vorgänge aus Aja’s Film komplett außer Acht gelassen. Schade eigentlich, hätte man doch gern erfahren was aus den Überlebenden, die man zugegebenermaßen an 3 ½ Fingern abzählen kann, geworden ist. Ursprünglich war es tatsächlich geplant, Emilie De Ravin in ihrer Rolle zurückkehren zu lassen, und zwar als Soldatin, doch daraus wurde leider nichts daraus. Es gibt also neues Menschenfrischfleisch und auch neue Mutanten, die jedoch genauso aussehen wie die aus dem Erstling. Einmal mehr ein Beweis dafür, wie austauschbar Figuren und Geschichten in dieser Art von Film sind. 
 
Der Ort des Schreckens ist der Gleiche geblieben. Ein tölpelhafter Soldatentrupp wird nach einem missglückten Kandahar-Übungsmanöver dazu verdonnert, militärische Ausrüstungsgegenstände zu einem Forschungsposten in der Wüste von New Mexico abzuliefern. Doch das kleine Camp ist bei Ankunft der jungen  Nationalgardisten - welch Überraschung - menschenleer. Doch da: Ein Notruf, der aus den Bergen kommt! Und noch was: ein Spiegel, der im gleißenden Sonnenlicht blitzt - auch aus den Bergen. Sergeant Millstone (Flex Alexander, SNAKES ON A PLANE) gibt den Befehl zu einer Rettungsmission, die durch die Hügel der blutigen Augen führt. Dort warten schon die Mutanten...
 
… 

The Hills Have Eyes 2

 
Wie man sieht: die Geschichte ist genauso durchschaubar wie die immer kleiner werdende Zahl an Soldaten. Von denen hat lediglich der von Michael McMillian sympathisch verkörperte Napoli so etwas ähnliches wie Charaktertiefe, erinnert er doch in seinem anfänglichen rebellierendem Verhalten gegenüber der Autorität etwas an den Schwiegersohn Doug aus dem Vorgänger. Doch ist Figurenzeichnung etwas, was bei dieser blutig-derben Mutantenhatz im Craven-Drehbuch nicht vorgesehen war.
Wo Aja's Vorgänger, nicht zuletzt wegen der besser ausgearbeiteten Figuren, deutlich hintergründiger und boshafter war, verkommt dieser Nachklapp zum austauschbaren Monster- und Mutantenspektakel, das den nächsten Schock im blutigen Effekte-Allerlei sucht. Oder treffender ausgedrückt: auch wenn hier viel gebissen wird, so fehlt doch der nötige Biss. Gesellschaftliche und politische Seitenhiebe werden diesmal ausgeklammert, stattdessen befolgen Wes und Jonathan Craven wieder konventionellere Genre-Pfade. Und dort kommt man vom Weg ab, trennt sich von der Gruppe, kauert sich ins Gebüsch, um sich zu erleichtern, oder steht einfach nur so da, als wurde man in die Wüste geschickt - und schwuppdiwupp springt ein Nuklearmutant entgegen. Ab der 2. Hälfte gibt's dann Höhlenhorror und Tunnelgang-Polonaise (THE DESCENT lässt herzlich grüßen) und auch da wird munter weiter weggeschnappt, weggezerrt, gegrunzt, geschrien, gefressen, geballert, auseinander genommen, zerlegt, abgerissen, abgebissen und in die Hosen geschissen. Den groß in Mode gekommenen Terror- und Folterfilmen der letzten Jahre entsprechend, präsentiert man sich in den Effektszenen auf der Höhe der Zeit und so gibt's z.B. neben einer besonders ekligen Plumpsklo-Szene wie schon in SAW III auch hier die obligatorische Gehirn-Szene. Die Frage wird aufgeworfen: Wie viel Hirn steckt in einem Mutant? Im Fall von Markus Söder: gar keins. 
 
Unterm Strich betrachtet ein weiterer plakativer Reißer, bei dem jedoch, dank Martin Weisz’ dynamischer Regie, keine Sekunde Langeweile aufkommt. Das HILLS HAVE EYES II inhaltlich so flach und nichtssagend daher kommt ist nicht ihm anzulasten. Man bekommt das geboten, was man von einem Film erwartet, von dem man weiß, das darin radioaktiv verstrahlte Mutanten über ahnungslose Menschen herfallen. Und das in ausreichendem Maß. Sensibleren Seelchen sei versichert, dass diesmal keinem Baby eine Waffe an den Kopf gehalten wird. Als Entschädigung dafür gibt es zwei Vergewaltigungsszenen. 
 
  • Die beiden Dauernebendarsteller Jay Acovone (COLLATERAL DAMAGE, 2002; TERMINATOR 3, 2003; WORLD TRADE CENTER, 2006) und Jeff Kober (PENTAGRAMM – MACHT DES BÖSEN, 1990; TANK GIRL, 1995; DEMOLTION HIGH, 1996) spielen zwei der Personen, die zu Beginn eigentlich beim Außenposten anwesend sein sollten – doch gar schreckliches geschah mit ihnen. Michael Bailey Smith ist der einzige Darsteller, der auch schon im Vorgänger zu sehen war, wenn auch in einer anderen Mutanten-Rolle. Doch ob er nun Pluto oder Hades heißt, ist eigentlich vollkommen zweitrangig. Als potentielle Menschenopfer geben sich bislang weniger bekannte Gesichter wie Jessica Stroup (VAMPIRE BATS, 2005), Daniella Alonso (SNOOP DOGG'S HOOD OF HORROR, 2006; WRONG TURN II, 2007) und Jacob Vargas (JARHEAD, 2005; BOBBY, 2006) her. 
     
    • „Der Film selbst setzt natürlich auch wieder auf derbe Sequenzen, ist an sich jedoch etwas zahmer als der Vorgänger ausgefallen, was auch nicht verwundert, lässt sich Ajas Schlachtpalette doch kaum noch übertreffen. THE HILLS HAVE EYES II ist nicht so intensiv geworden, bietet aber dennoch schweißtreibende Horror-Unterhaltung.“ (Peter Osterried, MOVIESTAR 02/2007) K
       

 


Teilen  

Kommentare (1)Add Comment
langweilig
geschrieben von ich, Mai 24, 2007
total langweilig da fande ich teil 1 um einiges besser!!!

Kommentar schreiben
smaller | bigger

security code
Bitte den folgenden Code eintragen


busy

Aktualisiert (Sonntag, den 31. Oktober 2010 um 20:24 Uhr)

 
Neue Filme
Bin ich im falschen Film..?
Besucher mit Geschmack:

mod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_counter
mod_vvisit_counterHeute572
mod_vvisit_counterGestern738
mod_vvisit_counterDiese Woche2167
mod_vvisit_counterLetzte Woche5700
mod_vvisit_counterDiesen Monat6326
mod_vvisit_counterLetzten Monat25538
mod_vvisit_counterseit 24/07/09582168

Online Now: 18
08.02.2012