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HORROR EXPRESS

 

E / GB 1972 / O: „Horror Express“ / AT: „Panico en el Transiberiano“; „Panic on the Transsiberian Express“; „Terreur Dans le Shangai Express” 

Regie + Story: Gene Martin [= Eugenio Martín] / Musik: John Cacavas / Kamera: Alejandro Ulloa / Schnitt: Robert Daerberg / Prod.: Bernard Gordon / Buch: Arnaud D’Usseau, Julian Halevy 

Darsteller: Christopher Lee (Prof. Alexander Saxton), Peter Cushing (Dr. Wells), Telly Savalas (Captain Kazan), Alberto de Mendoza (Father Pujardov), Silvia Tortosa (Countess Irina Petrovski), Julio Peña (Inspector Mirov), Ángel del Pozo (Yevtushenko), Helga Liné (Natasha), Alice Reinhart (Jones), José Jaspe (Koniev), Jorge Rigaud (Count Petrovski), Victor Israel (Maletero), Juan Olaguibel (die Kreatur) sowie Vicente Roca, Barta Barri, Faith Clift, Peter Beckman, Hiroshi Kitatawa, Allen Russell u.a.

 

Der britische Archäologe Andrew Saxton (Christopher Lee), eine Kapazität auf seinem Gebiet, macht auf seiner Forschungsexpedition durch die Mandschurai die Entdeckung seines Lebens: ein tiefgekühltes, affenartiges Wesen. Im Gepäckwagen vom Transsibirienexpress soll die Kreatur nach Europa gebracht werden. Der geneigte Genre-Kenner wird schon ahnen, daß auch in diesem Fall tiefgefrorene Monster doch nicht so tiefgefroren sind und sich als lebendiger erweisen, als es den Anschein hat. Die Fahrt hat kaum begonnen, da tauchen schon die ersten Leichen im Zug auf – der Horror Express macht seinem Namen alle Ehre! Und unser Ötzi-Ableger schleicht durch den Zug und tötet seine Opfer mit einem rot rotierenden Laserstrahl. Zusammen mit seinem Forscherkollegen Dr. Wells (Peter Cushing) untersucht Saxton die Leichen, beide kommen schließlich zu folgendem Schluss: das Monster saugt seinen Opfern die Gehirne aus! Doch auch nachdem die Bestie getötet wurde, reißen die grausigen Morde nicht ab. Die beiden Wissenschaftler (O-Ton Dr. Wells: „Wir sind Briten!“) untersuchen die Augenflüssigkeit und finden dabei doch tatsächlich Bilder aus längst vergangenen Urzeiten, aber auch aus den Tiefen des Weltraums. Mit Blick in Richtung Erde. Da gibt’s nur eine Schlussfolgerung: Hier handelt es sich um einen Außerirdischen! Und der treibt nun in Gestalt einer anderen Person im Transsibirienexpress weiter sein Unwesen...

Spanische Horrorfilme aus den 70ern... ui, da denkt man an den unsäglichen Paul-Naschy-Trash, aber so grausam ist diese Welt zum Glück doch wieder nicht. Mit Gene Martin’s HORROR EXPRESS fährt ein echter Gruselklassiker ein, der sowohl für Eisenbahnromantiker als auch Genrefans einige schöne Bilder parat hat. Großer Trumpf des Films ist seine Besetzung: Das legendäre Horror-Duo Christopher Lee und Peter Cushing ist hier in einem seiner besten Auftritte zu bewundern. Agieren sie in ihren Filmen meistens gegeneinander, müssen sie sich hier, nach anfänglichen, kleineren Differenzen, zusammenraufen und einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage finden. Ein großes Vergnügen und im Prinzip die halbe Miete des Films, wie sie Seite an Seite gegen das Böse ankämpfen und dabei immer neue Erkenntnisse erlangen. Das ist zwar alles nur pseudowissenschaftlicher, lachhafter Unfug, den man keineswegs ernst nehmen sollte, macht aber in diesem Fall überhaupt nichts. Der britische Humor steht dem spanischem Horrorfilm jedenfalls sehr gut. Für zusätzliche Laune sorgt Stargast Telly Savalas als Kapitän Kazan mitsamt seiner Kosakenbande, die sich im letzten Drittel dazu gesellen. Mit seiner beklemmenden Atmosphäre, die bis zum Zombie-Finale durchhält, vielen schön gruseligen Bildern und leiser Ironie übt HORROR EXPRESS auch nach vielen Jahren einen ungeheuren Reiz aus. Ein B-Film der A-Klasse. 

·      ,,..die ungewöhnliche Mixtur wird uns in stilsicheren, atmosphärisch völlig überzeugenden Bildern präsentiert und mit derart amüsanten Dialogen garniert, daß man schon ein arg böser Mensch sein muß, um keinen Gefallen daran zu finden.“ (X-RATED # 33) 

·      „Ein dichter Spannungsbogen, leise Ironie und die düstere Atmosphäre tragen ebenso zur Qualität des Streifens bei, wie die feinen Leistungen der Hauptdarsteller.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN) 

·      „Dank einiger interessanter Details und Ideen ist der Streifen zudem mit „einigermaßen innovativ“ zu etikieren, denn Eugenio Martins Filmmonster ist mal was völlig anderes.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

  

DVD-Anbieter: Cult Cinema International (Sammler Edition No. 04) / Laufzeit: 88 Min. / FSK: ab 16 (uncut) / Bildformat: 1:66 Widescreen / Tonformate: deutsch & englisch jeweils in Dolby Digital 2.0 Mono) / Regionalcode: 2 / Extras: deutscher VHS-Anfang- und Abspann, dt. Trailer, Bildergalerie mit 47 Motiven

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Aktualisiert (Dienstag, den 04. April 2006 um 03:29 Uhr)

 
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