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Feuerteufel, der
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Veröffentlicht in : Filme, F

 Stephen King’s

Der Feuerteufel

Messer, Gabel, Licht, ist für kleine Kinder nicht...

USA 1984 / O: „Firestarter“ / Prod.: Universal Pictures  /  Länge:  114  Min.  /  ab  16

Regie: Mark L. Lester / Musik: Tangerine Dream / Kamera: Giuseppe Ruzzolini / Schnitt: David Rawlins, Ronald Sanders / Buch: Stanley Mann / LV: Stephen King

Mit David Keith (Andrew McGee), Drew Barrymore (Charlene „Charlie“ McGee), George C. Scott (John Rainbird), Martin Sheen (Captain Hollister), Freddie Jones (Dr. Wanless), Art Carney (Irv Manders), Louise Fletcher (Norma Manders), Heather Locklear (Vicky McGee), Moses Gunn (Dr. Pynchot), Antonio Fargas (Taxifahrer), Drew Snyder (Orville Jamieson), Curtis Credel (Bates) sowie Keith Colbert, Dick Warlock, Jeff Ramsey, Jack Magner, Stanley Mann, Leon Rippy, George P. Wilbur u.a.

Während eines wissenschaftlichen Experiments, bei dem eine synthetische, Halluzinationen auslösende Droge verabreicht wurde, lernte Andy McGee (David Keith) seine spätere Frau Vicky (Heather Locklear) kennen. Auf den ersten Blick schien das Experiment für beide fruchtbar gewesen zu sein: sie heirateten und brachten eine hübsche Tochter zur Welt: Charlie (die kleine Drew Barrymore). Doch kein Experiment ohne Nebenwirkungen: Andy verfügt von nun an an über telepathische Fähigkeiten, die ihm allerdings üble Kopfschmerzen bereiten, und die ahnungslose Charlie kann Kraft ihrer Gedanken Feuer auslösen. Als Rückblende wird uns das tragische Schicksal von Andy und Charlie näher gebracht, das rührselige Vater-Tochter-Schicksal ist es auch, an dem der Film zerrt, aber noch viel mehr schielt er nach vordergründigen Horror-Effekten, bei dem Spannung, Atmosphäre und Logik gleich mit abfackelten. Drew Barrymore steckt alles in Brand, Autos, Häuser und auch Menschen (nur böse, versteht sich), trotzdem kann man sich nicht so recht für die Geschichte interessieren. Die Ausgangsidee weist erstaunliche Parallelen zu David Cronenbergs Klassiker SCANNERS auf, doch wo Köpfe zum Zerplatzen gebracht wurden, lodert FIRESTARTER trotz pyrotechnischem Großeinsatz auf geistiger Sparflamme. Eine riesige Geheimorganisation macht bald Jagd auf Andy McGee und seine Tochter, vorher brachten zwei Killer Mutter Vicky um ... Heather Locklear (DAS GRÜNE DING AUS DEM SUMPF), tot geknebelt im Schrank, so ist sie als Schauspielerin richtig erträglich. Andy und Charlie werden geschnappt und auf eine entlegene Farm verschleppt, wo man weiter an ihren Fähigkeiten interessiert ist. Doch als man ihren Vater bei einem Fluchtversuch tötet, nimmt die kleine Charlie grausame Rache an ihren Peinigern ... Drew Barrymore Strikes Back und, na ja, CARRIE läßt schön grüßen. FIRESTARTER, die langweilige Stephen-King-Verfilmung aus dem Hause De Laurentis und als solche ein echter Kino-Dino, für den kaum jemand Feuer und Flamme sein dürfte, denn das einzige was sich ins Gedächtnis einbrennen wird, ist die Einfallslosigkeit des Drehbuchs und eine an sich bemerkenswerte Besetzung, die regelrecht verheizt wird.. Martin Sheen, der schon Mitte der 80er eine schlechte Rollenwahl bewies, die ihn inzwischen in die Niederungen des B-Films katapultierte, spielt seltsam blass Captain Hollister, das typisch hohe Tier, das im Hintergrund die Fäden zieht und hinter dem laschen Aufhänger mit den komischen Experimenten zu Beginn des Films steckt: Er will natürlich noch mehr Forschungen und wer wissen will warum: es wird mal wieder ’ne wirksame Waffe gegen den Feind gebraucht. An seiner Seite poltert George C. Scott, dem Over-Acting nahe, als brutaler Auftragskiller (bzw. - Jäger) mit Pferdeschwanz und blindem Auge über die Bühne – ja, blind muß er tatsächlich auf einem Auge gewesen sein, als er seinen Vertrag unterschrieb, das andere hatte ausschließlich die Höhe der Gage im Blickfeld gehabt. Und irgendwo dazwischen huschen Art Carney und Louise Fletcher als Ehepaar vom Lande für gut zehn Minuten durchs Bild.

  • Martin Sheen trat in einer weiteren Stephen-King-Verfilmung, DEAD ZONE von David Cronenberg, als Bösewicht in Erscheinung; Drew Barrymore sah man auch im Episodenfilm KATZENAUGE.  2002  inszenierte  Robert  Iscove  die  späte TV-Fortsetzung  FIRESTARTER  2:  REKINDLED  mit Dennis  Hopper  und  Malcolm  McDowell.

  • Mark L. Lester, vor allem mit DIE KLASSE VON 1984 bekannt geworden, blieb seinem Ruf als rüder B-Filmer treu und vermurkste diesen Großauftrag mit Starbesetzung so gut wie er konnte - als schlechtes, triviales und plakatives Horrorkino, das man auf dem Scheiterhaufen verbrennen sollte, und auch als eine der schwächsten King-Adaptionen.

  • „...ausgebranntes Routine-Produkt aus der Horror-Mottenkiste: Schade drum!“ (Norbert Stresau, ZITTY)

 

   

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