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Eaten Alive
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Veröffentlicht in : Filme, E

EATEN ALIVE

USA 1976 / O: „Eaten Alive“ / AT: „Blutrausch“; „Death Trap“; „Death Trap – Blutrausch“; „Slaughter Hotel“ / Prod.: Virgo International Pictures / Laufzeit: 90 Min. / FSK: k.A.

Regie: Tobe Hooper / Musik: Tobe Hooper, Wayne Bell / Kamera: Robert Caramico / Schnitt: Michael Brown / Ausf. Prod.: Mohammed Rustam / Prod.: Mardi Rustam / Buch: Alvin L. Fast, Mardi Rustam, Kim Henkel / SFX: A & A Effects

Darsteller: Neville Brand (Judd), Mel Ferrer (Harvey Wood), Stuart Whitman (Sheriff Martin), Carolyn Jones (Mrs. Hattie), Robert Englund (Buck), William Finley (Roy), Marilyn Burns (Faye), Roberta Collins (Clara Wood), Crystin Sinclair (Libby Wood), Kyle Richards (Angie), Betty Cole (Ruby) sowie Janus Blyth, Janis Lynn, Sig Sakowicz, Ronald W. Davis, Christine Schneider, David Hayward u.a.

„Mein Name ist Buck und ich bin bereit für einen Fuck!“ Schon der erste Satz, den der junge Robert Englund als widerlicher Puffbesucher ablässt, zeigt uns auf welchem Level sich Tobe Hoopers zweiter Film nach seinem umstrittenem TEXAS CHAINSAW MASSACRE bewegt. EATEN ALIVE, die durchgeknallte Underground-Variante von Hitchcocks PSYCHO, ist ein schmutzig-krankes Horror-Flick, in dem Neville Brand den ausgeklinkten Judd spielt, der in seinem schäbigen Motel die Gäste mit der Sense jagt und an sein gefräßiges Krokodil verfüttert, welches er sich im Tümpel hinterm Haus hält. Und um viel mehr geht es nicht, in diesem durchgeknallten Terrorfilm. Immerhin darf der Zuschauer noch teilhaben an Judd’s wirren Selbstgesprächen und man erfährt, daß er sein Bein verloren hat, im Krieg oder als Kroko-Happen, wer weiß.

Als Charakterstudie versagt der Film, da seine Figuren viel zu „befremdlich“ auftreten: Hysterisch schreiende Frauen und bellende Ehemänner – hier haben sie alle ihren kleinen, persönlichen Dachschaden. Was ihn mit TCM verbindet, Hooper blieb sich also selbst treu: nervöses Kamera-Gewackel im schäbigen Rumpelkammer-Set, das Ganze abenteuerlich geschnitten und untermal von einem betont experimentellen Soundtrack, der mehr aus Geräuschen und Geklimper besteht. In einem unterscheidet sich EATEN ALIVE dann doch von seinem Vorgänger: die Kettensäge wurde gegen die Sense ausgetauscht und wo Hooper die Morde in TCM nur andeutete, da hält er jetzt voll drauf. Die schauspielerischen Leistungen schwanken zwischen totalem Desinteresse und ernsthaftem Over-Acting, die Besetzung liest sich jedenfalls sehr interessant. Da wären etwa Mel Ferrer als Vater, der seine vermisste Tochter sucht und Stuart Whitman als Sheriff, dem das alles gar nichts angeht. Oder wer hätte gedacht, daß sich hinter der im Gesicht entstellten Puffmutter Mrs. Hattie Carolyn Jones alias Morticia Addams verbirgt? TCM-Actrice Marilyn Burns schreit wieder um ihr Leben und die spätere Horrorlegende Robert Englund blieb auch außerhalb des NIGHTMARE ON ELM STREET-Universum dem Genre treu: In vielen seiner späteren Filme war er es, der ähnlich exzentrische Charaktere verkörperte so wie Neville Brand als durchgeknallter Judd, der offensichtlich zu viele Kopfsprünge in leere Schwimmbecken gemacht hat. Und Tobe Hooper? Der konnte jedenfalls viele Jahre später sein Faible für Krokodile im missratenem Teenie-Monster-Horror CROCODILE (2000) voll auskosten. 

  • Mit LIVING NIGHTMARE (1993) und der Stephen-King-Verfilmung THE MANGLER (1995) setzten Tobe Hooper und Robert Englund ihre fruchtbare Arbeit fort. Einem Interview mit Hooper zufolge soll EATEN ALIVE von Produzent Mardi Rustam erheblich umgeschnitten worden sein.

  • „Neben den vielen atmosphärisch dichten Bildern, die ebenso den New-American-Gothic beschreiben wie den aufgeheizten Sommer in den Bayous, ist ein genauso grimmiger Humor mit entsprechenden Seitenhieben auf die amerikanische Kultur (hier: der Cowboy als Idol) zu verzeichnen.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)

  • „Trotz der einschlägigen Kulissenwahl hat dieser Film mit Hitchcocks PSYCHO so viel gemein wie Tomaten-Ketchup mit Sauce Cumberland.“ (CINEMA)

 

   

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Angezeigt werden 7 von 7 Kommentar(en)

hier hat Tarantino jeklaut!!!

Geschrieben von: detective am 24-01-2008 15:04

Endlich darf ich auch mal einen "little known fact" zum besten geben: 
"My Name is Buck and I´m ready to ....". Eben jenes Zitat wird dem herrlich-widerlichen Krankenpfleger Mr. Pussywagon in Kill Bill Vol. I in den Mund gelegt, als er sich der, im Koma liegenden, Uma Thurman "vorstellt".

 

oh mein gott

Geschrieben von: am 06-01-2008 00:34

der mit abstand schlechteste film den ich jeh gesehen habe....und ich hab schon einiges gesehen.... 
für mich ist der film auch kein "klassiker" weil er nicht nur nicht gruselig ist(was er auf grund des alters auch nur bedingt sein kann, sondern weil er zudem noch eine absolut dumme und inlogische handlung hat!!!

 

...

Geschrieben von: am 24-10-2007 02:59

der film war ganz unterhaltend, aber nur wenn man auf schräge und thrashige sachen steht. es ist schon beängstigend wie degeneriert er die Südstaaaten hier darstellt, vor allen ind en ersten 15 minuten. die splatteszenen sind ok, aber ja: es gibt mitlerweile viel viel härteres was explizität betrifft.

 

...

Geschrieben von: kali am 26-09-2007 08:25

habe mir den film anhand des beschriebs auf der dvd-schachtel gekauft. keine jugendfreigabe, schrecklichste szenen die auf zelluloid zu sehen sind... 
sorry - entweder bin ich zu angebrüht - oder...  
dieser film IST wirklich der reinste horror - schade fürs geld! es gibt bedeutend bessere film, welche mehr zu zeigen haben als ein plastikaligator. kann jemand sagen, welches die schrecksten szenen sind? etwa die, die im dunkeln spielen und daher nich zu sehen sind?

 

...

Geschrieben von: Cyper am 04-06-2007 09:23

Hab mir Eaten Alive besorgt... naja. Hat zwar die bewertung "Strafrechtlich Unbedenklich", aber Ich find den Film eher harmlos. Damals war der Streifen vielleicht "erschreckend" aber heute... es gibt besseres.

 

Was????????????

Geschrieben von: Zwan am 28-01-2007 05:19

Wat is los? "Toolbox Murders" echte Sahne? GROßER GOTT. Tobe Hooper hat mit TCM und etwas schlechteren (trotzdem noch genial) Eaten Alive filme für die Gott verdammte ewigkeit geschaffen. Wer das nich akzeptiert hat entweder nen mächtiegen knacks weg oder schlichtweg keine Ahnung von guter Unterhaltung. Toolbox Murders is dagegen echt ein Trauerspiel. Erste Sahne......also echt.....höchstens aller erste gequirlte Scheiße.

 

"Wie TCM, nur noch billiger!!!"

Geschrieben von: Rocky Dago am 23-01-2007 18:42

Tobe Hooper wurde ja mit seinem ( viel zu überbewerteten!) Texas Chainsaw Massacer berühmt. Da dieser ein erfolg wurde (wieso auch immer), machte einen weiteren Film: "Eaten Alive". Doch war dieser Film besser als TCM?Nein! Im Gegenteil!!Genauso eine Katastrophe!!!!! 
 
Untalentiete Schauspieler (mit Ausnahme von Mr.Englund), bekloppte Dialoge, nervige Musik... alles im einem eine pure Enttäuschung, ob nun CUT oder UNCUT. Lieber die "neuen" Tobe Hooper-filme schauen (wie z.B. "Toolbox Murders"), denn die sind echt erste Sahne!!!

 

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