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DER DÄMON MIT DEN BLUTIGEN HÄNDEN
GB 1958 / O: „Blood of the Vampire“ / Länge: 85 Min. / FSK: ab 18 Regie: Henry Cass / Musik: Stanley Black / Kamera: Geoffrey Seahorn, Monty Berman / Schnitt: Douglas Myers / Prod.: Robert S. Baker, Monty Berman / Buch: Jimmy Sangster Darsteller: Donald Wolfit (Dr. Callistratus), Vincent Ball (Dr. John Pierre), Barbara Shelley (Madeleine), Victor Maddern (Carl), William Devlin (Kurt Urach), Andrew Faulds (Wetzler), Bryan Coleman (Auron), Henry Vidon (Prof. Meinster), Bernard Bresslaw (Tall Sneakthief) sowie George Murcell, Julian Strange, John Le Mesurier, Colin Tapley, John Stuart, Cameron Hall, Hal Osmond, Hal Brimmell, Barbara Burke u.a. Carlstadt, 1880: Der Mediziner Dr. John Pierre (Vincent Ball) wird wegen fahrlässiger Tötung zu lebenslanger Haft auf der berüchtigten Kenbal-Insel verurteilt. Doch stattdessen landet er in der Gefängnisanstalt für kriminelle Geisteskranke von Dr. Callistratus (Mit Theo Waigel’s Augenbrauen: Donald Wolfit), die von Zähne fletschenden Hunden und sadistischen Wärtern, allen voran der brutale Ober-Aufseher Wetzler (Andrew Faulds), bewacht wird. „Das hier ist kein normales Gefängnis.“ Und tatsächlich: Hinter den Mauern des schrecklichen Schlosses gehen grausame Dinge vor sich. Unterstützt von seinem stummen, buckligen Diener Carl (Victor Maddern), einem im Gesicht schwer entstellten, humpelndem Hünen, arbeitet Callistratus an einer neuen Blutgruppe, die ihn am Leben erhält, da sich sein Blut immer mehr zersetzt. Die Gefangenen müssen dabei als Versuchskaninchen herhalten, denn der edle Dr. Callistratus („...ein Scheusal in Menschengestalt, das über Leben und Tod bestimmt...“) brauch als Vampir sozusagen das Blut der anderen, um weiter leben zu können. Callistratus war übrigens schon mal tot und wurde sechs Jahre zuvor in Transsylvanien von einem zwielichten, besoffenen Arzt (Cameron Hall), den Carl wegen seiner Geldgier später erschlug, wieder zum Leben erweckt. Er ließ den eigentlich unschuldigen Dr. Pierre auf sein Schloß bringen, damit er ihn bei seinen Forschungen unterstützen soll; widerwillig ließ dieser sich darauf ein. Da schleicht sich Pierre’s Verlobte Madeleine (Barbara Shelley; DIE BRENNENDEN AUGEN VON SCHLOSS BARTIMORE) als neues Dienstmädchen in Callistratus’ Schloß ein und gemeinsam sagen sie dem sadistischen Metzger-Arzt den Kampf an.... Klassischer, britischer Horror, der bewährte Zutaten wie das unheilvolle Schloß und die obligatorische, rasante Schaukel-Kutschfahrt über weite Wiesen und dunkle Wälder in schön gruslige Bilder verpackt. Andernfalls sparen Regisseur Henry Cass und Hammer-Autor Jimmy Sangster nicht mit für damalige Zeiten grausigen Details, wie etwa die Holzpflock-Szene im Prolog sowie diverse Folterungen und Misshandlungen, die auf dem Schloß von Dr. Callistratus an der Tagesordnung sind.
- Die Welt ist ein Dorf: Victor Maddern (BESTIEN LAUERN VOR CARACAS) und Bernard Bresslaw (KRULL) waren in unzähligen britischen CARRY ON-Komödien zu sehen, die bei uns unter dem Titel IST JA IRRE... liefen und bestimmte Filmgenres und Berufsgruppen mehr oder weniger gekonnt parodierten.
- „Langweilig-abstoßender Horrorfilm, bestenfalls unfreiwillig komisch.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)
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