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TIME GUARDIAN
Wächter der Zukunft
Australien
1987 / O: „Time Guardian“ / Prod.: Hemdale Film Corporation / Laufzeit: 84 Min.
/ FSK: ab 16
Regie:
Brian Hannant / Musik: Allan Zavod / Kamera: Geoff Burton
/ Buch: Brian Hannant, John Baxter
Darsteller: Tom Burlinson
(Ballard), Carrie Fisher (Petra), Dean Stockwell (Boss), Nikki
Coghill (Annie), Peter Merrill (Zuryk), Henry Salter
(Prenzler), Tim Robertson (Sgt. McCarthy),
Damon Sanders (Smith), Jim
Holt (Rafferty) sowie Wan Thye Liew, Peter Healy, Adrian
Shirley, Tom Karpanny, Don Barker, Terry Crawford, Jo
Flemming u.a.
Die mit bescheidener Tricktechnik ausgestattete
australische Antwort auf KAMPFSTERN GALACTICA hat außer schrägem
80er-Jahre-Trash á la REDWING – FLUCHT VOR DEN SCHWARZEN DROIDEN (1985)
herzlich wenig zu bieten und dürfte sicherlich ihren Anteil an Carrie Fishers
Abstieg in der Zeit nach STAR WARS beigetragen haben. Von der zauberhaften Leia
zur langweiligen Petra, so kann’s kommen. Und welches Jahrtausend schreiben wir
diesmal? 4039 oder so. Eigentlich egal, besitzt Brian Hannants überflüssiger
Genre-Beitrag, der Anfang der 90er mal auf RTL lief, sowenig Innovation und
Eigenleben, dass alles, was er uns in seiner Funktion als Regisseur und
Co-Autor auftischen will, glatt am Arsch vorbei geht. Im besten Falle kann man
TIME GUARDIAN einen gewissen drolligen Charme nicht absprechen, so ernst wie
Hannant seinen Kauderwelsch nimmt. Und darum geht’s: Im 24. Jahrhundert
befinden sich die letzten Überlebenden auf der Flucht vor ein paar üblen
Mutanten, die sie mit Jen-Dikis, skelettartigen Androiden, gnadenlos jagen. Gut
und Böse wurde mal wieder so schlicht definiert, also bleiben wir auf diesem
Level: Die Guten flüchten mit einer Art Arche Noah des 24. Jahrhunderts
schwuppdiwupp ins 20. Jahrhundert, was dem begrenzten Budget zugute kommt,
brauch’ man sich doch nicht erst die Mühe machen, teure, möglichst futuristisch
aussehende Kulissen zu errichten. Zurück zur eigentlichen Geschichte, die als
bloße Ansammlung von Krabbelkistenklischees gar nicht existiert. Aber wie
beweise ich eine Nichtexistenz? Jedenfalls werden der Krieger Ballard (Tom
Burlinson) und seine Begleiterin Petra (Carrie Fisher) schon mal voraus
geschickt, um die Gegend zu erkunden. Die Bösen sind aber auch nicht faul und
schicken ihre Jen-Dikis ebenfalls zurück in die Vergangenheit, wo es irgendwo
in der Wüste zum finalen K(r)ampf kommt. Apropos „Zurück in die Vergangenheit“:
Dean Stockwell wurde auch irgendwo gesichtet. Wer ihn zuerst entdeckt, darf
sich zur Belohnung den bereits erwähnten REDWING – FLUCHT VOR DEN SCHWARZEN
DROIDEN anschauen.
- „Nur
Kinderkram.“ (Ronald M. Hahn & Volker Jansen; Lexikon des
Science-Fiction-Films)
- „Einfallsloser Science-Fiction-Film,
schauspielerisch und tricktechnisch ohne Niveau.“ (Lexikon des internationalen
Films)
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Geschrieben von: Hansa am 08-12-2007 10:32