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PROJECT: V.I.P.E.R.
USA 2002 / O: „Project V.I.P.E.R.“ / Prod.: Cinetel Film In.; Crystal Sky; VCL / Laufzeit: 88 Min. / FSK: ab 16
Regie: Jay Andrews (alias Jim Wynorski) / Musik: Neil Acree / Kamera: Mario D’Ayala / Schnitt: Craig Kitson / Prod.: Paul Hertzberg / Ausf. Prod.: Steven Paul, J. P. Bettinato, Datty Ruth / Buch: Curtis Joseph, David Mason Darsteller: Patrick Muldoon (Mike Connors), Theresa Russell (Dr. Nancy Burnham), Tim Thomerson (Sheriff Morgan), Curtis Armstrong (Keach), John Beck (Simpkins), Billy Keane (Elkins), Tamara Davis (Sid), Daniel Quinn (Alan), James Cromwell (MP 1) sowie Joe Avalon, Lydie Denier, Andy Milder, René Rivera, Adam Gordon, Adam Koster u.a. ALIEN, THE HIDDEN, SPECIES … Jim Wynorski, eine Koryphäe des Schundfilms, der Roger Corman für die Krabbelkiste, tut mal wieder so, als hätte es all diese Filme nie gegeben. Für sein Trash-PROJECT V.I.P.E.R. gabelte er Theresa Russell (DIE SCHWARZE WITWE) auf, die, typisch für frustrierte Schauspielerinnen in ihrem Alter, inzwischen auch bei jedem Mist mitmacht. Sie ist die Wissenschaftlerin Dr. Burnham, der es mit einigen Forscherkollegen gelungen ist „biologische Materie mit Computerchips“ zu verbinden. Doch schon der Start dieses wahnsinnig spektakulären Forschungsprogramms an Bord des Space-Shuttles „Olympus“ schlägt fehl. Die Astronauten kratzen erwartungsgemäß ab, nicht jedoch V.I.P.E.R... Also muß der beste Mann der Regierung ran: Mike Connors alias Patrick Muldoon, der als Rivale von Casper Van Dien in STARSHIP TROOPERS gegen die Bugs kämpfte und nun Jagd auf ein mies getrickstes Tentakelmonster macht, das noch lächerlicher aussieht als das bescheuerte OCTOPUS-Viech. Für jeden dummen Spruch, den Muldoon in seiner Heldenrolle loslässt, sollte man ihm eine in die Fresse haun’, und wenn er fragt: „Warum?“ gleich noch eine. So ein penetrant auf cool getrimmter Ballermann-Cop ist mir noch nicht untergekommen. Zurück zur Handlung: Also dieses Ding muß auf jeden Fall gefunden werden, denn unsre gute Dr. Burnham ist sich klar: „Wir müssen ihn unschädlich machen, bevor ihm klar wird, wozu er fähig ist. V.I.P.E.R. kann jede Form annehmen ... ja ... seine Fähigkeiten sind unbegrenzt.“ Im Gegensatz zu denen von Mr.Wynorski. Als Jay Andrews getarnt verzapfte er mal wieder einen ungeheuer einfallslosen und vorhersehbaren Genre-Blödsinn, daß man heulen möchte. Ein Drehbuch gab’s anscheinend nicht (Drehbuch, was ist das?), es scheint, als ob sich die geschätzten Autoren die besten Szenen aus den oben genannten Vorbildern auf Notizzetteln kritzelten. Dazwischen eingeschoben die spätestens seit AKTE X in Mode gekommenen Verschwörungen hochrangiger Militär-Schergen (allen voran John Beck als Arschloch vom Dienst) und fürchterliche Computereffekte. Die beste Rolle hat B-Movie-Haudegen Tim Thomerson (NEAR DARK; TRANCERS) als altgedienter, krebskranker Sheriff, der es noch mal wissen will. Am Ende gibt’s ’ne Menge Bumm und das Ding ’is gegessen. PROJECT V.I.P.E.R. – selten wurden alte Klischees und schlecht kopierte Vorbilder in so einer geistlosen Routine aufbereitet.
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