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Das Grauen aus der Tiefe
Horrorfilm (USA 1979) / O: Humanoids from the Deep / AT: Monster / Laufzeit: 76 Min. / FSK: ab 18
Regie: Barbara Peeters, ungenannt: Jimmy T. Murakami / Musik: James Horner / Kamera: Daniel Lacambre / Schnitt: Mark Goldblatt / Ausf. Prod.: Roger Corman / Prod.: Martin B. Cohen Buch: Frederick James / Story: Frank Arnold & Martin B. Cohen / SFX: Rob Bottin, Steve Johnson, Chris Walas (ungenannt)
Darsteller: Doug McClure (Jim Hill), Ann Turkel (Dr. Susan Drake), Vic Morrow (Hank Slattery), Cindy Weintraub (Carol Hill), Anthony Penia (Johnny Eagle), Denise Galik (Linda Baele), Hoke Howell (Jensen) sowie Lynn Theel, Megan King, Breck Costin, Don Maxwell, David Strassman, Frank Arnold (alter Mann), Rob Bottin (ungenannt; Humanoid) u.a. Eine grässliche Mordserie stört das idyllische Leben eines hübschen, kleinen Hafenstädtchens. Dahinter stecken glitschige Mutanten-Monströsitäten, die aus dem Meer empor schlürfen und besonders auf junge Mädchen scharf sind - die sie zur Fortpflanzung benötigen... Haltloser Monster-Trash aus den Corman-Werkstätten, aufgepeppt mit zahlreichen Sex- und Gewalteinlagen. Um dem Ganzen eine gewisse Tiefe zu geben, prangerte man Umweltzerstörung und Rassenhaß an. Die anfängliche Gesellschaftskritik geht zwar in diesem wilden Schlock-Steifen im wahrsten Sinne des Wortes baden, was der Sache jedoch keinen Abbruch tut. Scheiß’ drauf! Was wir sehen wollen, sind mutierte Fischungeheuer, die nach nackten Girlies grapschen - eben die Mischung aus DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS und DER WEISSE HAI macht´s. Regisseurin Barbara Peeters ist in den bei Corman üblichen 75 Minuten durchaus in der Lage genug Spannung, Atmosphäre und Kurzweil zu erzeugen, um ihren kleinen, perversen Monster-Heuler auf den Beinen zu halten.
- In der Rolle des tapferen Jim ist Doug McClure, „ein blonder, blauäugiger, mit seinem frechen Grinsen auffallender amerikanischer Schauspieler“ (HEYNE FILMJAHRBUCH 1996), zu sehen, der vor allem durch die Westernserie DIE LEUTE VON DER SHILO-RANCH (1962-71) und den abenteuerlichen B-Pictures CAPRONA, DAS VERGESSENE LAND (1974) und CAPRONA 2 (1977) von Kevin Connor bekannt wurde. Weitere Kino-Rollen hatte der sympathische Kalifornier u.a. an der Seite von James Stewart in Andrew V. McLaglens Western DER MANN VOM GROSSEN FLUSS (1965), in der starbesetzten Actionkomödie HIGHWAY 2 (1980) und im turbulenten Western-Spaß MAVERICK (1994) - letzerer Gastauftritt sollte Doug McClure´s Abschiedsvorstellung werden: er starb am 05.02.1995 im Alter von 59 Jahren. Seinen weiblichen Gegenpart gibt Ann Turkel (DEEP SPACE, 1988, von Fred Olen Ray) als energische Wissenschaftlerin Dr. Drake.
- Roger Corman war in den 90ern vornehmlich damit beschäftigt, flaue Remakes früherer Erfolge zu produzieren: Nach PIRANHA; NOT OF THIS EARTH und WASP WOMAN entstand 1996 die Wiederverfilmung HUMANOIDS FROM THE DEEP (passend mit Robert Carradine, Emma Samms und Clint Howard besetzt), die 1997 auch auf dem Fantasy Filmfest aufgeführt wurde.
- Zwei Künstler wurden durch Cormans Talentschmiede inzwischen zu Stars: Cutter Mark Goldblatt (LAST BOY SCOUT; PREDATOR 2) und Komponist James Horner, der für Corman auch den Score zu SADOR - HERRSCHER IM WELTALL schrieb und heute zu den am meist beschäftigsten Soundtrack-Komponisten zählt (u.a. STAR TREK 2 & 3; TITANIC; ALIENS; BRAVEHART; APOLLO 13 usw.). Auch aus dem zu dieser Zeit jungen Rob Bottin, der hier die Spezialeffekte lieferte, wurde was (DAS DING, 1982).
- „... unappetitliches Filmchen...“ (FILMBEOBACHTER)
- „(...) Es gibt nur die Aneinanderreihung recht und schlecht inszenierter Effekte und die sichtbare Anstrengung, den Horror nicht unter die Reizschwelle fallen zu lassen.“ (FILMKRITIK)
- „Schleimig, eklig, fies: ein Muß für Trash-Fans.“ (TV SPIELFILM)
- „Lächerlich: nicht Fisch, nicht Fleisch.“ (TV MOVIE)
- „Die Kritiker geiferten über das wüste Machwerk, das sich nicht nur bei DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS, sondern auch bei ALIEN bediente. Dabei ist diese wüste Monster-Attacke zum Thema Umweltzerstörung ein Hochgenuß für Trash-Fans.“ (TV HIGHLIGHTS)
- „Der reichlich abgedroschenen Story zum Trotz gelingt es Barbara Peeters, ihr Werk überraschend unterhaltsam und abwechslungsreich zu inszenieren.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)
- -„...spaßiges Monster-Kino im Stile der 50er Jahre: trashig-unterhaltsam in Szene gesetzt und mit einem gewissen Grad an Geschmacklosigkeit versehen.“ ( Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)-
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Geschrieben von: am 03-02-2008 14:05