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C A B I N F E V E R „...das ist aber nicht christlich...“ USA 2002 / O: „Cabin Fever“ / Prod.: Black Sky entertainment; Deer Path Films; Down Home Entertainment; Tonic Fims LLC / FSK: k.A. / Laufzeit: 92 Min. (Kino)
Regie + Story: Eli Roth / Musik: Angelo Badalamenti, Nathan Barr / Kamera: Scott Kevan / Schnitt: Ryan Folsey / Ausf. Prod.: Susan Jackson / Prod.: Evan Astrowsky, Sam Froelich, Lauren Moews, Eli Roth / Buch: Eli Roth, Randy Pearlstein / SFX: Robert Kurtzman, Gregory Nicotero, Howard Berger & KNB EFX Group Darsteller: Rider Strong (Paul), Jordan Ladd (Karen), James DeBello (Bert), Cerina Vincent (Marcy), Joey Kern (Jeff), Giuseppe Andrews (Deputy Winston), Arie Verveen (The Hermit), Robert Harris (Cadwell), Hal Courtney (Tommy), Matthew Helms (Dennis), Richard Boone (Fenster), Tim Parati (Andy), Richard Fullerton (Sheriff), Eli Roth [als David Kaufbird] (Justin, aka Grim) sowie Phil Fox, Dante Walker, Jeff Rendell, Brandon Johnson, Gabriel Roth, Adam J. Roth, Evan Astrowsky u.a. Seit BLAIR WITCH PROJECT, Marcus Nispel’s TEXAS CHAINSAW MASSACRE-Remake und Rob Schmidt’s WRONG TURN (beide von 2003) sind sie wieder in: die Backwood-Streifen, die vor allem in den 70ern ihre Blütezeit hatten. Neben den üblichen Gurken ist es schön zu wissen, daß mit CABIN FEVER ein hundsgemeines Ding von Film daher kommt, der das Genre freilich nicht neu erfindet, aber es zumindest um eine intelligente, erfrischende Variante bereichert. Schon der Vorspann beginnt auf eine subtile, beunruhigende Weise, die sagen will: Irgend etwas ist im Wald... Mit vielen Vorschusslorbeeren, Auszeichnungen und einem großen Lob von Peter Jackson bedacht, fängt CABIN FEVER wie zig andere „Geh nicht in den Wald!“-Filme an. Fünf Teenager, Urlaub im Wald, ein Joint hier, Gefummel da. Und dann dieser blutüberströmte Fremde, der plötzlich an der Tür steht, um Hilfe bettelt und das ganze Übel unter unseren fünf Freunden auslöst. Und dann verläuft CABIN FEVER auf einmal in eine andere Richtung, denn hier kommt der Horror nicht von außen, sondern von innen... Keine Kannibalen, keine Axt schwingenden Psychopathen und keine gewaltbereiten Hinterwäldler – diesmal ist es ein heimtückischer Virus, der die Haut regelrecht auffrisst. Und gerade in Zeiten von AIDS und SARS hinterläßt die hinterhältige Virus-Attacke ein doch recht zermürbendes Gefühl; unseren fünf Freunden geht’s bestimmt so. Das David Lynch (wenn auch nur im Hintergrund) seine Finger mit im Spiel hatte, merkt man nicht nur an dessen langjährigen Komponisten Angelo Badalamenti, der drei Score-Stücke beisteuerte, sondern auch an einigen exzentrischen Nebenfiguren, die im Nachbarort von TWIN PEAKS zu Hause sein könnten. Da wären etwa eine cholerische Bäuerin, die in einem Anfall rasender Wut ein Schwein auseinander nimmt (ihre gesamten Stalltiere sind infiziert), ein debiler Vater mit seinem beißwütigen Sohn und ein greiser, nur scheinbar rassistischer Verkäufer. Doch menschliche Abgründe lauern bekanntlich da, wo man sie nicht sieht und so wird die Erstinfizierte einfach in einem Holzverschlag ausgesperrt. Basta, weg mit ihr! Lynch selbst bemerkte offenbar zu spät, daß dies doch nicht die Art von Film ist, mit dem er in Verbindung gebracht werden möchte und zog seinen Titel als Co-Producer wieder zurück. Schade auch, daß Eli Roth, der mit HOSTEL kräftig nachlegte, in seinem ansonsten gelungenen Regiedebüt auf den üblichen platten Teenie-Klamauk nicht ganz verzichten konnte, einige seiner Gags wirken doch ein bisschen zu aufdringlich. Im großen und ganzen überwiegt jedoch ein abgrundtief makabrer Humor, der fast noch härter wirkt als die blutigen Splattereffekte, in denen reichhaltig Blut gespuckt, gekotzt und breit gespritzt wird. So gibt es z. B. zum Thema Schönheitswahn die passende und sehr, sehr gründliche Beinrasur. Für Filmfreaks inclusive einiger Insidergags, beispielsweise auf DONNIE DARKO (irgendwo wurde jemand in einem großen Hasenkostüm gesichtet), BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE (Roth konnte nicht ganz auf gewaltbereite Hinterwäldler verzichten) und Romero’s NIGHT OF THE LIVING DEAD (1968), der in der obligatorischen Schlusspointe zitiert wird. Horror, der im doppelten Sinne unter die Haut geht. - „Obwohl Roth bereits in den Genuß kam, mit Altmeister David Lynch zusammen arbeiten zu dürfen, spiegelt sich dies in CABIN FEVER kaum wieder. Allein die Szene mit dem unvermittelt auftauchendem Obdachlosen in David Lynch’s MULHOLLAND DRIVE ist weitaus furchterregender als alle Szenen in CABIN FEVER.“ (DVD KULT 03/04)
- „Bemerkenswertes Regiedebüt, dessen eklige Spezialeffekte im wahrsten Sinne unter die Haut gehen.“ (Alex Attimonelli, CINEMA 08/04)
- „Wer die Erwartungen nicht allzu hochschraubt, wird bei CABIN FEVER jedenfalls besser unterhalten als mit der x-ten SCREAM-Variante.“ (MOVIESTAR, 05/2004)
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Roth go Home
Geschrieben von: Ruuth am 08-04-2008 08:10
Der Mann überschätzt sich selbst am meisten!
Siehe HOSTEL! C.F. kann man schon mal anschauen,
aber sicher kein Film, der haften bleibt.