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IRRGARTEN DES SCHRECKENS Ein junger Psychiater darf nur Arzt in einer Klinik werden, wenn er unter den wahnsinnigen Patienten den ehemaligen Anstaltsleiter herausfindet. Britischer Episoden-Horror, u.a. mit Peter Cushing & Herbert Lom als verrückte Forscher und Britt Ekland & Charlotte Rampling als Schizophrene
GB 1972 / O: „Asylum“ / AT: „House of the Crazies”; „House on the Strand” / Prod.: Amicus / FSK: ab 16 / Laufzeit: 74 Min.
Regie: Roy Ward Baker / Musik: Douglas Gamley / Kamera: Denys Coop / Schnitt: Peter Tanner / Ausf. Prod.: Gustave M. Berne / Prod.: Max J. Rosenberg, Milton Subotzky / Buch: Robert Bloch F R O Z E N F E A R mit Barbara Parkins (Bonnie), Richard Todd (Walter), Sylvia Sims (Ruth) h T H E W E I R D T A I L O R mit Peter Cushing (Smith), Barry Morse (Bruno), Ann Firbank (Anna), John Franklyn-Robbins (Stebbins) h L U C Y C O M E S T O S T A Y mit Britt Ekland (Lucy), Charlotte Rampling (Barbara), James Villiers (George), Megs Jenkins (Miss Higgins) h M A N N K I N S O F H O R R O R mit Herbert Lom (Byron), Patrick Magee (Dr. Rutherford), Robert Powell (Dr. Martin), Geoffray Bayldon (Max) sowie Sylvia Marriott, Daniel Jones, Frank Forsyth, Tony Wall
Der junge Psychiater Dr. Martin (Robert Powell) folgt einem Bewerbungsschreiben, um die Nachfolge von Dr. Starr (?) als Leiter einer Klinik für Geisteskranke anzutreten. Doch stattdessen empfängt ihn ein gewisser Dr. Rutherford (Patrick Magee, UHRWERK ORANGE), der ihm eröffnet, daß Dr. Starr inzwischen selbst Patient der Klinik ist! Martin soll den Posten des Anstaltsleiters nur dann bekommen, wenn er unter den Insassen den ehemaligen Chef herausfindet: Hinter der ersten Tür sitzt eine junge Frau (Barbara Parkins), die sich Bonnie nennt. Ihr Geliebter Walter (Richard Todd) zerhackstückelte seine eigene Frau und versteckte die Überreste, schön verpackt in der Gefriertruhe, im Keller. Doch ihre Körperteile entwickelten ein mörderisches Eigenleben... Der zweite Patient ist ein gewisser Bruno (Barry Morse, MONDBASIS ALPHA), der vorgibt, schon immer Schneider gewesen zu sein. Um seine Miete bezahlen zu können, nahm er das Angebot des mysteriösen Mr. Smith (Peter Cushing wie wir ihn kennen) an. Er sollte für ihn einen Anzug schneidern, exakt nach seinen Anweisungen und mit einem seltsamen Stoff, den Smith selbst mit gebracht hat. Dieses Kleidungsstück soll seinen toten Sohn ins Leben zurück holen... Als nächstes erzählt die schizophrene Lucy (Britt Ekland, DER MANN MIT DEM GOLDENEN COLT) ihre Geschichte, in der ihre zweite, böse Hälfte Barbara (Charlotte Rampling; ZARDOZ) auch vor Mord nicht zurückschreckt... Und als letztes ist ein eifriger Wissenschaftler namens Byron (Herbert Lom, DEAD ZONE) dran, der Spielzeugpuppen erfand, die für ihn töten sollen – und zwar Dr. Rutherford...Der Wahnsinn hat Methode – so könnte man diesen vorbildlichen, britischen Anthologiefilm umschreiben, denn hier erzählen PSYCHO-Autor Robert Bloch und der versierte Gruselspezialist Roy Ward Baker (DAS GRÜNE BLUT DER DÄMONEN) Geschichten, die zum Wahnsinn führen. Obwohl die einzelnen Storys inhaltlich unterschiedlicher nicht sein können, gehen sie mit der Rahmenhandlung eine perfekte Symbiose ein, ohne sie als primitiven Aufhänger für blanke Effekthaschereien zu missbrauchen. Und so sollte ein guter Episodenfilm sein! In Zeiten der billigen Computereffekte und unsäglich dummen Teenie-Horrorfilmchen bietet ASYLUM gepflegt-britischen Grusel par excellenze. Schon allein die verlassenen Gänge des schlossähnlichen Anwesens, in dem die Irrenanstalt in der Abgeschiedenheit eines nebligen Waldstücks untergebracht ist, sorgen für eine atmosphärische Kulisse. Und die Macher bewiesen noch viel mehr Feingefühl und Gespür für wohliges Schauern: So werden die einzelnen Momente des Wahnsinns in den Figuren mit Hilfe von Kamera, Licht und Musik noch eingehender beleuchtet. Wenn Peter Cushing mit starrem Blick in seiner Paraderolle als besessener Wissenschaftler auftaucht, wird es tatsächlich dunkel ... ein Reisender, der urplötzlich aus dem Reich der Finsternis tritt, wobei Erinnerungen an seine Glanzauftritte in DIE TODESKARTEN DES DR. SCHRECK und natürlich FRANKENSTEIN wach werden. Und Herbert Lom ist offensichtlich in diesem Haus der Irren auf der Flucht vor Inspektor Closeau gelandet, denn hier ist er ganz und gar verrückt geworden.
- Unter seinem Originaltitel ASYLUM veröffentlicht das beliebte Label e-m-s in der Reihe "Der phantastische Film" (als Nummer 4) den Streifen am 27. März 2008 ungekürzt auch hier in Deutschland auf DVD
- „Etwas antiquiert wirkender Horrorfilm...“ (HÖLLE AUF ERDEN)
- „Geistreich-Grusel in guter alter Briten-Manier.“ (TV SPIELFILM)
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