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Monster Man
USA
2003 / O: „Monster Man“ / Prod.: Dream Entertainment, Lionsgate Films /
Laufzeit: ca. 92 Min. / FSK: keine Jugendfreigabe
Regie
+ Buch: Michael Davis / Musik: John Coda / Kamera: Matthew
Irving / Schnitt: Kevin D. Ross / Ausf. Prod.: Peter Block /
Prod.: Ehud Bleiberg, Yitzhak Ginsberg, Larry Rattner, Susan
R. Rogers / Make-up-Effekte: Ken Niederbaumer
Darsteller:
Eric Jungman (Adam), Justin Urich (Harley), Aimee Brooks
(Sarah), Joe Goodrich (Bruder Fred), Michael Bailey-Smith (Bruder
Bob / Monster Man), Robert R. Shafer (Deputy Dang) u.a.
Die launige, trashige Mischung aus JOYRIDE und JEEPERS
CREEPERS war ein Publikumsrenner auf dem Fantasy Filmfest 2003: Der schüchterne
Adam (Eric Jungman) begibt sich mit seinem Wagen zur Hochzeit seiner ewigen
Jugendliebe, und ausgerechnet dort will er ihre Gefühle offenbaren. Das Kumpel
Harley (Justin Ulrich) ihn auf seiner Reise begleitet paßt ihm freilich
überhaupt nicht, doch soll er das kleinere Übel bleiben: Ein Monster Truck mit
monstermäßigen Rädern terrorisiert die Beiden, und am Steuer sitzt der Monster
Man, der hilflosen Passanten allzu gerne diverse Gliedmaßen und Körperteile
platt walzt. Flatsch!Klatsch!Matsch! macht das Ganze. Unterwegs gabeln Adam und
Harley die hübsche Tramperin Sarah (Aimee Brooks) auf, die den beiden mächtig
den Kopf verdreht. Kann der Monster Man auch! Auf der Flucht vor ihm landen sie
ausgerechnet in seine Hütte, wo schon jemand wartet... Als Parodie auf die
ganzen Backwood-Streifen, in denen Teenie-Plagen von obskuren Hinterwäldlern in
die Mangel genommen werden, funktioniert MONSTER MAN nur bedingt, da Regisseur
und Autor Michael Davis genau jenen Versatzstücken zum Opfer fällt, die er zu
parodieren glaubt. Die erste Hälfte ist ein Teenager-Roadmovie, welches leider
zu oft mit den üblichen Blödeleien und insbesondere Justin Ulrich als leicht
korpulentes Plappermaul nervt. In der zweiten Hälfte geht's dann blutig, derb
und manchmal auch vulgär (ganz im Sinne von American Pie & Konsorten) zur
Sache, wobei nicht alle der zahlreichen Gore-Effekte 100%ig überzeugen können. "Höhepunkte"
sind der Prolog, eine nächtliche Szene, in welcher der Monster Man einem armen
Spaziergänger zuerst die Beine und dann den Kopf regelrecht zu Matsch platt
walzt und das herrlich durchgedrehte Finale, in dem alles seine haarsträubende
Auflösung findet. Und zwischendurch fährt immer mal wieder eine schwarze,
unheilvolle Limousine durch's Bild, die nicht zufällig an den Leichenwagen des
Tall Man's aus DAS BÖSE erinnert. Fazit: Guter Durchschnitt. Die Verleih-DVD von Kinowelt bietet als Extras den üblichen Standard: dt. &
engl. Trailer, ein 20minütiges Making Of (ohne UT), das einen kleinen Einblick
in die kleine Produktion gewährt, ein Gag-Reel-Featurette mit den üblichen
Versprechern (ebenfalls ohne UT) und ein wirklich witziger, animierter Trailer,
der wie eine Storyboard-Zeichnung daher kommt und als schräger Kurzfilm weitaus
besser funktioniert als der eigentliche Hauptfilm. Des weiteren kann die DVD
mit einem wirklich kraftvollen Bild und knallbunten, aber dennoch natürlich
wirkenden Farben punkten.
- „Beginnt wie ein Roadmovie im
Teenie-Slashergewand, driftet dann aber recht schnell in die trashige Ecke ab.
Die – sehr blutigen – Effekte liegen zwischen solide und lachhaft schlecht.“
(DVD VISION 04/2004)
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Kein Monster Man II
Geschrieben von: webmaster am 26-05-2008 19:25