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Tobe
Hooper’s L
I V I N G N I G H T M A R E
„Die Freuden des Fickens genießen
alle.“ (Robert Englund als Marquis de Sade)
USA 1993 /
O: „Tobe Hooper’s Living Nightmare“ / AT: „I Am Your Nightmare“; „Night
Terrors“; „Nightmare“; „Tobe Hooper’s Nightmare“ / Prod.: Global Pictures /
Laufzeit cut: 82 Min.; uncut: 94 Min. / FSK: ab 18
Regie: Tobe Hooper / Musik: Dov
Seltzer / Kamera: Amnon Soloman / Schnitt: Alain Jakubowicz /
Ausf. Prod.: Yoram Globus, Christopher Pearce / Prod.: Harry
Alan Towers / Buch: Daniel
Matmor, Ron Globus
Darsteller:
Robert Englund (Marquis de Sade / Paul Chevalier), Zoe Trilling
(Eugenie Matteson), Chandra West (Beth), William Finley (Dr.
Matteson), Alona Kimhi (Sabina), Juliano Merr (Mahmoud), Niv
Cohen (Chuck), Zachi Noy (Chuck’s Vater), Daniel Matmor
(Priester) sowie Irit Sheleg u.a.
Unglückliches,
billiges Horrorfilmchen und ohne Zweifel der mieseste Streifen vom
Kettensägen-Pionier Tobe Hooper, dem ganz abscheuliche Alpträume geplagt haben mußten
(vielleicht die Angst vor einem leeren Bankkonto) ... – den filmischen Ausguss
dazu erleben wir breitgewalzt auf über 90 unerträglich langweilige Minuten:
Eugenie Matterson (Zoe Trilling) ist im ägyptischen Alexandria angekommen um
ihren Vater (William Finley), einem Archäologen, bei seiner Arbeit zu besuchen.
Schon bald gerät sie in die Fänge der geheimnisvollen, bisexuellen Sabina, die
sie, entgegen den Warnungen ihres Vaters, in einen Sado-Maso-Club einführt.
Dort gerät sie in den Bann des durchgeknallten Adelsgeschlechts Paul Chevalier
(Voll daneben: Robert Englund), der sich für die Reinkarnation von Marquis de
Sade hält. Orgien aus Sex, Mord und Folter bestimmen sein exzessives Leben, das
Leben einer Psychopathen-Tunte. Was
soll man wohl von einem Film erwarten, in dem sogar „Eis am Stiel“-Fettsack
Zachi Noy ungestraft in einer (Gott sei Dank nur sehr kleinen) Nebenrolle herum
hopsen darf? Hooper will mit allerlei mittelalterlichen Barbareien schocken,
doch das einzig barbarische ist der Unterhaltungswert dieses wirren,
stümperhaften Machwerks, das bestenfalls als abschreckendes Beispiel für den
Niedergang einer an sich schon turbulenten Regie-Karriere dienlich ist. Will
heißen: Wieder einer, der nicht zwischen Kunst, Kommerz und Scheiße unterscheiden
konnte. Hierzu fällt einem wahrlich nichts mehr ein, vielleicht noch der
schlechteste Horrorfilm, der jemals in Ägypten gedreht wurde. Somit konnte es
für Tobe Hooper und Robert Englund und der schrägen Stephen-King-Verfilmung THE
MANGLER (1995) nur aufwärts gehen. Ach ja, Robert Englund ... – der ist ohne
sein Freddy-Krueger-Make-up wieder mal nur zum dümmlichen Grimassieren fähig,
bleibt aber im Gegensatz zu seinen beknackten Mitstreitern der Charismatischste:
die schwuchteligen Szenen, in der er als eingesperrter Marquis de Sade in
seinem Gedankenmüll schwelgt, sind an Peinlichkeit kaum zu überbieten.
- „Kaum
mehr als eine stumpfsinnige Folter- und Sex-Klamotte steckt hinter dem
lieblosen Streifen, dessen Horror im Ansatz stecken bleibt. Tobe Hoopers
Abstieg scheint damit endgültig besiegelt zu sein.“ (Frank Trebbin, DIE
ANGST SITZT NEBEN DIR)
- „Tobe
Hooper bedient die gängigen Schemata von Erotik, Exotik, Horror und Gewalt
in einer infamen Mischung.“ (FISCHER FILM ALMANACH 1994)
- „...unversehens
wird aus dem Ausflug in die orientalische Erotik ein handfester Splatter-Film
mit abgetrennten Köpfen, zerstochenen Augäpfeln und anderen Deftigkeiten –
denn das Morgen – ist ein Schauermärchenland, und die Neigung zu
vorehelichem Sex wird im Horrorfilm bestraft.“ (Harald Keller, SCHRÄG, SCHRILL,
SCHARF UND SCHUNDIG)
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