Schlechter Geschmack: Die Welt ist zu schlecht für gute Filme
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Grauen auf Black Torment, das

 

DAS GRAUEN AUF BLACK TORMENT

„Die Produzenten haben eine strengste Regel aufgestellt und werden dieselbe erzwingen, gemäß welcher gar niemand das gar bedrohliche und dramatische Ende darf preisgeben. Sie haben auch verordnet, daß jedwede Person, so dieses Ende preisgibt, von der SCHWARZEN PLAGE erfasst werden...“

 Horrorfilm (GB 1964) / O: „Black Torment“ / AT: „Die schwarze Plage“ / Prod.: Shepperton Film Studios / Laufzeit: 81 Min. / FSK: k.A. 

Regie: Robert Hartfort-DavisMusik: Robert Richards / Kamera: Peter Newbrook / Schnitt: Alaistair McIntyre / Prod.: Michael Klinger, Tony Tenser  Buch: Donald & Derek Ford

Darsteller: John Turner (Sir Richard Fordyke), Heather Sears (Lady Elizabeth Fordyke), Ann Lynn (Diane), Peter Arne (Seymor), Norman Bird (Harris), Raymond Huntley (Col. Wentworth), Annette Whitheley (Mary) sowie Francis de Wolff, Joseph Tomelky, Patrick Troughton, Roger Croucher, Charles Houston

 
 

Fünf Jahre nach dem Tod seiner Frau kehrt Sir Richard Fordyke frisch verliebt zu seinem früheren Familienbesitz zurück, um zum zweiten Mal zu heiraten. Von Seiten der ansässigen Dorfbevölkerung erntet er jedoch nur feindliche Gefühle, halten sie ihn doch für den irren Mörder eines vor kurzem grausam umgebrachten Mädchens. Vergewaltigung, Hexerei und Mord wird ihm vorgeworfen, die Beweise sprechen immer mehr gegen ihn. Solch dreiste Anschuldigungen macht auch das härteste Adelsgeschlecht nicht mit, woraufhin Sir Richard fluchend und jähzornig durch’s Schloß rennt. Schließlich sucht auch noch seine tote Frau ihn in nächtlichen Wahnvorstellungen heim - ist er etwa komplett verrückt geworden?

Anfangs glaubt man wirklich an einen spukigen Gruselthriller aus englischen Landen, die einigermaßen gelungene Einleitung und einige stimmungsvolle Bilder aus Englands Wäldern lassen diese Vermutung zu. Leider vertieft sich der Schinken so sehr in seine verquerte, öde Familiengeschichte, so das schon bald Langeweile aufkommt. Die Auflösung ist demnach auch weniger im Phantastischen zu suchen, als vielmehr in einer handfesten Familientragödie, in der es um Liebe, Tod, Haß, Wahnsinn und Rache geht... Eine frühe Form der Seifenoper auf Englands Schlössern sozusagen, mit allem was dazu gehört: Herz und Schmerz, Kitsch und Intrigen - inclusive einer der damals so angesagten Fechtszenen, die zum Abschluss (als Höhepunkt sozusagen) das heile Familienidyll wieder ins rechte Licht rücken soll.
Wenn man sich nach Betrachten des Films das Vorwort noch einmal in Erinnerung ruft, bleibt der eine oder andere Schmunzler garantiert nicht aus... 
  •  Auf das Konto von Regisseur Robert Hartford-Davis gehen außerdem der Mad-Sciencist-Horror DIE BESTIE MIT DEM SKALPELL (1967, mit Peter Cushing ... wem sonst?); der drogenrauschähnliche Okkult-Thriller BLOODSUCKERS (1970, mit Patrick MacNee und abermals Cushing), den er unter dem Pseudonym Michael Burrowes inszenierte, und der frühe Slasher THE FIEND (1971).

 

  •  „Für Regisseur Hartfort-Davis beginnt hiermit der Niedergang seiner Karriere, noch bevor sie überhaupt angefangen hat.“ (HÖLLE AUF ERDEN)


 

Kommentar(e)
Gääähn !
Geschrieben von Dennis am 2006-08-05 12:10:17
Dieses Schmuckstück hab ich noch auf VHS, und ich weiss gar nich, warum... Die ersten Minuten sind ja noch ganz interessant und ansehnlich, aber dann macht sich nur noch gähnende Langeweile breit... Billige und langweilige Effekte, schlechte Schauspieler-Leistungen runden das ganze ab. Und das Vorwort des Films klingt nach dem Betrachten wirklich wie ein schlechter Witz.

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