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FLUCHT INS 23. JAHRHUNDERT
USA
1976 / O: „Logan’s Run“ / Prod.: MGM / Länge: 113 Min. / FSK: ab 12
Regie:
Michael Anderson / Musik: Jerry Goldsmith / Kamera: Ernest
Laszlo / Schnitt: Bob Wyman / Produzent: Saul David / Buch: David
Zelag Goodman nach dem Roman „Logan’s Run“ von William F. Nolan und George
Clayton Johnson / Spezialeffekte: L. B. Abbott
Darsteller:
Michael York (Logan), Richard Jordan (Francis), Jenny Agutter
(Jessica), Peter Ustinov (der alte Mann), Roscoe Lee Browne
(BOX), Farrah Fawcett-Majors (Holly), Michael Anderson jr. (Doc),
Randolph Roberts (2. Sancturianer), Lara Lindsay (Läuferin) sowie
David Westberg, Bill Couch, Gary Morgan, Michelle Stacy
u.a.
Das 23. Jahrhundert: Die restlichen Menschen haben die
dauernden Kriege, Überbevölkerungen und Umweltzerstörungen überlebt – unter von
der Außenwelt abgeschlossenen Kuppeln, die eine riesige Großstadt in sich
verbergen. Dort hat man alle bisherigen Probleme beseitigt und lebt fröhlich
und ausgelassen dahin, während Maschinen die Arbeit erledigen und diese
künstliche Welt von einem Computergehirn überwacht wird. Und es paßt ganz genau
auf, daß keiner der Bewohner seinen 30. Geburtstag erlebt. „Für den, der geht, wird einer
geboren“ hat man ihnen eingetrichtert und so nehmen sie in halber Ekstase und
voller Begeisterung teil am Ritual der „Erneuerung“, welches die Wiedergeburt
einläutet. In einer Arena stürzen sich diejenigen, deren Zeit abgelaufen ist,
ins „Karussell“, nichts ahnend, daß sie dort liquidiert werden... Eine Oase der
Jugend, die zum Sterben verurteilt ist. In dieser Welt lebt Logan (Michael York),
ein Sandmann. Einer, der die Läufer jagt, aufsässige Rebellen, die sich
weigern, am Ritual der „Erneuerung“ teilzunehmen. Zusammen mit seinem Partner
Francis (Richard Jordan) hat er die Aufgabe, die Läufer aufzuspüren, dem
„Karussell“ zu übergeben oder gegebenenfalls zu eliminieren. Da erhält Logan vom
Zentralcomputer einen Geheimauftrag: die angebliche Zuflucht der Läufer
ausfindig zumachen, dort, wo sie glauben, in Freiheit alt werden zu können. Als
er das Mädchen Jessica (Jenny Agutter) kennen und lieben lernt und immer mehr
an diesem System zu zweifeln beginnt, vergisst er seinen Auftrag und wird
selbst zum Läufer – verfolgt von seinem Ex-Partner Francis. Auf ihrer Flucht IM
(Nicht INS!!!) 23. Jahrhundert landen sie in einer riesigen Tiefkühltruhe,
bewacht von dem Roboter BOX, der alle, die bis zu ihm gelangt sind, eingefroren
hat – „...wie den Fisch und das Plankton und die Algen“. Logan kann den Roboter
überwältigen und zusammen mit Jessica begibt er sich weiter auf die Suche nach
der Zuflucht. Beide sind die ersten, welche die Kuppelwelt verlassen. Sie
erleben Bäume, Seen, Berge und die Sonne ... und etwas, was sie noch nie in
ihrem Leben gesehen haben: einen alten Mann (Peter Ustinov)... Auch wenn Regisseur Michael
Anderson Action in Form von Verfolgungsjagden und Schießereien den
interessante(re)n Aspekten des totalitären Systems und dem Ignorieren des
Alterns vor zog, bietet LOGAN’S RUN „echte“ Science-Fiction-Unterhaltung von
der ersten bis zur letzten Minute.
- Die Romanvorlage war den Produzenten wohl doch
etwas zu radikal, obwohl sie gut in die Dark Future-Visionen der 70er
Jahre hinein gepasst hätte (wie z.B. DER OMEGA-MANN oder JAHR 2022 ... DIE
ÜBERLEBEN WOLLEN): Dort haben die in der Überzahl befindlichen
Jugendlichen die Macht über die überbevölkerte Erde genommen und die
Menschen bereits mit 21 Jahren zum „freiwilligen Selbstmord“ gezwungen.
- Manche der Spezialeffekte wirken heutzutage
sicherlich etwas überholt, doch besitzen sie eine Schönheit, die vom
gegenwärtigen Computer-Brimborium nur selten erreicht wird. In Erinnerung
dürften z. B. die Kuppelwelt und Michael York’s Verhör bleiben. Absolut
realistisch ist bis heute das zugewucherte Washington geblieben und so gab
es 1976 einen verdienten Oscar für die Effekte. LOGAN’ RUN ist auch der
erste Film, in dem Hologramme eingesetzt wurden und für den eine der
größten Modellstädte der Filmgeschichte gebaut wurden.
- Neun Millionen Dollar kostete LOGAN’S RUN, nur
etwas weniger wie KRIEG DER STERNE und auch wenn Michael Andersons
Verfilmung nicht ganz die Erwartungen erfüllte und so bahnbrechend wie
George Lucas Weltraummärchen war, erwies er sich doch als Kinohit.
- Von Regisseur Michael Anderson stammen u.a. auch
die 1955 gedrehte Verfilmung von 1984, die mit David Niven, Shirley
MacLaine, Marlene Dietrich u.v.a. starbesetzte, spaßig-unterhaltsame
Jules-Verne-Verfilmung IN 80 TAGEN UM DIE WELT (1956), ORCA – DER KILLERWAL
(1977) und das Zeitreise-Abenteuer MILLENIUM (1989, mit Kris
Kristofferson). Sein Sohn, Michael Anderson jr., ist als Schönheitschirurg
zu sehen, einer, der diesen jungen Menschen mit seinen Laserskalpellen
kurz und schmerzlos ein noch jüngeres Gesicht verpasst. Als dessen
Schwestern-Hilfe, blond und nicht allzu helle, gibt’s sich übrigens Farrah
Fawcett die Ehre, die als Jill Munroe, eine der DREI ENGEL FÜR CHARLIE
ZUR, Krimiserien-Legende wurde.
- Die Welt ist ein Dorf: Michael Anderson ist der Stiefvater der
Schauspielerin Laurie Holden, die vor allem in AKTE X als Mulder’s
verräterische und hinterhältige Informantin Marita Covarrubias (der
Nachfolgerin des getöteten Mr. X) bekannt wurde.
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Leider weiß kaum einer etwas
Geschrieben von: Jürgen am 15-03-2007 18:13
es gibt eine andere anfangssequenz, die es im internet gibt.
einige handlungswichtige gespräche in der babystation
gespräche in der halle vor dem carousel
es fehlen effekte vom carousel selber, lief nur einmal beim wunschfilm der woche auf dem CDF
einige andere keline talks wurden geschnitten
der drug store wurde ebenfalls geschnitten der bereich wo mann und frau sich einen partner nimmt um im liebeschacht zu verschwinden ( nicht die szene wo logan und jessica da druchpreschen )
die lebeszene als logan und jessica sich lieben während box eine eiskulptur von ihnen fertigt.
einige talks fehlen an etlichen stellen, dann wo die zwei zurück in ie stat gehenund von einem sandmann durch die arcade gejagt werden.... usw.... leider bekommen wir wohl nie die ungeschnittene version zu sehen :(