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SHOCKER
USA 1989 / O: "Shocker" / Prod.: Alive Films / Laufzeit: 89 Min. /
FSK: ab 18
Regie+Buch:
Wes Craven / Musik: William Goldstein / Kamera: Jaques Haitkin / Schnitt: Andy Blumenthal / Ausf. Prod.: Wes Craven & Shep Gordon / Prod.: Marianne Maddalena & Barim Kumar
Darsteller: Mitch Pileggi (Horace Pinker), Michael Murphy (Lt. Dan Parker), Peter Berg (Jonathan Parker), Cami Cooper (Allison), Richard Brooks (Rhino), Ted Raimi (Pac Man), Sam Scarber (Cooper), Dr. Thimothy Leary (TV-Priester), Heather Langenkamp (Victim) sowie Vincent
Guastaferro, John Tesh, Bingham Ray, Virginia Morris, Emily Samuel, Christopher
Kriesa, Holly Kaplan, Wes Craven, Jessica Craven, Jonathan Craven
Eine
amerikanische Stadt wird von einer grausigen Mordserie heimgesucht, gleich
mehrere Familien wurden von einem bestialischen Killer regelrecht ausgelöscht.
Eines Nachts träumt der junge und naive Jonathan (Peter Berg) wie auch seine
Familie getötet wird. Am darauffolgenden Tag muß Jonathan feststellen, daß sein
bizarrer Alptraum entsetzliche Realität geworden ist. Die Mordserie reißt nicht
ab, auch seine Freundin Allison (Cami Cooper) wird brutal umgebracht. Die Spur
führt zum Fernsehtechniker Horace Pinker (Mitch Pileggi), ein irrer Schlitzer,
der wenig später mit einem garstigen Fluch auf den Lippen, auf dem elektrischen
Stuhl hingerichtet wird. Damit geht das Grauen erst richtig los... Bei SHOCKER kann man sich nicht des Eindrucks
erwehren, daß Kultregisseur Wes Craven (SCREAM 1-3) versuchen wollte mit der
(durchaus originellen) Figur des Horace Pinker einen Serienbösewicht á la
Freddy Krueger aus der Taufe zu heben. Überhaupt gibt es hier viele Motive, die
vor allem aus Craven´s Klassiker NIGHTMARE ON ELM STREET (1984) hinlänglich
bekannt sind, so wurde z.B. das altbewährte Thema „Teenies und ihre Träume“
dort weitaus intensiver abgehandelt. Trotzdem zeigt Craven eindrucksvoll, daß
er mit zu den Größen des Horrorgenres zählt: Die erste Stunde ist eher
konventioneller (aber gut gemachter) Horror-Mainstream, in dem Massenmörder
Horace Pinker munter drauf los meuchelt. Da gibt’s harte Schockmomente, krude
Horrorszenen und allerlei grausige Mordtaten, das Ganze inszenierte Craven
trotz einiger Klischees ungemein spannend und packend. Doch in der letzten
halben Stunde kratzt er überraschend die Kurve: Nachdem Pinker hingerichtet
wurde, treibt er nun in verschiedenen Körpern und zum Schluß sogar im Stromnetz
sein Unwesen. Die Jagd zwischen ihm und Jonathan endet schließlich mitten im
Fernsehen. Was dann folgt, ist ein wildes, verrücktes, virtuos montiertes
Zapping durch die TV-Landschaft, wo sie durch Kanäle hetzen, sich in Filme
beamen, Talkshows und Nachrichtensendungen durcheinander bringen und
Musikvideos auf den Kopf stellen. Dieses furiose Finale zählt mit Sicherheit
zum originellsten, was das Genre Ende der 80er mit hervor gebracht hat.
- Wer Mitch
Pileggi bisher als seriösen und streng autoritären Vorgesetzen von Mulder
und Scully aus AKTE X kennt, wird ihn als psychopathischen Massenkiller kaum
wieder erkennen. Pileggi übernahm auch in Wes
Craven´s gefloppten VAMPIRE IN BROOKLYN (1995) eine hübsche Gastrolle. In
Nebenrollen und Cameos ebenfalls dabei: Ted
Raimi (ARMEE DER FINSTERNIS; DARKMAN), Heather
Langenkamp (aus den NIGHTMARE ON ELM STREET-Teilen 1, 3 und 7) sowie
LSD-Guru Timothy Leary als
TV-Priester (!).
- Peter Berg trat von 1995-99 als Dr. Kronk in CHICAGO
HOPE den Dienst an, weitere Rollen hatte er z.B. in COP LAND (1997) und COLLATERAL
(2004). Als Regisseur inszenierte er u.a. die schwarze Komödie VERY BAD THINGS
(1998) mit Christian Slater und Cameron Diaz
- „Der Film beginnt krude und grell wie jeder
Horrorfilm dieser Splatter-Spezies mit Blutbädern, einem Serienkiller,
Geschrei, Schocks, Grusel- und Gewalteffekten. Aber es gibt mehr: Humor und
Ironie, Motive von Poe und Cocteau bis zu Kult-Klassikern des Genres und im
Finale einen virtuosen Video-Clinch mit Kameras, Stromkreisen und komplizierten
Stromkreisen. (...) Die letzte halbe Stunde macht den Film sehenswert.“ (Wolf
Donner, TIP)
- „Wes Craven inszenierte ein aufwendiges
Hightech-Spektakel über den psychopathischen Horace Pinker zwar mit technisch
guten F/X, dennoch relativ blutleer und ohne zwingende Härte.“ (Andreas
Bertler, HÖLLE AUF ERDEN)
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