Schlechter Geschmack: Die Welt ist zu schlecht für gute Filme
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I Am Omega

I AM OMEGA

 
The Last Man Alive Must Battle a Planet of the Dead.” (Werbezeile) 

   

USA 2007 / O: „I Am Omega“ / Prod.: The Asylum / Laufzeit: 87 min. / FSK: ab 16

 

Regie: Griff Furst / Musik: David Raiklen / Kamera: Alexander Yellen / Schnitt: Danny Maldonado / Ausf. Prod.: David Rimawi / Prod.: David Michael Latt / Buch: Geoff Meed 

 

Darsteller: Mark Dacascos (Renchard), Geoff Meed (Vincent), Jennifer Lee Wiggins (Brianna), Ryan Lloyd (Mike) sowie Joshua William Schlegel, Gregory Paul Smith, Matthew Bolton u.a.

 

Zeitgleich als Will Smith in I AM LEGEND den Endzeitkampf als letzter Mensch auf Erden antrat, schmiss die mittlerweile berüchtigte Billigfilm-Firma The Asylum ihr hastig produziertes Gegenstück auf den DVD-Markt, bei der die Ausgangsbasis von Richard Mathesons weltberühmtem Roman auf das primitivste heruntergeschraubt wurde. 

 

Hier ist Klopperheini Mark Dacascos der eigenbrötlerische Einzelgänger, der nichts weiter zu tun hat, als mit Pumpgun, geballten Fäusten und grimmigem Blick die Mutantenhackfressen niederzumähen, die hinter Ecken und Hecken lauern. Nebenbei muss er noch das von diesen grunzenden Anspring-Zombies bewohnte L. A. verminen, um es am Ende in die Luft fliegen zu lassen, eine Uschi befreien, die sich hysterisch auf dem Messenger seines Laptops zu Wort meldet, und einen irren Ex-Soldaten bekämpfen. Viel mehr  hat dieses schlampig produzierte Low-Budget-Vehikel nicht zu bieten. So machen sich schnell Ermüdungserscheinungen breit, die wenigstens durch gelegentlich unfreiwillig komische Momente abgemildert werden. Etwa wenn Dacascos ein paar Gefühlsausbrüche zum Besten geben darf und die drohende Virus-Infektion, nachdem er fauchende Zombie-Gestalten aus nächster Nähe abknallte und deren Blut ihm in die Fresse spritzte, einfach mit einem griffbereiten Lösungsmittel wegwäscht. Soviel noch einmal zur grenzenlosen Inkompetenz von Seiten des Regisseurs und Drehbuchautors, die einen klassischen Sci-Fi-Stoff so gut bzw. schlecht, wie es nur geht, verhunzt haben. 

 

Man hat ihn direkt vor Augen, diesen Jungspund-Regisseur Griff Furst, wie er sich noch vor dem Einsetzen des morgendlichen Berufsverkehrs an die Kreuzungen stellte, um ein paar möglichst authentisch aussehende Wackelkamera-Impressionen eines menschenleeren Los Angeles einzufangen. Oder wartete er doch einfach nur ab, bis die Ampeln auf „Rot“ zeigten? So sehr interessieren einem die Geheimnisse dieser schier unerschöpflichen Kreativität nun doch wieder nicht. Immerhin darf Autor Geoff Meed (ein Name, den man sich nicht merken muss und hier nur zur Strafe genannt wird) noch sein Talent als wahnwitzige Knatter-Charge entfalten, wenn er sich mit Dacascos auf dem Schrottplatz gegenseitig die Fresse poliert. Da gehört dieser Mist auch hin!

 

  • Griff Furst ist der Sohn von Stephen Furst, in BABYLON 5 als Vir Cotto, dem Assistenten von Centauri-Botschafter Londo Molari, zu sehen. 
  • „…ist nichts weiter als ein billiger, schlecht produzierter und grottenlangweiliger Haufen Müll.“ (Kai Jorzig, DEADLINE 02/2008)

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