Schlechter Geschmack: Die Welt ist zu schlecht für gute Filme
Home arrow Von Alien bis Zombie 16.05.2008
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Rache der Zombies

RACHE DER ZOMBIES

F 1986 / O: „La Revanche des Mortes Vivantes“ / AT: „Rückkehr der lebenden Toten“ (alter dt. VHS-Titel), „Rache der lebenden Toten“, „The Revenge of the Living Dead Girls“, „The Revenge of the Living Dead“; „The Living Dead“ / Prod.: Samourai Films 

Regie: Pierre B. Reinhard [als Peter B. Harsone] / Musik: Christopher Ried / Kamera: Henry Froger / Buch: John King, Dialoge: Philip Berger 

Darsteller: Veronik Catanzaro, Kathryn Charly, Silvie Novak, Anthea Wyler, Laurence Mercier, Patrick Guillemin, Gabor Rassov, Christina Schmidt, Cornelia Wilms u.a.

                                                                                                                       

 

Zu diesem Film, der vormals als RÜCKKEHR DER LEBENDEN TOTEN durch die hinteren Videotheken-Regale geisterte und von den Trash-Spezialisten von cmv-Laservision wieder entstaubt wurde, wollte ich nur diesen einen Satz sagen, mit dem ich anmerken wollte, dass genau da, wo man dachte, in Sachen „schlechte Zombiefilme“ schon alles gesehen zu haben, überraschenderweise nicht aus Italien, dem Ursprungsland aller schlechten Zombiefilme (wo passenderweise in einer schauerlichen Wahlkampf-Zeremonie der Oberzombie Silvio Berlusconi, dank Face-Lifting zu Silvio Plastelini mutiert, aus der Gruft des Vergessens wieder auferstanden ist), sondern aus dem benachbarten Frankreich dieses obskure, mit haarsträubenden Sex-Einlagen versehene Splatterkonstrukt daherkommt, in dem ein korrupter Chemiefabrikant von seiner hinterhältigen Sekretärin erpresst wird, die noch dazu den teuflisch-gemeinen Plan ausheckte, drei Dorf-Nutten mit vergifteter Milch ins Jenseits zu befördern, damit es so aussieht, als wären sie an den miesen Arbeitsbedingungen in der örtlichen Chemiebude verreckt, wobei diese, kaum das sie unter der Erde liegen, nach der eben nicht fachgerechten Entsorgung von chemiekalischen Abfällen, die folgerichtig auf dem Friedhof entsorgt wurden, wie ein paar aufgescheuchte Hühner als maskierte Faschingszombies durch die Botanik huschen, mit der Absicht, einer Frau die Schuhabsätze in die Augenhöhlen zu stanzen, dem Umweltverpester den Schwanz abzureißen und den oben erwähnten Chemiebudenbesitzer im Pool ersaufen zu lassen, was wiederum dazu führt, dass nicht die Polizei, sondern eine gewisse Ingrid Schwarz vom deutschen Mutterkonzern im Auftrag vom Oberboss in Frankfurt/Main, auf dessen Schreibtisch mutterseelenallein ein Deutschlandfähnchen platziert wurde, damit wir auch wissen, das wir uns auch wirklich in Deutschland befinden, die Ermittlungen führt, mit der Folge, das dieser schundige, von lausigen Akteuren vorgetragene Exploitation-Schenkelklopfer, der, als ob das alles nicht schon genug wäre, mit einer perversen Zombie-Lesbennummer, in der eine Frau mit einer abgehackten Hand masturbiert, und einer unappetitlichen Frühgeburt garniert wurde, eine echt überraschende Wendung nimmt, verbunden mit der Absicht, die billigen Zombiemasken (es sind tatsächlich welche) rechtfertigen zu wollen, was aber nur zu der Erkenntnis führt, dass die Verantwortlichen, die sich das alles ausgedacht haben, ganz offensichtlich selbst hirntot sind. 

Das wollte ich nur mal gesagt haben.

  • „Schwacher Zombiefilm. Besonderen Ansatzpunkt zur Kritik findet man bei dem verfahrenen und unlogischen Drehbuch.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN) 

  • „Wüstes, sehr spekulatives Wirrwarr. Welches durchaus aus der Feder eines Irren entsprungen sein könnte. Der zugrunde liegende Kriminalstoff wird durch einige lustlose Effekte des modernen Horror-Kinos ergänzt.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

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