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Absence of Light, the
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THE ABSENCE OF LIGHT

USA 2004 / O: „The Absence of Light“ / Laufzeit: 76 Min. / FSK: ab 18 

Regie, Drehbuch, Schnitt, Kamera, Produktion: Patrick Desmond / Musik: Andy Halter, Richard Conant, Todd Skeie 

Darsteller: Tom Savini (The Higher Power), David Hess (Whiplash), Michael Berryman (The Seer), Caroline Munro (Abbey Church), Tony Todd (The Alchemist), Kevin Van Hentenryck (Jenkins), Rick Scarry (Senator Criswell), Richard Conant (Puritan), Eric Thornsberry (Sultan), Tom Sullivan (Corrigan) sowie Jerry Gatewood, Linda Orick, Robyn Griggs u.a.

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: man sollte Patrick Desmond seinen eigenen blöden Film, den er verzapft hat, so lange um die Ohren hauen, bis er reumütig verspricht, sich nie wieder auch nur im Entferntesten in die Nähe einer Kamera zu begeben. In erster Linie, weil es ihm gelang, zahlreiche Horror-Größen vor der Kamera zu versammeln und sie so gut bzw. schlecht wie nur möglich zu verheizen. Tom Savini (DAWN OF THE DEAD; FROM DUSK TILL DAWN), Michael Berryman (CUT AND RUN; THE DEVIL’S REJECTS), Tony Todd (CANDYMAN; WISHMASTER; FINAL DESTINATION), David Hess (THE LAST HOUSE ON THE LEFT; DAS DING AUS DEM SUMPF), Kevin Van Hentenryck (BASKET CASE), Caroline Munro (MANIAC; DER 6. KONTINET) – hört sich gut an, sieht aber scheiße aus. 

Im Laufe ihrer Karrieren haben sie sich ja schon in so manch obskure Billigproduktion verirrt, doch wie sie in die Hände von Patrick Desmond, diese filmende Eintags-Scheißhausfliege, geraten konnten… bleibt einfach nur schleierhaft. Waren es Gefälligkeitsauftritte? Hat er ihnen auf Horror-Conventions was ins Glas gekippt? Hatten sie das Geld so nötig, um ihre Haushaltskasse aufzufüllen? Und wenn ja: welches Geld?  THE ABSENCE OF LIGHT sieht so aus, als hätte er gar nichts gekostet – mal abgesehen von den Nerven der Zuschauer, die in Anbetracht der Besetzungsliste auf diesen Bockmist hereingefallen sind und aufgrund des Dargebotenen Mühe haben, die Äuglein aufzuhalten. Es ist die Mühe nicht wert. Entweder man wird den Film, trotz seiner kurzen Laufzeit von 76 Minuten, nicht zu Ende sehen wollen oder man fängt an, sich nebenbei irgendwie zu beschäftigen. Bügeln und Abwaschen kann manchmal auch ganz aufregend sein. THE ABSENCE OF LIGHT gehört zum Miesesten, was mir jemals untergekommen ist; ein Film, der zusammen mit seinem kongenialen Macher in allen Belangen gründlich gescheitert ist. Was aber auch kein Wunder ist, wenn mal wieder ein übergeschnappter Pfuscher in seinem Größenwahn alles alleine machen musste, aber dabei auf allen Gebieten so kläglich wie es nur geht versagte, weil ihm dabei ein wichtiges Kriterium fehlte: Talent! Das kann in der Filmbranche manchmal durchaus von Nutzen sein.

Low Budget, Independent, Underground, Trash, B-Movie, C-Movie, Z-Movie – das alles hört sich doch ganz gut an, aber schlecht ist manchmal einfach nur schlecht. In diesem Fall sogar sauschlecht. 

Bis hier hin hab ich nur geschimpft, ohne dass der Leser dieser Zeilen weiß, worum es hier geht. Es ist nicht wichtig. Einen Storyverlauf hier an dieser Stelle wiederzugeben, ist gar nicht so einfach, da ich mir Desmonds Armutszeugnis nicht durchweg, also nur mit Unterbrechung, ansehen konnte. Und dann bin ich auch noch zwei Mal eingeschlafen. Man flüchtet sich da regelrecht hinein, wenn die Fernbedienung außer Reichweite liegt. In solchen Momenten wünscht man sich Kinder. 

In einem düsteren Los Angeles korrumpiert ein Senator namens Criswell, der kurz vor den Wahlen steht, aber aufgrund seiner ganzen Affären und Skandalen diesbezüglich mächtig Bammel hat. Also wendet er sich an eine ganz spezielle Sicherheitsfirma und engagiert die zwei Agenten Puritin und Sultan, die all die Probleme beseitigen, die für den Herrn Senator gefährlich werden könnten. Tom Savini und David Hess treten hierbei als Schurken auf, die die Kontrolle über ein wahnsinnig wichtiges Experiment, aus dem „Super-Soldaten“ hervorgehen sollen, zu erlangen versuchen. Keifende Vampir-Girls und allerbilligst getrickste CGI-Kreaturen tauchen auch noch auf. Gegen Ende wurde Tony Todd kurz im Arztkittel gesichtet. Michael Berryman sitzt in seinen drei, vier spärlichen Auftritten in irgendwelchen Hotel-Hinterzimmern herum, womit die Gerüchte, dass Desmond die Stars auf diversen Conventions zwischen Autogrammstunde und Kaffeepause direkt vor Ort zu einem Dreh überreden konnte, durchaus der Wahrheit entsprechen. Die erlesenen Locations sprechen jedenfalls dafür. 

Trotz der Besetzung mit diversen Genre-Größen tritt der Horror nur in der einfältigen, dilettantischen Machart auf – dort aber mächtig gewaltig. Das nennt man dann filmischer Horror. Vom Genre her ist das eher ein Thriller, aber einer der ödesten und langweiligsten; angereichert mit peinlichen CGI-Effekten (man achte auf die Explosionen!) und blutig-billigen Pseudo-Splatter-Morden. Das ganze wird serviert in einer absolut unerträglichen Home-Video-Billigoptik mit null Atmosphäre, dafür aber mit Pornofilm-Ästhetik und dem lahmen Charakter einer talentfreien Amateurproduktion. Jeder 16jährige Rotzer bekommt mit Papis Camcorder bessere Bilder hin. Die erbärmliche Grotten-Synchro passt sich dem unterirdischen Niveau adäquat an. 

  • Tom Savini:  

        MANIAC (1980; Make-Up-Effekte, Darsteller)

        TEXAS CHAINSAW MASSACRE 2 (1986; Make-Up-Effekte)

        CHILDREN OF THE LIVING DEAD (2001; Darsteller, Stunts) 

  • Michael Berryman:

        THE HILLS HAVE EYES (1977)

        MUTRONICS (1991)

        STARFIRE (1992)    

   

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