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Dentist II, the
 

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THE DENTIST II

„Ich kann es. Ich bin Zahnarzt. Ich bin der beste auf der Welt!“ (Dr. Alan Feinstone)

USA 1998 / O: „The Dentist II“ / AT: „The Dentist II – Zahnarzt des Schreckens“ / Prod.: Trimark Pictures / Laufzeit: 94 Min. / FSK: ab 18 

Regie: Brian Yuzna / Musik: Alan Howarth / Kamera: Jürgen Baum / Schnitt: Christopher D. Roth / Associate Producer: Corbin Bernsen / Ausf. Prod.: Pierre David, Noel A. Zanitsch, Bruce David Eisen / Prod.: Mark Amin / Buch: Richard Dana Smith / FX: Anthony C. Ferrante 

Darsteller: Corbin Bernsen (Dr. Alan Feinstone / Dr. Lawrence Caine), Jillian McWhirter (Jamie Devers), Linda Hoffman (Brooke), Clint Howard (Mr. Toothache), Jeff  Doucette (Jeremy Wilkes), Susanne Wright (Bev Trotter), Jim Antonio (Doc Burns), Lee Dawson (Robbie Mauro), Wendy Robie (Bernice), Ralph Martin (Det. Jenkins), Judy Nazemetz (Margaret) sowie Aura Wise, Mary Coleston, Rende Rae Norman u.a.

Zwei Jahr nach seinem Amoklauf als durchgeknallter Zahnarzt meldet sich Corbin Bernsen (DARK COLONY) erneut an der blutbefleckten Weißkittel-Front zurück. Da die Kritiker voll des Lobes über seine Darstellung des verrückten Dr. Feinstone waren und sich THE DENTIST, zumindest finanziell gesehen, in seiner Liga als durchaus achtbarer Erfolg entpuppte, war er nicht abgeneigt, ein zweites Mal in die Rolle des ausgeklinkten Zahnarztes zu schlüpfen. 

Teil zwei fängt da an, wo der erste aufhörte: Dr. Feinstone, dieses Pedant in Sachen Ordnung und Sauberkeit, sitzt, nachdem er seiner untreuen Ehefrau (Linda Hoffman) kurzerhand die Zunge abgeschnitten hat, in der Klapse. Mittels einer in der Wade eingenähten Klinge, mit der er seine Psychotherapeutin kurzerhand außer Gefecht setzt (Häftlingspatienten tragen so was immer am Mann, musst Du verstehen) gelingt ihm die Flucht. Feinstone nistet sich in einem verschlafenem Provinznest ein, wo er die marode Zahnarztpraxis eines pfuschenden Kollegen, den er um die Ecke bringt, übernimmt. Unter neuem Namen (Dr. Caine) läuft die Sache auch eine Zeit lang gut; ja, er findet sogar eine neue Flamme: die Bankangestellte Jamie (Jillian McWhirter). Dummerweise kommt es immer wieder zu gewissen „Entgleisungen“, vor allem dann, wenn Dr. Feinstone Dr. Caine in bizarren Albträumen heimsucht. Die Sache gerät vollends ins wanken, als er seine Angebetete in den Armen eines unerwünschten Nebenbuhlers (Lee Dawson) wiederfindet. Und auch seine Ex ist hinter ihm her… 

Hätte man es doch beim Teil belassen. Gerade hier wird Brian Yuzna’s Niedergang zum unmotivierten B-Movie-Filmer deutlich. Vom wilden Einfallsreichtum seiner früheren Splatter-Kultfilme wie SOCIETY, BRIDE OF RE-ANIMATOR, RETURN OF THE LIVING DEAD III und H. P. LOVECRAFT’S NECRONOMICON ist hier nicht mehr viel übrig geblieben. Ein Trend, der sich mit seiner in Spanien gegründeten und inzwischen wieder geschlossenen Fantastic Factory teilweise fortsetzen sollte (siehe FAUST – LOVE OF THE DAMNED). Monoton und eher schleppend spult er die Ereignisse ab, die nur durch diverse Ausraster von Corbin Bernsen in seiner Paraderolle als Psycho-Zahnarzt etwas Leben bekommen. Es scheint, als hätte man auch Yuzna die Zähne gezogen, denn hier mangelt es ihm einfach an Biss. Der Film hat seine Momente, aber insgesamt betrachtet ist er einfach zu langatmig. Schuld daran ist auch das schrecklich einfallslose Skript von Richard Dana Smith, das in puncto Charakterzeichnung und Inhalt gegenüber dem Vorgänger so gut wie gar nichts Neues zu bieten hat. So ist es auch kein Wunder, dass Smith fortan nur noch unbedeutende TV-Krimis schreiben sollte. 

Nur gelegentlich erwacht THE DENTIST II aus seiner schläfrigen Monotonie, etwa wenn Gaststar Clint Howard als Neugier’s Karle eine Betäubungsspritze ins Trommelfell gerammt bekommt oder Caine/Feinstone den Zahnarztstuhl als Folterinstrument einsetzt, um damit eine lästige Uschi, die ihm auf die Schliche gekommen ist, auszuschalten. Doch das ist hier einfach zu wenig, zumal hier noch weniger als im Vorgänger auf die natürliche Angst vor dem Zahnarzt eingegangen wird. 

  • Die glanzlose Jillian McWhirter (DEE SNIDER’S STRANGELAND, 1998), war im selben Jahr auch in Yuzna’s Invasions-Flop PROGENY zu sehen, Jeff Doucette (THE MANGLER 2, PARASOMNIA) spielt den örtlichen, leichtgläubigen Bank-Chef.  

  •  Weitere bislang besprochene Filme mit Clint Howard:

TÖDLICHE VISIONEN (1990)

SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT V – THE TOYMAKER (1991)

CARNOSAURUS (1992)

FIST OF THE NORTH STAR (1994)

HALLOWEEN (2007) 

  • Weitere bislang besprochene Filme von Brian Yuzna: 

RE-ANIMATOR (1985; Produzent)

FROM BEYOND (1986; Produzent, Adaption)

MUTRONICS (1991, Produzent)

SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT V – THE TOYMAKER (1991; Produzent, Buch)

THE DENTIST (1996; Regie, Darsteller)

FAUST – LOVE OF THE DAMNED (2001; Regie, Produzent)

ARACHNID (2001, Produzent)

ROMASANTA – IM SCHATTEN DES WERWOLFS (2004; Produzent) 

  • „Wer den ersten THE DENTIST mochte, kommt auch beim zweiten voll auf seine Kosten. Er ist sogar noch comichafter und abgefahrener als der Erste.“ (MOVIESTAR) 

  • „…der BRIDE OF RE-ANIMATOR-Regisseur hat sich auf seine alten Gore-Qualitäten besonnen und eine Sequel gedreht, das so krank, blutig und pervers ist, dass man den nächsten Zahnarztbesuch für immer canceln will.“ (FANTASY FILMFEST-Programmkatalog) 

  • „Regisseur Yuzna weiß dem Sequel keine neuen Aspekte hinzuzufügen (was auch für die blutigen aber schon in Teil 1 gesehenen Make-up-Effekte gilt) und spult einen langweiligen Slasher herunter, der jeden Anhänger des geisteskranken Zahnarztes vergrault.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN) 

  • „Degoutante Splatter-Satire – was immer das auch sein mag.“ (HEYNE FILMJAHRBUCH 2000)

   

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