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FORTRESS 2
USA / Luxemburg 1999 / O: „Fortess 2 – Re-Entry“ / Laufzeit. 88 Min. / FSK: ab 16 Regie: Geoff Murphy / Musik: Christopher Franke / Kamera: Hiro Narita / Schnitt: James R. Symons / Prod.: John Flock / Ausf. Prod.: Romain Schroeder, Tom Reeve / Buch: John Flock & Peter Doyle / Story: Steven Feinberg & Troy Neighbors Darsteller: Christopher Lambert (John Brennick), Pam Grier (Susan Mendenhall), Patrick Malahide (Peter Teller), Liz May Brice (Elena Rivera), Anthony C. Hall (Marcus Jackson), Willie Garson (Stanley Nussbaum), Yuji Okumoto (Sato), Nick Brimble (Max), Beth Toussaint (Karen Brennick), Jody Scott (Dr. Nora) sowie Fredric Lane, David Roberson, Aidan Rea, Paul De Bourcy, Bruce McEwen, Stephen Shivers, John Flock u.a.
1992 inszenierte Stuart Gordon den futuristischen Action-Thriller FORTRESS, in dem auf der übervölkerten Erde Kinderkriegen praktisch verboten ist. John Brennick (Christopher Lambert) und seine Frau Karen konnten das Fickeln nicht sein lassen und mußten zur Strafe in die „Festung“, einem Hochsicherheits-Gefängnis unter der Erde, dirigiert von einem Sadist namens Poe! Am Ende gelang ihnen doch die Flucht und die schwangere Karen bekam ihr Kind. Einige Jahre später ist die Fortsetzung anzusiedeln, in dem der gesuchte Brennick es sich mit seiner Family versteckt und irgendwo im Wald gemütlich gemacht hat. Doch Gesetz bleibt Gesetz und er wird wieder geschnappt und in den Knast gesteckt. Der einzige grobe Unterschied zum Vorgänger kommt nun: Die „Festung“ liegt diesmal im Weltraum. Aha, welch ein dramaturgischer, cleverer Trick. Auch FORTRESS 2 will hoch hinaus, nur die sichere Landung, die wird verfehlt. Statt dessen geht’s ins bodenlos schlechte und dieser unlogische, überflüssige Fortsetzungs-Quatsch erweist sich mit seinen durchsichtigen Computereffekten, Klischees und flachen Figuren als ein tiefer Griff ins Banalitäten-Depot des Genre-Films. Hier gibt‘s nicht viel neues: Sadistische Gefängniswärter, spartanische Bunkerzellen, Häftlingsrevolte, sprücheklopfende Witzbolde, Big-Brother-Überwachungswahn – so, als ob es nie andere Science-fiction-Filme gab. Und auch hier sitzt der Gefängnisboß bequem in seinem Luxusappartement und treibt dort so seine Spielchen. Dazwischen schleicht Blaxplotation-Legende Pam Grier (JACKIE BROWN; MARS ATTACKS!) als verwöhnte Firmenzicke durch die Korridorattrappen. Qualitätsmäßig ist FORTRESS 2 auf dem Niveau von WING COMMANDER einzuordnen – also unter aller Sau.
- Dem Neuseeländer Geoff Murphy gelang mit seinem packenden Endzeitthriller QUIET EARTH (1985) ein Achtungserfolg. Dann kam der Ruf aus Hollywood, wo er u.a. das konfuse Zeitreise-Abenteuer FREEJACK (1991) inszenierte. Tja, und jetzt das hier...
Willie Garson spielte von 1996-99 Henry Coffield in NYPD BLUE und hatte kleine Rollen in BEING JOHN MALKOVICH (1999), MARS ATTACKS! und THE ROCK (beide 1996). Nick Brimble war im deutschen Spukhaus-Grusel SEVEN DAYS TO LIVE und im Okkult-Thriller THE CALLING (beide 2000) mit dabei; Yuji Okumoto sah man in den beiden Albert-Pyun-Filmen BRAIN SMASHER und NEMESIS (beide von 1993) sowie in Mini-Auftritten u.a. in CONTACT; THE GAME (beide 1997); THE TRUMAN SHOW (1998) und im Kriegsepos PEARL HABOR (2001). Beth Toussaint, die in der STAR TREK – TNG-Folge „Die Rettungsmission“ als Tasha Yar’s Schwester zu sehen war, übernimmt die Rolle von Loryn Locklin und taucht am Anfang kurz als Brennick’s Frau auf.
- „Armer Christopher Lambert, nach den diversen HIGHLANDER-Nachbeben nun auch noch ein öder Aufguß eines ohnehin schon rachistischen Originals.“ (HEYNE FILMJAHRBUCH 2001)
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