Prodotti e trattamenti cosmetici
filme | a | b | c | d | e | f | g | h | i | j | k | l | m | n | o | p | q | r | s | t | u | v | w | x | y | z | 0-9
You are in: Home arrow Filme arrow C 
Cyborg
 

Views : 962

Veröffentlicht in : Filme, C


C Y B O R G

USA 1989 / O: „Cyborg“ / AT: „Cyborg - Die ultimative Antwort des Kämpfers“ / Prod.: Cannon Films / Laufzeit: 82 Min. (uncut) / FSK: SPIO/JK 

Regie: Albert Pyun / Musik: Kevin Bassinson, Jim Saad, Tony Riparetti / Kamera: Phillip Alan Waters / Prod.: Menahem Golan & Yoram Globus / Buch: Kitty Chalmers 

Darsteller: Jean-Claude Van Damme (Gibson Rickenbaker), Deborah Richter (Nady Simmons), Vincent Klyn (Fender Tremolo), Alex Daniels (Marshall Strat), Ralf Moeller [als Rolf Muller] (Brick Bardo), Dayle Haddon (Pearl Prophet), Blaise Long (Furman Vux), Haley Peterson (Haley), Terrie Batson (Mary) sowie Jackson “Rock” Pinckney, Janice Graser, Robert Pentz, Sharon T. Kew, Chuck Allen, Jophery C. Brown, Matt McColm u.a.

 

„Eine äußerst fragwürdige Kombination aus niedrigsten Rache- und Allmachtsphantasien mit der „Ästhetik“ abstoßender Gewaltszenen“, urteilte das Lexikon des internationalen Films. Ja, Endzeitfilm-Freaks aufgepasst: Die Welt ist im Eimer, die Hälfte der Menschheit hat eine Seuche dahingerafft, Brutalo-Banden kloppen sich so durch die öde Gegend, während ihr Boss Fender (peinlich: Vincent Klyn als röchelnder Billig-Schurke) die Titel gebende Cyborg-Tussi Pearl Prophet (Dayle Haddon), die die Entwicklung eines Heilmittels ermöglichen könnte, kidnappen lässt. Das ruft die schwitzenden Muskel aus Brüssel auf den Plan: Jean-Claude Van Damme, natürlich mal wieder ohne Plan, dafür aber mit dem ulkigsten Namen seit der Erfindung „Schwarzenegger“: Gibson Rickenbacker! Da hat Drehbuch-Uschi Kitty wirklich ihre ganze Kreativität einfließen lassen, als sie die Namen der Charaktere aus dem Bereich der Musikinstrumente ausborgte. Wie dem auch sei: Mucki-Klopsberg Van Damme schlägt sich als belgischer Export-Schlager durch still gelegte Industrie-Ruinen, die mal wieder als preiswerte Endzeit-Kulissen herhalten mussten, in Richtung Fender, mit dem er noch eine Rechnung offen hat. Kurzum: er ist nicht ganz dicht. Was es da noch zu klären gibt, erfahren wir in abstrusen Flashbacks, in denen Van Damme als säuselnde Pennbacke mit Wischmopp-Perücke aussieht wie ein Verwandter von Vetter Itt aus der Addams-Family. Irgendwann begegnet ihm noch ein gewisser Ralf Moeller, der sich auf dem Weg nach Hollywood verlaufen hat, und gemeinsam hauen sie sich ordentlich ihre hohlen Birnen ein. Yeah, Baby! 

CYBORG ist nach dem TERMINATOR-Vehikel NEMESIS ein weiterer haarsträubender und Zehennägel kräuselnder Ausflug in die Welt der Mensch-Maschine-Mythen des vielfilmenden Exil-Hawaianers Albert Pyun (CYBER WORLD; ULTIMATE CHASE). Das kann dabei heraus kommen, wenn man mal der Assi von Akira Kurosawa war: Da wechseln sich Szenen routinierter Billigfilm-Action ab mit hektischer Schnitt-Technik, Zeitlupen-Einstellungen, Rückblenden und  etlichen Dialogen, in denen über das Ende der Welt diskutiert wird. Albert Pyun ist der Intellektuelle unter den Schund- und Trashfilmern: Selbst bei niedrigstem Budget und allerdümmsten Plot stopft er seine Werke voll mit optisch mehr oder weniger eindrucksvollen Sequenzen und bedeutungsschwangeren Metaphern; das alles soll irgend etwas darstellen, nur was, das wissen weder Pyun noch der Zuschauer, was vielleicht auch besser so ist. Letztendlich ist dieser brutal-blöde, post-apokalyptische Trash-Klopper mit Videotheken-Bonus auch nur eines dieser hohlen Handkantenspektakel, in dem K(r)ampf-Koloss Van Damme mehr seine kämpferischen denn seine mimischen Fähigkeiten demonstrieren darf und sich als ausdrucksloser Kraftmeier durch die Botanik prügelt. Dabei springen ihn immer mal wieder die üblich debilen Bösewicht-Knallchargen, wie man sie aus Endzeit-Schwurblern dieser Art zu Genüge kennt, an; zusammen kloppen sie sich einen, so wie es der geneigte Van-Damme-Fan erwartet. Beim belämmerten „Fleischpiraten“-Anführer Fender zeigt sich zumindest in der deutschen Fassung, dass sämtliche Nichtraucherdebatten für ihn zu spät kamen: er röchelt mit seiner Aschenbecherstimme alle Lungenkrebskandidaten locker in die Ecke. Ein post-apokalyptisches Weibsbild (Deborah Richter, CROSS RIDERS – TEUFELSKERLE AUF HEISSEN MASCHINEN, 1987) taucht auch noch auf und darf so sagenhafte Dialogzeilen wie „Du bist auch nur eine große, laufende Wunde, nicht wahr?“ stammeln. Autsch! 

Eine Szene hat es sogar besonders an sich: Jean-Claude Van Damme wird in der Wüste ans Kreuz genagelt, wobei ihm im Delirium Erinnerungsfetzen in Form von einmontierten Rückblenden vorbeiblitzen und er auf einmal mit einer albernen Faschingsperücke auftaucht. Jesus hatte da sie bessere Frisur. Da hätte man das Ding ansägen und umschmeißen müssen und ihn mit dem Gesicht nach unten so liegen lassen sollen. Das wäre in Anbetracht seiner schauspielerischen Talente auch eine Form der Erlösung gewesen. Und zwar für uns alle. 

·        In CYBORG wurden bereits verwendete Kostüme und Kulissen nebst einiger abgedrehter Szenen verwendet, die von Cannon Films für die damals geplante SPIDERMAN-Verfilmung (!) und der Fortsetzung zu MASTERS OF THE UNIVERSE gedacht waren. Beide Projekte sollten unter der Regie von Albert Pyun entstehen, doch da sowohl Marvel als auch Mattel aufgrund ausgebliebener Zahlungen sich davon verabschiedeten, wurden beide Produktionen gestoppt. Um die bereits getätigten Investitionen nicht vollständig in den Sand zu setzen, entschlossen sich Golan & Globus ein Ding namens CYBORG auf die Filmwelt loszulassen. Was nix nützte: Cannon Films ging trotzdem pleite. 

·         Dennoch musste CYBORG so erfolgreich gewesen sein, dass sich ein Michael Schroeder dazu entschloss, für den reinen Videomarkt zwei überflüssige Fortsetzungen hinterher zu schieben: CYBORG 2 (1993) mit Angelina Jolie und Jack Palance sowie CYBORG 3 (1994) mit Zach Galligan, Richard Lynch und Malcolm McDowell 

·         Der gebürtige Neuseeländer Vincent Klyn gab hier sein Filmdebüt und chargierte sich noch durch diverse andere Albert-Pyun-Filme. Als da wären: BLOODCHAMP (1991, aka BLOODMATCH), KICKBOXER 2 – DER CHAMP KEHRT ZURÜCK (1991), DOLLMAN (1991), NEMESIS (1993), CYBORG WARRIORS (1993, mit Lance Henriksen und Kris Kristoffersen), RAVEN HAWK (1996) und BLAST – DAS ATLANTA-MASSAKER (1997). Die Titel sind Programm. 

·       Im Hinblick auf die vielen unterschiedlichen, grotesk gekürzten Fassungen: Hier ist der ofdb-Link: http://www.ofdb.de/film/31,Cyborg 

  • „Post-apokalyptisches Trash-Movie, das nicht einmal den niedrig angesetzten Standards des Genres gerecht wird.“ (HEYNE FILMLEXIKON)   

  • „KLATSCH! PATSCH! WATSCH! Vor der schäbigen Kulisse Atlantas steigt der Endkampf. Ja, Karate kann mächtig weh tun. Ein Film für Hirnis.“ (Volker Jansen & Ronald M. Hahn, LEXIKON DES SCIENCE-FICTION-FILMS) 

  • „Der feminine Touch durch die Drehbuchautorin Chalmers macht sich dadurch bemerkbar, dass es häufige Versuche gibt, die Muskelspiele und Messerstechereien der Helden mit Empfindsamkeit zu verbinden, so z.B. als Van Damme zurück in sein Trauma fällt oder mit seiner lang vermissten Tochter vereint wird.“ (DIE SCIENCE FICTION FILMENZYKLOPÄDIE) 

  • „Logik und Feingefühl darf man von Kitty Chalmers Drehbuch nicht erwarten, dafür aber Endzeit-Gekicke en masse und ein paar ausgesuchte Brutalitäten.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

  • „Die Zeit zwischen den Kampfszenen überbrückt der Regisseur mit belanglosen und pseudomoralischen Rückblicken. Die Dreharbeiten hatten für Van Damme noch ein unangenehmes (und teueres) Nachspiel: Ein Stuntman, der bei einer Szene das linke Augenlicht verloren hatte, verklagte den Actionstar und gewann. Die Szene ist übrigens im Film enthalten.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN) 


   

Benutzerkommentare  RSS feed Kommentar
 

Durschnittliche Benutzerbewertung

 


Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
Name
E-mail
Titel  
Kommentar
   Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare
  This image contains a scrambled text, it is using a combination of colors, font size, background, angle in order to disallow computer to automate reading. You will have to reproduce it to post on my homepage
Enter what you see:

   
   

Keine Kommentare vorhanden



mXcomment 1.0.8 © 2007-2008 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
< zurück   weiter >

Neue Kritiken