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Fortress - Die Festung
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Veröffentlicht in : Filme, F

F O R T R E S S

 

DIE FESTUNG

USA/AUS 1993 / O: „Fortress“ / Prod.: Davis Entertainment Group / Länge: 86 Min. (dt. Videofassung) / FSK: ab 18

Regie: Stuart Gordon / Musik: Frederic Talgorn / Kamera: David Eggby / Schnitt: Thimothy Wellburn  Ausf. Prod.: Graham Burke, Greg Coote / Prod.: John Davis, John Flock / Buch: Troy Neighboors, Steven Feinberg, David Venable, Terry Curtis Fox / Story: Troy Neighboors, Steven Feinberg

Darsteller: Christopher Lambert (John Brennick), Loryn Locklin (Karen Brennick), Kurtwood Smith (Poe), Jeffrey Combs (D-Day), Lincoln Kilpatrick (Abraham), Tom Towles (Sliggs), Vernon Wells (Maddox), Clifton Gonzales Gonzales [= Clifton Collins, Jr.] (Nino) sowie Alan Zitner, Denni Gordon, Eric Briant Wells, Dragicia Debert, Heidi Stein, Peter Lamb, Troy Hunter, Carolyn Purdy-Gordon (OF, Computerstimme Zed-10) u.a.

Für Stuart Gordon’s erste Großproduktion hagelte es fast ausnahmslos Negativkritiken, was kein Wunder ist bei dieser ausgelullten Thematik: Ein unterirdischer High-Tech-Knast in einem totalitären Überwachungsstaat, befehligt von einem sadistischen Gefängnisdirektor (Kurtwood Smith) – der auch noch Poe heißt! Das Ehepaar John (Christopher Lambert) und Karen Brennick (fade: Loryn Locklin aus Wes Craven’s NIGHT VISIONS) wurde erst eben eingebuchtet, denn die zwei verstießen gegen das Gesetz zur Überbevölkerung, welches besagt, daß jeder Frau nur ein Kind zusteht. Nach dem Verlust ihres ersten Kindes probierten es John und Karen erneut – und wurden verhaftet. Jetzt sind sie wie alle übrigen Gefangenen den Launen von Direktor Poe ausgesetzt, der nicht nur für ein absolutes Traumverbot sorgt, sondern auch mittels einer eingepflanzten Magensonde seinen Untergebenen höllische Schmerzen zufügen kann. Es dauert nicht lange und Poe beginnt sich für Karen zu interessieren. Derweil plant John mit seinen Zellenkumpanen den großen Ausbruch...


Ganze vier Autoren waren an der flachen Geschichte beteiligt, die ohne tiefsinnigere Gedankenspiele so vor sich hinplätschert und wieder mal nur als Aufhänger für jede Menge Action, Effekte und Verfolgungsjagden dient. Zumindest dafür ist dank Gordon reichlich gesorgt, doch kann seine routinierte Regie, letzten Endes auch nur einer dieser Auftragsarbeiten, die vielen Drehbuchschwächen nicht wettmachen. Sozial- und gesellschaftskritische Seitenhiebe treten schnell in den Hintergrund, dafür sprechen Feuerwaffen und Fäuste. Genau genommen ist FORTRESS nicht mehr als ein weiterer SF-Knastfilm á la WEDLOCK (1991), ein in die Zukunft gesetztes LOCK UP mit handlungsüblichen Grausamkeiten, wobei sich der Spielraum oftmals auf Bunkerräume begrenzt. Zu den (wenigen) interessanten Einfällen gehören die ausrangierten Gefangenen, die in seelenlose Roboter verwandelt werden, doch wenn sich Direktor Poe mittels seines High-Tech-Computers in verbotene Träume einloggt und zum Schluß auch noch als Cyborg entpuppt, wird’s einfach nur haarsträubend. Warum und weshalb das alles spielt da keine Rolle mehr, auch was so ein Ding mit einer Frau wie Karen will, die ihn schon mit einem Gläschen Schampus außer Kraft setzten kann. Kurtwood Smith schafft es mit seiner Darstellung diesem Poe trotzdem menschliche Züge zu verleihen und läßt seinen Kontrahenten Lambert ziemlich armselig da stehen. In einer weiteren Rolle glänzt Gordon’s Stammschauspieler Jeffrey Combs als abgewrackter Geistesblitzer mit Hippie-Mähne und John-Lennon-Gedächtnisbrille, der in einer ausschließlich auf Ekel ausgerichteten Szene mittels eines Magneten seinen Zellengenossen die lästige Magensonde nach oben befördert.

  


  • Wie später Jeffrey Combs so schwirrte auch sein Ex-Theaterkollege Kurtwood Smith einige Male durchs STAR TREK-Universum: Er gab den weißbärtigen Föderationspräsidenten in STAR TREK VI (1991), den Cardassianer Thrax in „Things Past“ (DS9 5.8) und den Wissenschaftler Annorax im packenden Voyager-Zweiteiler „Ein Jahr Hölle“ (4.8/4.9) zum Besten. Der am 3.7.1943 geborene und auf Schurken spezialisierte Smith hatte weitere Auftritte u.a. in ROBOCOP (1987), RAMBO III (1988), DER CLUB DER TOTEN DICHTER (1989), ALARMSTUFE ROT II (1995), OPERATION BROKEN ARROW; DIE JURY (beide 1996) und DEEP IMPACT (1998).

  • Tom Towles, der bereits mit Jeffrey Combs in Gordon’s Edgar-Allan-Poe-Verfilmung MEISTER DES GRAUENS (1990) zu sehen war und hier als wenig umgänglicher Zellengenosse auftritt, kollaborierte des öfteren mit John McNaughton, z.B. HENRY – PORTRAIT OF A SERIAL KILLER (1986), ALIENKILLER (1991) und NORMAL LIFE (1996). Weitere Rollen hatte er u.a. in Tom Savini’s Remake NIGHT OF THE LIVING DEAD (1990), THE ROCK (1996), GOD’S ARMY II (1998), William Shatner’s GROOM LAKE (2002) und Rob Zombie’s HOUSE OF 1000 CORPSES (2003). Towles spielte außerdem in der frühen DS9-Folge “Meuterei” (1.18) einen Klingonen, in „Star Trek – Voyager“ hatte er in „Rise“ (3.19) als Dr. Vatm einen Gastauftritt. Vernon Wells, der sich mit Christopher Lambert ordentlich eins auf die Fresse haut, arbeitete mit Stuart Gordon in SPACE TRUCKERS (1996) und KING OF THE ANTS (2003) erneut zusammen.

  • FORTRESS war erst die dritte Filmrolle von Clifton Collins Jr. gewesen, inzwischen ist er gut im Geschäft: in 187 (1997) an der Seite von Samuel L. Jackson, in Joel Schumacher’s Kriegsfilm TIGERLAND; Soderberghs Drogendrama TRAFFIC (beide 2000), DIE LETZTE FESTUNG (2001, wieder ein Knastifilm) und DIE REGELN DES SPIELS (2002). Als Clifton Gonzales Gonzales wirkte er in Stuart Gordons leider unter gegangener Bradbury-Adaption THE WONDERFUL ICE CREAM SUIT (1998) mit. Lincoln Kilpatrick als Poe’s Kammerdiener Abraham war an der Seite von Charlton Heston in zwei der bedeutensten Endzeit-Filme der 70er zu sehen, wenn auch nur in kleinen Rollen: DER OMEGA-MANN (1971) und JAHR 2022 ... DIE ÜBERLEBEN WOLLEN (1973).

  • Die deutsche Fassung ist natürlich geschnitten (um ganze 5 Minuten), es fehlt der komplette Schluß, der als alternative Version zu haben ist. 1999 schob Produzent John Flock eine überflüssige Fortsetzung hinterher (FORTRESS 2),die laut Christopher Lambert noch besser als das Original sein soll. Was für ein Spaßvogel.  

  • „Stuart Gordon hat jedenfalls seit seiner ROBOTJOX-Pleite nichts dazu gelernt, denn sonst hätte er die Finger von FORTRESS – DIE FESTUNG gelassen.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZ NEBEN DIR)

  •  „Was ein schöner futuristischer Thriller hätte sein können, pendelt sich nur allzu schnell auf der Ebene von Stunts, Fäusten und schweren Feuerwaffen ein. Gerade hier hat Stuart Gordon jedoch absolut nichts neues zu bieten.“ (FISCHER FILM ALMANACH 1994)
  • „Ein ehrlicher B-Film, der im Rahmen seiner comicartigen Ansprüche gut funktioniert.“ (DIE SCIENCE FICTION FILMENZYKLOPÄDIE)

  • „Etwas mehr Logik und etwas weniger Brutalität hätte dem rasanten SF-Actionstreifen gut getan.“ (BLICKPUNKT FILM)

  • „Seit RE-ANIMATOR gehört Stuart Gordon zu den Horror-Größen, aber FORTRESS ist nur eine kommerzielle Fingerübung mit viel Action und wenig Ideen, die das Knast-Genre in die nahe Zukunft transferiert.“ (TELEVISION)

  • „Der Film ist technisch versiert gemacht, die futuristischen Bauten sind schön – doch all dies kann nicht verhehlen, daß es sich im Grunde nur um einen weiteren Knastfilm handelt, in dem gute Kerle von einer sadistischen Leitung gequält werden.“ (Ronald M. Hahn & Volker Jansen, LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS)

   

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Geschrieben von: Lousmountain am 22-04-2008 05:17

der Film ansich hatte gute Ideen und jeder hat ihn eigentlich gesehen! Der Film wurde einfach zur falschen Zeit gedreht, der Film versuchte z.B. mit Total Recall mitzuhalten, leider versuchte der Film durch gewalt szenen zu toppen was aber bei Deutschland voll in die Hose ging, Christopher Lampert nahm jede Rolle an, ausser Higlander gab es nur schrott rollen und jeder Produzent experiementierte mit Special Effekts und wollte Geldkosten sparen! Terminator 2 zeigte eine neue Film Technik und schon wurde ein neuer Weg eingeschlagen!

 

kein guter film

Geschrieben von: dome am 15-06-2007 19:17

ich finde diesen film so scheiße 

 

schwachsinn

Geschrieben von: videofreak am 25-10-2006 11:26

Es ist doch schon bewunderswert für was für Schwachsinn sich ein Schauspieler wie Christopher Lampert hergibt.

 

Kommentatoren sind auch manchmal krank

Geschrieben von: dem, mit dem bunten T-Shirt am 14-10-2006 13:41

Ich will auch keine perfekten Filme sehen und habe auch nie behauptet, selbst einen richtigen Film hinzukriegen. Ich denke mal, das kann ich der Welt ersparen. Trotz (gerade wegen) der Negativkritik bleibt der Autor dieser Seite Gordon- und Combs-Fan bis in alle Ewigkeit.  
 
Offensichtlich hat der Kommentator, der sich hier als "der Scheich" ausgibt, selbst was auf die Glocke bekommen.

 

ihr seit doch krank!!!!

Geschrieben von: der scheich am 14-10-2006 11:43

habt ihr ein an der glocke??? 
ihr würdet selber doch nie einen richtigen film hinkriegen :-( 
kein film ist perfekt...........

 

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