Was mich nach der Hessenwahl verwundert und doch nicht wundert: Wo sind sie denn auf einmal hin, diese ganzen jugendlichen Gewalttäter, Asylbetrüger, kriminellen Ausländer, Teenager-Schlägertrupps- und Diebesbanden? Sie waren vorher nicht da und sind es jetzt auch nicht mehr - zumindest im Politik- und Medienzirkus der beiden Oberclowns Koch/Diekmann. Nicht zu vergessen FAZ-Fatzke Frank Schirrmacher, der ja versuchte, der Debatte um Jugendgewalt einen religiösen Touch zu geben, indem er sie zu einem muslimischen Problem (v)erklärte. Was für ein Schmierenkomödiant. Es war doch nur alles heiße Wahlkampf-Luft; was wurde nicht alles geheuchelt, gelogen, gehetzt und gewichst. Nur das Problem dabei ist: das Problem bleibt weiterhin bestehen. Nur es interessiert keinen mehr. Okay, ich möchte nicht polemisch sein, zumindest nicht allzu sehr, denn immerhin hat ja Angela McMerkel, die brandenburgische Landpomeranze, Defizite im Umgang mit Migranten eingeräumt. Was sie nicht einräumte: das sie selbst Defizite hat. Und was sie überhaupt nicht räumte: das ist ihr Posten. Da hockt sie nun drauf wie eine Glucke auf'm Misthaufen und redet nur Unfug. Dabei hat sie ja selbst einen Migrationshintergrund: geboren in Hamburg, aufgewachsen in der Uckermack und nun lebt sie in Deutschland. Angekommen, aber noch nicht da. Nachdem sich die Landtagswahl in Hessen als desaströses Spektakel-Debakel entpuppte, probiert es die Union, in Hinblick auf kommende Wahlen, mal so: die Erhöhung des Kindergeldes. Damit sich Eltern zum Beispiel Blumenkübel und Tiefkühltruhen kaufen können. Der christdemokratische Kader entdeckt seine sozialdemokratische Ader. Diese pulsierende Ader sollten sie endlich, als eine Art Befreiungsschlag, selber durchtrennen. Das wäre dann wirklich mal ein Suizid mit Sinn. |