Prodotti e trattamenti cosmetici
filme | a | b | c | d | e | f | g | h | i | j | k | l | m | n | o | p | q | r | s | t | u | v | w | x | y | z | 0-9
You are in: Home arrow Der wahre Horror arrow Android, der arrow Filme arrow A 
Android, der
 

Views : 1270

Veröffentlicht in : Filme, A

DER ANDROID

 

„Ich bin Erfinder. Ich stelle Industriespielzeug her; Puppen, die gehorchen können und obendrein was leisten.“ (Dr. Daniel)

USA 1982 / O: „Android“ / Prod.: New World Pictures / Laufzeit: 76 Min. / FSK: ab 12

Regie: Aaron Lipstadt / Musik: Don Preston / Kamera: Tim Suhrstedt / Schnitt: Andy Horvitch / Ausf. Prod.: Barry Opper, Rupert Harvey, Roger Corman [ungenannt] / Prod.: Mary Ann Fisher / Buch: Don Opper [als Don Keith Opper], James Reigle / Story: Will Reigle / Special Effects Make Up: John Carl Buechler, Mark Shostrom [ungenannt]

 Darsteller: Don Opper (ungenannt, Max 404), Klaus Kinski (Dr. Daniel), Norbert Weisser (Keller), Brie Howard (Maggie), Crofton Hardester (Mendes), Kendra Kirchner (Cassandra) sowie Randy Connor, Mary Ann Fisher, Julia Gibson, Rachel Talalay u.a.

                                                                                                          

So originell, erfindungsreich und intelligent kann und darf ein B-Movie zur Abwechslung auch mal sein. Es gibt viel mehr Vertreter dieser Art von phantastischer und phantasievoller Unterhaltung – man muss nur mal die Augen aufmachen. DER ANDROID des Corman-Assistenten Aaron Lipstadt ist nur einer davon. 

Es war einmal im Jahre 2036, da lebte auf einer einsamen Raumstation der Android Max 404 mit seinem Erbauer, dem exzentrischen Wissenschaftler Dr. Daniel (perfekt besetzt: Klaus Kinski; CREATURE - DIE DUNKLE MACHT DER FINSTERNIS, DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS), zusammen. Die Zeit im Weltraum verbringt Max mit Videospielen und der Erforschung der Menschheit, speziell darüber wie es denn nun so funktioniert zwischen Mann und Frau. Max hat noch nie eine Frau gesehen. Wie auch. Dr. Daniels Arbeiten über künstliche Lebewesen sind verboten, denn seit einem Aufstand der Roboter fürchtet man sich vor abtrünnigen Androiden, die eben auch nicht vor Anschlägen und Morden an hochrangigen Konzernbossen zurückschreckten. Seitdem heißt es für sie auf der Erde: Betreten verboten! Wenn man etwas weitergeht, kann man fast zu dem Schluss kommen, dass RAF hier für die Roboter Armee Fraktion stehen könnte. 

Der ereignislose All-Tag wird durch den Notruf eines kleinen Schiffes unterbrochen. Mit ihm soll sich Max’ Leben grundlegend ändern. An Bord befinden sich drei entflohene Sträflinge, die mit ihrer gekaperten Fähre auf der Flucht sind und von Max „gerettet“ werden.

Während die Herren der Schöpfung, der brutale Mendes (Crofton Hardester) und der vernünftigere, aber schwächere Keller (Norbert Weisser; CYBER WORLD, ULTIMATE CHASE), ständig miteinander konkurrieren, verliebt sich Max in die Gangsterbraut Maggie (Brie Howard). Es ist seine erste, große Liebe. Dr. Daniel kommt Maggie gerade zur rechten Zeit, denn schließlich brauch er eine weibliche Versuchsperson für seine illegalen Forschungen. Max ist hin- und hergerissen und fürchtet um seine Existenz, da Daniel ihn wegen seines Ungehorsams und Eigensinns ausschalten will, sobald er das Nachfolgemodell aktiviert hat: Cassandra. Genau das macht aber Max versehentlich, als er im Labor Maggie küsst. Die Dinge des Lebens nehmen ihren Lauf… 

„Was wir aus Liebe tun, ist jenseits von Gut und Böse.“

Schon der hübsche Vorspann zeigt uns, in welche Richtung DER ANDROID geht: Zwei Hände bauen zwei kleine, mechanische Puppen zusammen, die, wie durch ein Wunder, zum Leben erwachen. Das Wunder des Lebens. Mit Feingefühl, Witz und Charme behandelt der Film ein Urthema der Science-fiction: Wenn ein Android zum Mensch wird. Eine seiner stärksten und intensivsten Szenen hat dieser wunderbare, kleine, kluge Film, als Max ein Gespräch zwischen Dr. Daniel und der Gangsterbraut Maggie belauscht – und dazu sich Fritz Lang’s METROPOLIS anschaut, während James Brown „It’s A Man’s, Man’s, Man’s World“ singt. Wir sehen Brigitte Helm und wie aus einer Androidin eine Frau entsteht. Gerade bei diesem kunstvoll arrangiertem Zitat zeigt sich, dass hier Leute am Werk waren, die nicht nur mit dem Science-fiction-Genre aufgewachsen sind, sondern sich in diesem Metier auch noch auskennen. Wann kann man das schon mal über einen Science-fiction-Film sagen… 

DER ANDROID kann man zweifelsohne als das Intelligenteste bezeichnen, was Roger Corman’s legendäre Billigfilm-Schmiede New World Pictures in den 80ern hervorgebracht hat. Das bei Corman wie immer sparsam eingesetzte niedrige Budget erweist sich hier als Vorteil: Die Ausstattung ist ebenso spartanisch wie überzeugend, während der Verzicht auf ausufernde Spezialeffekte durch eine ebenso clevere, wie nachdenkliche Handlung wettgemacht wird. Diese weist denn auch einige exploitationhafte Züge auf, die jedoch nie zum Selbstzweck geraten: Gewalt wird eher angedeutet als in aller Ausführlichkeit gezeigt, zudem gibt es einige Aspekte, die auch ein David Cronenberg interessant finden dürfte. Ich sage nur: Sex mit Maschinen.  

Für alle, die dieses Genre mit lärmendem Getöse und überdimensionierten Spezialeffekten gleichsetzen, sei gesagt: Dieser Film ist ein Lehrstück in Sachen Science-fiction. Schon allein Don Opper’s hervorragende Darstellung eines Androiden macht ihn sehenswert.  

 

  • Der ehemalige Filmkritiker Aaron Lipstadt wandte sich später der Fernseharbeit zu und führte u.a. Regie bei MIAMI VICE, ZURÜCK IN DIE VERGANGENHEIT, SURFEACE, LAW & ORDER: NEW YORK, 4400 – DIE RÜCKKEHRER und MEDIUM. 

  • Co-Autor und Hauptdarsteller Don Opper, der ganz uneitel auf eine Nennung im Vor- und Abspann verzichtete (stattdessen lässt man es so stehen, dass Max 404 sich hier selbst spielt), kennt man auch als trotteligen Charlie aus allen vier CRITTERS-Filmen, die ebenfalls sein Bruder Barry Opper (JEEPERS CREEPERS) mitproduzierte. 

  • Wie immer sollte man im Abspann der New World-Produktionen auf diverse Mitarbeiter achten, die hier ihre erste Sporen verdienten und später auf ihre Weise als Regisseure Karriere machten. In diesem Fall: Stephen Herek (CRITTERS; 101 DALMATINER), Rachel Talalay (NIGHTMARE VI: FREDDY’S FINALE) und ein gewisser Jim Cameron. 

  • „Die inhaltlichen Überraschungen zum Schluss des Films zeugen von einer gewissen ironischen Distanz zum Stoff, der ein gewisses Gewaltpotential und einige explizite, aber versteckte Details zum Thema Sex mit Maschinen enthält. Dies hat die FSK aber wohl nicht erkannt, denn der Film ist (schon) ab 12 Jahren freigegeben.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

  • „Low-Budget-Produktion aus dem Hause Corman, in welcher Regiedebütant Lipstadt beweist, dass man auch mit wenig Geld und ohne aufwendige F/X einen ansehnlichen SF-Thriller auf die Beine stellen kann.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN) 

  • „Einer der geistreichsten und unterhaltsamsten Filme des Jahres überhaupt.“ (DIE SCIENCE FICTION FILMENZYKLOPÄDIE) 

  • „Mit einer solchen Idee würde kein Perry-Rhodan-Autor seinen Lesern zu kommen wagen.“ (Ronald M. Hahn & Volker Jansen, LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS) 

   

Benutzerkommentare  RSS feed Kommentar
 

Durschnittliche Benutzerbewertung

 

Angezeigt werden 3 von 3 Kommentar(en)

Sergio Leone und noch vieles mehr

Geschrieben von: Steffen Lampinga am 25-08-2008 12:10

Hallo René, 
 
danke für deine Antwort. Das mit Sergio Leone freut mich. Mein VHS-Band hat deswegen auch sehr gelitten. :-) 
Neben diesem Stück haben die Fibonaccis noch eine Menge anderer toller Lieder in ihrem Repertoire, wie z.B. diese schöne Verunstaltung des "göttlichen" :-) Purple Haze: 
 
http://www.poserspace.com/ movs/purple_haze_big.mov  
 
Viel Spass beim Anschauen und alles Gute, 
 
Steffen

 

"Sergio Leone"

Geschrieben von: Webmaster am 11-08-2008 01:20

Guten Morgen Steffen, 
 
vielen Dank für Deinen Kommentar und den Link zur Homepage. Ich mag das Stück "Sergie Leone" von The Fibonaccis wirklich sehr, hab den Abspann immer wieder zurück gespult, um es zu hören. Das war noch ein Sahnehäubchen auf diesen wirklich bemerkenswerten Film.

 

Doktor der Filmologie

Geschrieben von: Steffen Lampinga am 08-08-2008 01:33

Guten Morgen René, 
 
ich freue mich sehr, daß du diesen kleinen und feinen Streifen in deiner Filmkritik würdigst. Du sprichst mir aus der Seele. Ja, der Film wird dem oftmals negativen B-Movie-Stempel im positiven Sinne gar nicht gerecht. 
Vor allem Don Opper in der Rolle des Max 404 als junge und freundliche Roboter-Kinski-Kopie ist einfach herrlich. Er ist dem jungen Klaus Kinksi fast wie aus dem Gesicht geschnitten. 
 
Apropos, ich weiß nicht, wie es dir nach dem Angucken des Filmes ging. Aber ich habe das schöne Abspannlied "Sergio Leone" von der Gruppe "The Fibonaccis" nicht mehr aus den Ohren bekommen und es endlich nach ein paar Jahren dank IMDB-USER-Kommentar im Netz gefunden. Du kannst es dir so wie alle Lieder der Band auf deren Homepage(http:// www.fibonaccis.com) herunterladen. 
 
Alles Gute und tolle Seite!

 

Angezeigt werden 3 von 3 Kommentar(en)



Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
Name
E-mail
Titel  
Kommentar
   Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare
  This image contains a scrambled text, it is using a combination of colors, font size, background, angle in order to disallow computer to automate reading. You will have to reproduce it to post on my homepage
Enter what you see:

   
   



mXcomment 1.0.8 © 2007-2008 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
< zurück   weiter >

Neue Kritiken

03. September 2008
30. August 2008
29. August 2008
18. August 2008
28. Juni 2008
27. Juni 2008
18. Juni 2008
08. Juni 2008
02. Juni 2008
24. Mai 2008
19. Mai 2008
16. Mai 2008
14. Mai 2008