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Relikt, das
 

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Veröffentlicht in : Filme, R

DAS RELIKT

Museum Der Angst

USA 1996 / O: „The Relic“ / Produktion: Castle Rock / Laufzeit: 100 Minuten / FSK: ab 16

Regie: Peter Hyams / Musik: John Debney / Kamera: Peter Hyams / Schnitt: Steven Kemper / Ausf. Prod.: Gary Levinson, Mark Gordon / Prod.: Gale Anne Hurd, Sam Mercer / Co-Prod.: Peter Hyams / Buch: Amy Holden Jones, John Raffo, Rick Jaffa, Amanda Silver / LV: Douglas Preston, Lincoln Child / SFX: Stan Winston, KNB

Darsteller: Tom Sizemore (Lt. D’Agosta), Penelope Ann Miller (Dr. Greene), Linda Hunt (Dr. Cuthbert), James Whitmore (Dr. Frock), Clayton Rohner (Det. Hollingworth), Chi Muoi Lo (Greg Lee), Thomas Ryan (Parkinson), Robert Lesser (Owen), Lewis Van Bargen (John Whitney) sowie Diane Robin, John Kapelos, Gene Davis, John DiSanti, Constance Towers, Francis X. McCarthy, Tico Wells u.a.

                                                                                                                  

Schreckliches geht vor im Chicagoer Naturkundemuseum: ein Sicherheitsmann wurde mit abgetrenntem Kopf und fehlendem Gehirn aufgefunden. Der abergläubische Cop Vincent D’ Agosta (Tom Sizemore, RED PLANET) untersucht den bizarren Mordfall. Mit der energischen Wissenschaftlerin Margo Green (Penelope Ann Miller) an seiner Seite stößt er während seiner Ermittlungen auf ein mutiertes Monster, in dem der südamerikanische Dämon Kothoga steckt. Und dieser Wüterich taucht ausgerechnet während der Eröffnungsfeierlichkeiten auf...

DAS RELIKT bietet nicht wirklich was neues: ein Monster-Schocker der alten Schule, aber von Routinier Peter Hyams (OUTLAND, 2010), der mit A SOUND OF THUNDER ganz schön auf die Fresse fiel, packend und mit ordentlichem Pfiff inszeniert. Seine Verfilmung eines Romans von Douglas Preston und Lincoln Child ist ein Film der Marke „Das Monster taucht immer da auf, wo die Menschen sind“. In tiefen Kellergewölben, Kanalisations-Schächten und finsteren Gängen kommt’s zur blutigen Hatz. Obwohl DAS RELIKT etwas vorhersehbar bleibt, was bei vier Autoren auch kein Wunder ist, und an ihm allgegenwärtige Genre-Konventionen haften, so wird man ihn doch in positiver Erinnerung bleiben. Dank Hyams’ effektvoller Regie, sympathischen, lebendigen Charakteren (u.a. Clayton Rohner als Tom Sizemore’s Partner und die kleine große Linda Hunt als pfiffige Museumsdirektorin) und gelungenen Monster-Angriffen, bei denen sich Stan Winston und die Splatter-Spezialisten von KNB so richtig „herzhaft“ austoben konnten.

An der nötigen Härte mangelt’s dem Streifen ebenso wenig wie an Witz und Ironie, denn Hyams wusste von vornherein, daß derartige Filme nur so funktionieren. Toll ist auch die beklemmende Massenpanik-Szene, in der die geschockten Museums-Besucher angegriffen werden und sich dabei kreischend und tobend selbst niedertrampeln. Ähnliche Bilder kennt man ja von der einen oder anderen Neueröffnung eines Mediamarktes. Die Besetzung mit James Whitmore des an den Rollstuhl gefesselten Mentors von Dr. Greene ist auch eine schöne Hommage. Denn er spielte einst in einem Klassiker des Monster-Films mit: FORMICULA (1955) von Gordon Douglas. 

  • Tom Sizemore meistert seine erste Hauptrolle als leicht neurotischer Cop D’Agosta wirklich gut. Er glänzte in starken Nebenrollen wie TRUE ROMANCE (1993), NATURAL BORN KILLERS (1994), STRANGE DAYS, HEAT (beide 1995) und Spielbergs Kriegsdrama DER SOLDAT JAMES RYAN (1998).

  • Penelope Ann Miller (ZEIT DES ERWACHENS, 1987) und die bravouröse  Linda Hunt, die in EIN JAHR HÖLLE (1983) einen Oscar (für die Darstellung eines Mannes!) gewann, waren bereits 1990 in der Schwarzenegger-Klamotte KINDERGARTEN COP zu sehen.

  • „Monströs packender Horrorthriller.“ (CINEMA)

  • „Viel schleim und Getöse – aber wenig Spannung. Da helfen auch die ansehnlichen Effekte nicht viel.“ (TV TODAY)

  • „Hausmannskost für Horrorfans.“  (TV MOVIE)

  • „Ein leicht goutierbarer Horrorhappen für all jene, die von Hetzjagden durch dunkle Gemäuer und Kanalisationen einfach nicht genug bekommen können.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN)

  • „Recht erstaunt ist man über das Ende, welches nicht wie üblich beim Horrorfilm endlos gedehnt und mit immer wieder neuen Auferstehungsphrasen versetzt ist.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR) 

 

   

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