Views : 1305 |
Veröffentlicht in : Filme, U |
ULTIMATE CHASE - Die letzte Jagd Ultimativer Scheiß USA 1995 / O: Adrenalin: Fear the Rush / Prod.: Largo Entertainment und Filmwerks für Dimension Films / Laufzeit: 89 Min. / FSK: ab 18 Regie + Buch: Albert Pyun / Musik: Tony Riparetti, Paul Edwards / Kamera: George Mooradian / Schnitt: Ken Morrisey / Ausf. Prod.: Barr B. Potter, Paul Rosenblum / Prod.: Gary Schmoeller & Tom Karnowski Darsteller: Christopher Lambert (Lemieux), Natasha Henstridge (Delon), Andrew Divoff (Sterns), Norbert Weisser (Cuzo), Elizabeth Barondes (Wocek), Nicholas Guest (Rennard), Craig Davis (Suspect), Xavier Declice (Volker), Jon Epstein (General Waxman) sowie Miriam Zezulkova, B. Copikova u.a. |
B-Picture-Vielfilmer Albert Pyun (NEMESIS 1-4; DOLLMAN; DAS ALIEN VOM HIGHWAY) ließ 1995 einen weiteren seiner stupiden Dark-Future-Heuler vom Stapel, in dem Christopher Lambert (HIGHLANDER - Es kann nur einen Trottel geben) und Natasha Henstridge (GHOSTS OF MARS) im vom Bürgerkrieg heimgesuchten Bukarest des Jahres 2008 Jagd auf einen bestialischen Massenmörder machen. Dank Umweltverschmutzung und diversen Seuchen entpuppt sich dieser als Kannibalenfritze mit Appetit auf menschliche Innereien. Guten Appetit! Auch diese in Rumänien hastig heruntergeleierte Pyun-Pulp-Orgie verplempert unsre Zeit mit einer schnell ermüdenden, weil wenig abwechslungs- und einfallsreichen Endloshatz durch die Niederungen des Exploitationsfilms, bei dem die Bürgerkriegsthematik, reißerisch-zynisch mit Originalaufnahmen unterlegt, als Vehikel für eine dümmliche Geschichte herhalten muss. In den ersten einleitenden Minuten von ULTIMATE CHASE dominieren Momentaufnahmen realen Schreckens, die doch nur ihren Zweck als billig-plumpe Schockszenen erfüllen: Mord! Chaos! Kriegsverbrechen! Hass! Gewalt! Terrorismus! Die täglichen, grausamen Nachrichtenbilder konsumentenfreundlich zusammen gestoppelt, die Highlights aus den Abendnachrichten sozusagen, für all die, die auch mal wissen wollen, was sonst so auf dieser Welt abgeht, ohne sich aber näher mit ihr zu beschäftigen. Was in einem Film vom albernen Albert nicht unbedingt beabsichtigt ist. Und dann: der Auftritt von Christopher Lambert: er kriecht, robbt und schleicht entweder mit der Taschenlampe oder gezückter Knarre oder - und das ist die schauspielerische Herausforderung! - mit allen Beiden durch leerstehende Häuserruinen, Schutthalden, Schächte, Treppenflure und Kanäle seinem Status als Kloakenseele ausgemusterter Ex-Leinwandhelden entgegen. Da bekommt der Begriff „Undergroundmovie" eine neue Defintion, doch ist das, was wir hier zu sehen bekommen, auf die Dauer (und auf die Dauer dauert der Film viel zu lange) ermüdend und schrecklich einfallslos. Neben dem üblichen Pyun-Stammpersonal wie z.B. Kameramann George Mooradian, Komponist Tony Riparetti und den Dauernebendarstellern Norbert Weisser, Nicholas Guest und Andrew Divoff konnte sich auch Natasha Henstridge nicht entblöden, in diesem grobschlächtigen Action-Stuss mitzumachen. Gerade bei der Henstridge zeigt sich, daß SPECIES (1995) nicht nur ihre erste, sondern zugleich auch letzte große, nennenswerte Kinorolle war. - Produziert wurde dieser Unfug von Larry Cohen's Firma Largo Entertainment und der „Filmwerks"-Bruchbude (besser: Filmmurks), die im kostengünstigen Rumänien schon so manche Albert-Pyun-Produktion (beispielsweise OMEGA DOOM) finanzierte.
- „Ein an Bösartigkeit kaum zu überbietender Zynismus, eine kaum existente Story und deren katastrophale Inszenierung kennzeichnen ein filmisches Ärgernis." (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)
- „Wer auf eingeweidefressende menschliche Monster steht, wird hier gut bedient. Allen anderen sei dringend abgeraten." (Lothar R. Just, HEYNE FILMJAHRBUCH 1998)
- „Furioses Endzeit-Drama mit hochkarätiger Besetzung." (FISCHER FILM ALMANACH 1998)
|
|
|