Prodotti e trattamenti cosmetici
filme | a | b | c | d | e | f | g | h | i | j | k | l | m | n | o | p | q | r | s | t | u | v | w | x | y | z | 0-9
You are in: Home arrow Filme arrow S 
Starfire
 

Views : 910

Veröffentlicht in : Filme, S

STARFIRE

„Ich erkenne mein explosives Potential.“ (Freddy, die Bombe) 

USA / J 1991/92 / O: „Solar Crisis“ / Prod.: Trimark, Gakken, NHK / Laufzeit: 106 Min. / FSK: ab 12 

Regie: Alan Smithee [= Richard C. Sarafian] / Musik: Maurice Jarre, Michael Boddicker / Kamera: Russ Carpenter / Schnitt: Richard Trevor / Prod.: Richard Edlund, James Nelson / Buch: Joe Gannom / LV: Takeshi Kawata 

Darsteller: Tim Matheson (Steve Kelso), Charlton Heston (Admiral „Skeet“ Kelso), Jack Palance (Travis), Peter Boyle (Arnold Teague), Annabel Schofield (Alex Noffe), Corin „Corky“ Nemec (Mike Kelso), Paul Koslo (Dr. Haas), Dorian Harewood (Borg), Brenda Bakke (Claire Beeson), David Ursin (Kovac), Tetsuya Bessho (Ken Minami), Sandy McPeak (Gurney), Silvana Gallardo (T. C.), Dan Shor (Harvard), Scott Allan Campbell (McBride), Michael Berryman (Matthew), Jimmie F. Skaggs (Biker), Paul Williams (OV; Freddy, the Bomb) sowie Frantz Turner, Richard S. Scott, Eric James, Rhonda Dotson, William A. Wallace, Roy Jenson, Chris Nash, Paul Carr, H. M. Wynant, Arnold Quinn, Carole Hemingway u.a.

                                                                                                                                                    

                                                                                                                                                     

2050 ist der Klimawandel nun wahrlich nicht mehr aufzuhalten: Die Ozonschicht ist dahin, die Erde eine unwirtliche Einöde, Hungersnöte, Naturkatastrophen und Kriege haben überhand genommen. Und als ob das noch nicht genug ist, wird unser Planet auch noch von einer Sonneneruption bedroht, die alles Leben vernichten wird. Aus diesem Grunde wurde auf dem Asteroiden New Trinity eine Bombe entwickelt, die in Richtung Sonne manövriert und zur Detonation gebracht werden soll, um so das Desaster abzuwenden. Von der um die Erde kreisenden Weltraumstation „Skytown“ aus soll das Raumschiff Helios zusammen mit der Mega-Bombe unter dem Kommando von Captain Steve Kelso (Tim Matheson, HELL SWARM) die Reise zur Sonne antreten. Einem passt das Unternehmen überhaupt nicht: Konzernboss Arnold Teague (Peter Boyle, Sean Connery’s Gegenspieler in OUTLAND), der lieber vom Stand der Dinge profilieren möchte und so einen Saboteur an Bord der Helios einschleust. Dieser manipuliert die schöne Alex Noffe (Annabel Schofield), die im Labor erzeugt wurde, dahingehend, daß sie die alles Leben rettende Mission zum scheitern bringen soll… 

Gescheitert ist auch das Unternehmen STARFIRE. Es ist wieder ein glorreiches Meisterstück von unserer fleißigen Hollywood-Koryphäe Alan Amithee – den es ja bekanntermaßen gar nicht gibt. Wann immer ein Regisseur mit seinem Endprodukt aufgrund „kreativer Differenzen“ unzufrieden war, musste Alan Smithee dafür herhalten. So auch Anfang der 90er im Fall von SOLAR CRISIS, der für Richard C. Sarafian eine echte Regiekrise bedeutete – so sehr, daß er sich von diesem Beruf verabschiedete. Mit diesem Film beendete er also seine Regiekarriere – kein ruhmvoller Abgang. Was auch immer vor, während und nach den Dreharbeiten geschah … dem fertigen Film sieht man es sofort an, das da so einiges drunter und drüber ging.   

STARFIRE ist ein holpriger, konfuser Kracher mit durchaus beachtlichem Aufwand, der sich bisweilen in martialisches Getöse verliert, um so seine Unausgegorenheit zu verschleiern. Zwischen all dem Chaos, der verkrampften Action und gekünstelten Aufregung rennen die Darsteller planlos in ihren Weltraum-Strampelanzügen durch die Papp- und Plastekulissen und plappern nur Unfug. So verliert sich der verwirrende Weltraum-Wirrwarr in hanebüchenen Dialog-Phrasen und Quassel-Passagen, da werden überflüssige Nebenhandlungen begonnen und nicht richtig fortgeführt, weil sie einfach zusammen passen wollen. Was nicht passt, wird unpassend gemacht. Und so sieht STARFIRE auch aus: hier passt nichts zusammen. Wobei der stümperhafte Schnitt, der die chaotischen Handlungssprünge  schludrig aneinander klatscht, auch seinen Anteil daran hat.   

Einem besonders grobschlächtigen Charlton Heston als bärbeißiger Grummelheini („Ich bin hier der Admiral! Ich kann machen, was ich will!“) steht ein exquisit hölzerner Tim Matheson gegenüber, die sich einen Vater-Sohn-Konflikt der unfreiwilligen komischen Art liefern: 

Admiral Kelso: „Sag’ mir, daß du mich magst, bevor du gehst!“

Captain Kelso: „Ich mag Dich!“

Admiral Kelso: „Ich mag Dich auch!“

Fertig. Nun ja nicht ganz. Heston macht sich kurz vor Beginn der Mission im Alleingang auf die Suche nach seinem desertierten Enkel Mike („Parker Lewis“ Corin Nemec) und lässt einen wutschnaubenden Matheson an Bord zurück. Der muss sich bald mit jeder Menge Katastrophen abplagen, bei denen eine platzende Leitung („Wir haben permanenten Kompressionsverlust!“) noch das anfängliche kleinere Übel ist. Das Drehbuch ist das eigentliche Übel. Das Verschwörungsblabla, Sabotage-Geplane und Machtgehabe in der Konzernzentrale vom mächtigen Industrieboss Teague gipfelt darin, daß Peter Boyle, der in solchen Rollen immer gut drauf ist, den Reizen eines durchtriebenen Luders (Brenda Bakke, GROOM LAKE) erliegt und Paul Koslo (ROBOTJOX) als warnenden Wissenschaftler im wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste schickt, wo er von Gaststar Michael Berryman aufgelesen und in einer dieser schummrig-schmuddeligen Planeten-Spelunken gebracht wird. Nicht weit davon streift der bruchgelandete Kelso-Sprössling Mike umher, wo er die Bekanntschaft mit einem exzentrischen Wüsten-Nomaden macht: Jack Palance (DAS GEHEIMNIS DER FLIEGENDEN TEUFEL; DELTA III)! Der agiert hier so flippig, durchgedreht und ausgeklinkt, dass es eine wahre Wonne ist. Jede Menge Schurken, Killer und überfordertes Raumschiff-Personal stolpert ebenso durch die Kante wie eine affige MAD MAX-Horde, die als eine Art Überbleibsel aus einem billigen 80er-Jahre-Endzeitfilm kurz „Guten Tag!“ sagt. Es darf bezweifelt werden, ob alle Beteiligten (ausgenommen Jack Palance) während des gesamten Drehprozesses wenigstens einen guten Tag erwischt haben. Die grandiose Idee, uns hier eine sprechende, intelligente, eingebildete, leicht neurotische und sensible Bombe vorzusetzen und sie auch noch Freddy, die Bombe („Manchmal denke ich, daß alle genug von mir haben wegen meiner ständigen Beschwerden.“) zu nennen, zeigt, was für eine Art von Science-fiction-Unterhaltung uns hier erwartet. Was in DARK STAR zum brüllen komisch war, ist hier einfach nur brüllend dämlich. In dieser Form ist STARFIRE allenfalls ein unterhaltsames Beispiel dafür, daß Science-fiction im Kino Anfang der 90er total am Boden war.  

·          Nach den für ihn offensichtlich traumatischen Ereignissen wählte Richard C. Sarafian den umgedrehten Weg seines Sohnes Deran Sarafian, der von der Schauspielerei (ZOMBI III) ins Regiefach wechselte (ALIEN PREDATOR; TÖDLICHE GESCHWINDIGKEIT). STARFIRE sollte bis heute der letzte Film von Richard C. Sarafian in seiner Eigenschaft als Regisseur sein, ein Beruf, den er immerhin seit 1957 ausübte. Auch wenn Sarafians Regiekarriere keine große Bedeutung für die Filmgeschichte hat, so schloss sie doch immerhin neben vielen Serien (77 SUNSET STRIP; THE TWILIGHT ZONE; BONANZA; BATMAN; TENNISSCHLÄGER UND KANONEN) auch den Actionklassiker FLUCHTPUNKT SAN FRANCISCO (1971, mit Barry Newman und Paul Koslo) mit ein. Nun denn, nach STARFIRE sah man Sarafian nur noch vor der Kamera, wenn auch eher auf Nebenrollen spezialisiert. So war er in den Filmen seines Sohnes Deran (GUNMEN; ROADFLOWER, beide 1994) ebenso zu sehen wie in Barry Levinsons BUGSY (1991), DON JUAN DE MARCO (1995, mit Johnny Depp, Faye Dunaway und Marlon Brandy), THE CROSSING GUARD von Sean Penn (ebenfalls ’95), BOUND (1996), Warren Beattys BULWORTH (1998), DER DIAMANTENCOUP (1999) und MASKED AND ANONYMUS (2003, mit Bob Dylan!) 

·          Charlton Heston und Paul Koslo, die hier allerdings getrennt voneinander agieren, sah man 1971 in DER OMEGA MANN. Die Welt ist ein Dorf.  

·          „Thematisch ernsthafter, inszenatorisch aber mangelhafter Science-fiction-Film, der die wirren Handlungsstränge nicht visuell, sondern mit vielen Dialogen mühsam verbindet.“ (LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS) 

·          „Obwohl der Film optisch gelungen ist und einen teuren Soundtrack von Maurice Jarre beinhaltet, erweckt er doch nur den Eindruck eines unzeitgemäßen Exploitation-Schnellschusses mit solch grotesken Figurennamen wie Admiral „Skeed“ Kelso und Freddy, die Bombe.“ (DIE SCIENCE FICTION FILMENZYKLOPÄDIE) 

·          „Aufwendig inszenierter SF-Streifen, der ein wichtiges Thema in eine durchaus spannende Geschichte einbettet. Die „alten“ Stars geben dem Film eine gewisse Klasse.“ (FISCHER FILMALMANACH 1994)

 

   

Benutzerkommentare  RSS feed Kommentar
 

Durschnittliche Benutzerbewertung

 


Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
Name
E-mail
Titel  
Kommentar
   Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare
  This image contains a scrambled text, it is using a combination of colors, font size, background, angle in order to disallow computer to automate reading. You will have to reproduce it to post on my homepage
Enter what you see:

   
   

Keine Kommentare vorhanden



mXcomment 1.0.8 © 2007-2008 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
< zurück   weiter >

Neue Kritiken