Prodotti e trattamenti cosmetici
“Das Kinopublikum in den Siebzigern erwartete einfach mehr Gewalt.” (Norman J. Warren)
filme | a | b | c | d | e | f | g | h | i | j | k | l | m | n | o | p | q | r | s | t | u | v | w | x | y | z | 0-9
You are in: Home arrow Der wahre Horror arrow Agnes und seine Brüder arrow Filme arrow A 
Agnes und seine Brüder
(0 Stimmen)
 

Views : 1854

Veröffentlicht in : Filme, A


AGNES UND SEINE BRÜDER

German Beauty 

 

D 2004 / Prod.: X-Filme Creative Pool, Bayerischer Rundfunk (BR), Westdeutscher Rundfunk (WDR), arte / Laufzeit: 111 Min. / FSK: ab 16 

Regie + Buch: Oskar Roehler / Musik: Martin Todsharow / Kamera: Charly F. Koschnick [ = Carl-Friedrich Koschnick] / Schnitt: Simone Hoffmann / Co-Prod.: Sebastian Fahr-Brix / Prod.: Stefan Arndt 

Darsteller: Martin Weiss (Agnes Tschirner), Moritz Bleibtreu (Hans-Jörg Tschirner), Herbert Knaup (Werner Tschirner), Vadim Glowna (Günther Tschirner), Katja Riemann (Signe Tschirner), Tom Schilling (Ralf Tschirner), Marie Zielcke (Nadine), Oliver Korritke (Rudi), Martin Semmelrogge (Manni Moneto), Martin Feifel (Hannes), Sven Martinek (Jürgen), Til Schweiger (Freund in der Bibliothek),  Margit Carstensen (Roxy), Lee Daniels (Henry Preminger), Ralph Herforth (Heinz), Susan Anbeh (Desiree), Wilfried Hochholdinger (Rolf), Gerry Jochum (Herr Klebnitschek), Simon Boer (Freund von Nadine), Peter Benedict (Kursleiter), Kelly Trump (Lisa), Andreas Kunze (Hausmeister) sowie Zora Holt, Michaela Hinnenthal, Loretta Stern, Maximilian Fischer, Christa Rockstroth, Kerstin Landsmann, Felix Bresser, Axel Wedekind u.a.

 

Drei Brüder und drei Leben wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Da ist der unter Schweißausbrüchen leidende, sexsüchtige Bibliothekar Hans-Jörg, der zu vereinsamen droht. Da ist der karrieregeile Grünen-Politiker Werner, der kurz vor seinem größten Coup, die Einführung des europäischen Dosenpfands, steht, während seine spleenige Gattin, ein echter Ehekrüppel, ihm jegliche Zuneigung verwehrt und er von seinem wenig Respekt einflößendem Sohn regelrecht gemobbt wird. Und da ist Martin, der sich hat zur Frau umoperieren lassen und nun Agnes heißt. Der angebliche Grund dafür soll der inzwischen schwule Über-Vater Günther sein, der insbesondere von Hans-Jörg verdächtigt wird, Martin als Kind vergewaltigt zu haben. Das, was geschehen wird, ist einfach nicht aufzuhalten. Ein letztes Kapitel kann auch ein neues Kapitel sein.

Bissig-böse Gesellschaftssatire, in der Oskar Roehler virtuos und zugleich einfühlsam die Befindlichkeiten, Neurosen und seelischen Abgründe seiner gegensätzlichen Figuren auseinander nimmt und wieder zusammensetzt. In einer gegensätzlichen Welt ergänzen sich gegensätzliche Figuren gegenseitig. Unterstützt von einem bis in die kleinste Nebenrolle glänzend besetztem, zur Höchstform auflaufendem Darstellerensemble, ist AGNES UND SEINE BRÜDER ein Glückstreffer des deutschen Films. Das ist mitunter so fies und verstörend, daß man kaum glauben mag, auf welch radikale Art Roehler das Sinnbild von der heilen Familienwelt demontiert, dabei aber mit so viel Gefühl vorgeht, dass man von Anfang bis Ende wie gebannt ist von diesem verrückten, außer Kontrolle geratenen Familienirrsinn. Roehlers Film ist so mitreißend wie das wahre Leben. Zum Schluss, wenn Agnes seine/ihre Augen schließt und sich als kleinen Jungen über die Wiese rennen sieht, denkt man daran, in was für verrückten Bahnen so ein kleines Menschenleben verläuft. Und jeder wird seinen eigenen Weg gehen.

 


   

Benutzerkommentare  RSS feed Kommentar
 

Durschnittliche Benutzerbewertung

   (0 Stimme)

 


Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu
Name
E-mail
Titel  
Kommentar
   Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare
  This image contains a scrambled text, it is using a combination of colors, font size, background, angle in order to disallow computer to automate reading. You will have to reproduce it to post on my homepage
Enter what you see:

   
   

Keine Kommentare vorhanden



mXcomment 1.0.9 © 2007-2009 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
< zurück   weiter >

Richtig schlechten Geschmack hatten:

Heute11
Gestern348
Woche1660
Monat3022

Login

Neue Kritiken

09. Januar 2009
08. Januar 2009
26. November 2008
30. Oktober 2008
29. Oktober 2008
16. Oktober 2008
14. Oktober 2008
12. Oktober 2008
11. Oktober 2008
09. Oktober 2008
29. September 2008
26. September 2008
21. September 2008
20. September 2008
03. September 2008

  rss20.gif