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Stephen King's Desperation
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STEPHEN KING’S DESPERATION

USA 2006 / O: „Stephen King’s Desperation“ / Prod.: ABC; New Line Cinema / Laufzeit: 126 Min. / FSK: ab 16 

Regie: Mick Garris / Musik: Nicholas Pike / Kamera: Christian Sebaldt / Schnitt: Patrick McMahon / Ausf. Prod.: Mick Garris, Stephen King, Mark Sennet / Prod.: Kelly van Horn / Buch + LV: Stephen King / Spezialeffekte: Howard Berger, Gregory Nicotero, K.N.B. EFX Group 

Darsteller: Ron Perlman (Collie Entragian), Tom Skerritt (John Edward Marinville), Steven Weber (Steve Ames), Annabeth Gish (Mary Jackson), Charles Durning (Tom Billingsley), Matt Frewer (Ralph Carver), Henry Thomas (Peter Jackson), Shane Haboucha (David Carver), Kelly Overton (Cynthia Smith), Sylva Kelegian (Ellie Carver), Sammi Hunratti (Pie Carver) sowie Ewan Chung, Tom Parker, Alain Uy u.a.

                                                                                                                       

 

Das junge Ehepaar Peter (Henry Thomas, der Junge aus E.T.!) und Mary Jackson (Annabeth Gish) durchfährt die Wüste von Nevada, als sie der wenig Vertrauen erweckende Cop Collie Entragian (Ron Perlman) anhält und prompt ein nettes Tütchen voller Marihuana aus ihrem Kofferraum zaubert. Er verhaftet die beiden Ahnungslosen und schleppt sie mit aufs Polizeirevier von Desperation, einer unheimlichen Geisterstadt, auf deren Bürgersteige tote Menschen liegen. Dort hält der durchgedrehte Polizist weitere Menschen gefangen, die seinen Aggressionen hilflos ausgeliefert sind. Bald finden sie heraus, dass Desperation von einer uralten, dämonischen Macht heimgesucht wurde. Der Junge David findet noch mehr heraus: nur mit Gottes Glauben kann man das Böse auf dieser Erde besiegen… 

Obwohl die Darstellerriege (Tom Skerritt als arroganter Autor, Matt Frewer als besorgter Vater, Henry Thomas, der überraschend früh ausscheidet und Charles Durning als trinkfreudiger Tierarzt) zu gefallen weiß, ist es doch mal wieder Schauspieler-Kleiderschrank Ron Perlman, der als dämonische Verkörperung des Bösen mit seiner wuchtigen, charismatischen Präsenz die volle Aufmerksamkeit hat. Wenn der Dämon in der zweiten Hälfte allerdings den Körper wechselt und Perlman somit aus dem Film heraus fällt, büßt DESPERATION seinen größten Trumpf ein. Langatmigkeit stellt sich ein. Kings Haus- und Hofregisseur Mick Garris inszenierte gewohnt routiniert, aber letztendlich zu behäbig und beliebig, als das DESPERATION im kräftigen Sog der zahlreichen King-Verfilmungen irgendwelche herausragenden Akzente setzt.

DESPERATION fängt, im Rahmen des möglichen, vielversprechend an, steigert sich aber im weiteren Verlauf zu einer biblischen Frage- und Antwortstunde am Sonntagnachmittag hinein, in der die zunehmenden Passagen mit Endlosdiskussionen über den Glauben und den Zweifel an Gott sich negativ auf den Spannungsverlauf auswirken. Das artet schon in Bibelpropaganda aus, wenn die vorgebrachten Zweifel, die Gott in Frage stellen und seine Grausamkeit offenbaren, dazu benutzt werden, um sie – ad absurdum – für ihn sprechen zu lassen. Zu viel Esoterik-Geschwafel trübt das anfängliche Vergnügen, dabei wird einmal zu viel gebetet. Ein Stossgebet gegen die Flut an King-Verfilmungen wäre angebrachter gewesen.   

  • Weitere bislang besprochene Filme mit Ron Perlman:

CRONOS (1993)

PRIMAL FORCE (1999)

DOWN (2001)

   

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