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Resurrection - Die Auferstehung
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Veröffentlicht in : Filme, R


R  E  S  U  R  R  E  C  T  I  O  N

DIE AUFERSTEHUNG

  

USA 1999 / O: "Resurrection" / Laufzeit: 103 Min. / FSK: ab 16 

Regie: Russell Mulcahy / Musik: James McGrath / Kamera: Jonathan Freeman / Schnitt: Gordon McClellan / Ausf. Prod.: Richard Cohen, Paul Pompian / Prod.: Howard Baldwin, Patrick D. Choi, Christopher Lambert, Nile Niami / Buch: Brad Mirman / Story: Christopher Lambert, Brad Mirman 

 

Darsteller: Christopher Lambert (John Prudhomme), Leland Orser (Andrew Hollingsworth), Barbara Tyson (Sara Prudhomme), Robert Joy (Demus), (Detective Scholfield), Rick FoxJames Kidnie (Walter Chibley), Darren Enkin (John Ordway), David Cronenberg (Father Rousell) sowie Patrick Chilvers, Jayne Eastwood, Jonathan Potts, David Ferry, Peter MacNeill, Jan Filips, Philip Williams, Barbara Gordon u.a.

 

Eine grauenhafte Mordserie hält Detective Prudhomme (Christopher Lambert) in Atem: Ein religiös motivierter, hoch intelligenter und ebenso gefährlicher Serienkiller amputiert die Gliedmaßen seiner Opfer, um sie dann zu seiner Jesus-Figur zusammen zu stückeln... 

Weil Drehbuchautor Brad Mirman nach unerreichten Vorbildern wie DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER oder SIEBEN kaum was Neues einfiel, blieb nur der Hauptaugenmerk auf zahlreiche  blutrünstige Schockeffekte, in denen es nicht gerade zimperlich zugeht. Eine drastische Leichenbestattungsschau mit zerstückelten Opfern und abgetrennten Gliedmaßen sollen inhaltliche Mängel wettmachen. Vielleicht gibt's ja auch diesmal wieder welche, die auf eine derart spekulativ-spektakuläre Mischung hereinfallen...

Offenbar war RESURRECTION eine Herzensangelegenheit Christopher Lamberts - als Story-Lieferant und Mit-Produzent hatte er die Macht dazu, sich schön selbst in Szene zu setzen. Lambert als der schwer zugängliche Cop, der kürzlich seine Tochter bei einem Unfall verlor ... eine Routine-Rolle, die nichts neues weiter bringt und Lambert darstellerisch auch nicht besonders herausfordert, aber in jedem Fall ein gewaltiger Satz nach oben, wenn man zumindest seine schlechte Rollenwahl der letzten Jahre bedenkt, wie z.B. Albert Pyuns billiger Endzeit-Müll ULTIMATE CHASE, der Fantasy-Trash BEOWOLF (1999) oder überflüssiger Fortsetzungs-Schrott wie FORTRESS 2 (1999). Als Regisseur brachte Lambert den Macher seines wohl populärsten Hits HIGHLANDER mit: Russel Mulcahy, mit dessen Namen er sich offenbar den Erfolg erhoffte, den er seit langer Zeit nötig gehabt hatte. Mulcahy zeigt sich erneut als solider Handwerker: Die Handlung ist von ihm packend und unterhaltsam umgesetzt worden, aber weit weniger subtil, anspruchsvoll und verschachtelt als eben in SIEBEN. Hier stehen keine psychologischen Gedankenspiele und abgründige Charakter-Portraits im Vordergrund, sondern lediglich die Jagd nach einem Serienkiller, die trotz der einfachen Dramaturgie (die Identität des Killers wird denn auch schnell preis gegeben) im Rahmen des möglichen spannend und packend umgesetzt wurde, was für einen Profi wie Mulcahy eine Routine-Angelegenheit war. Aufwertung erhält Mulcahy's konventioneller Psycho-Schocker (Happy End, Happy End...) durch Jonathan Freeman's starke, unruhige und manchmal experimentelle Kamera: Hier wird gezoomt und gezappt und verzerrt, daß man von der vorhersehbaren Story trotzdem irgendwie gepackt wird. Mist, wieder auf so eine spekulativ-spektakuläre Mischung reingefallen.

     

  • Für Lichtblicke sorgen ein undurchsichtiger Robert Joy (einer der Wüstenkannibalen in Alexandre Ajax s Remake THE HILLS HAVE EYES), Leland Orser (der in SIEBEN eine Crazy-Minirolle hatte) als Prudhomme's Partner, der recht bald ein Opfer des Killers wird, und Kult-Regisseur David Cronenberg in einem Gastauftritt als Pfarrer.

  • "Eine drastische Leichenschau soll diesem substanzlosen Thriller zu Spektakularität verhelfen, indes: Auch auf diesem Gebiet geht Story wie Inszenierung schnell die Puste aus. Prädikat: ziemlich eklig!" ­ (HEYNE FILMJAHRBUCH 2001) 

     


   

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