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HALLOWEEN 3
USA 1983 / O: „Halloween 3 – Season of the Witch“ / Prod.: Universal Pictures / Laufzeit: 92 Min. / FSK: ab 16 Regie: Tommy Lee Wallace / Musik: John Carpenter & Alan Howarth / Kamera: Dean Cundey / Schnitt: Millie Moore / Prod.: John Carpenter & Debra Hill / Ausf. Prod.: Irwin Yablans, Joseph Wolf, Moustapha Akkad / Buch: Tommy Lee Wallace, Nigel Kneale (ungenannt) / Make-up: Tom Burman Darsteller: Tom Atkins (Daniel Challis), Stacey Nelkin (Ellie Grimbridge), Dan O‘ Herlihy (Cochran), Michael Currie (Rafferty), Ralph Strait (Buddy Kupfer), Jadeen Barboor (Betty Kupfer), Al Berry (Harry Grimbridge) sowie Bradley Schachter, Garn Stephens, Nancy Kyes, Jon Terry, Wendy Wessberg, Essex Smith, Paddi Edwards, Dick Warlock u.a. |
Eigentlich ist HALLOWEEN 3 Etikettenschwindel pur: er hat sowohl mit den zwei Vorgängern, als auch mit allem, was danach an Fortsetzungen kam, nichts zu tun: Dr. Dan Challis (Tom Atkins, LETHAL WEAPON; MANIAC COP; DIE NACHT DER CREEPS) beobachtet, wie ein Killer in seinem Fluchtwagen explodiert, nachdem dieser im Krankenhaus einen Mann tötete. Zusammen mit Ellie (Stacy Nelkin), der Tochter des Toten, entdeckt er noch mehr Seltsamkeiten. Die Spur führt zu Spielzeugfabrikant Conal Cochran (Dan O`Herlihy; ROBOCOP), der Halloween-Masken erfunden hat, die mit einem wahrhaft mörderischen Eigenleben versehen sind. Er verteilt sie unter die Leute, um eine Invasion aus dem All in Gang zu setzen. Und die ersten Kinder sind schon besessen... Was für eine herrlich bekloppte Idee, nur warum musste man HALLOWEEN 3 darüber setzen? Ich glaube aber kaum, daß sie als eigenständiger Film funktioniert hätte. Ich meine: Halloween-Masken, die von einem Unheil bringendem Fluch besessen sind, um eine Invasion aus dem All vorzubereiten ... klingt doch albern, oder? Vielleicht hatte man eine Parodie im Sinn gehabt, eine hintersinnige Abwandlung des Slasherfilm-Genres? In Wallace’ Sequel wird HALLOWEEN als der tatsächliche Film entlarvt: die Masken dazu sind von einem bösen Fluch besessen. Ein ironischer Seitenhieb auf die Vermarktungs-Flut erfolgreicher Kinohits. Mehr aber auch nicht. Wallace zieht seine absurde Geschichte unverdrossen durch bis zum Schluss. Immerhin gibt er den Halloween-Freaks, die in den USA diese Tradition genauso pflegen wie wir hierzulande etwa Christi Himmelfahrt, einen Klaps auf den Kopf. Allerdings möchte man meinen, daß er beim Verfassen seines Drehbuches selbst einen kleinen Klaps hatte. Im Kino war HALLOWEEN 3 Erfolglosigkeit pur und so durfte Michael Myers, nach einer mehrjährigen Pause, ab dem vierten Teil (1988) wieder meucheln, morden und schlitzen wie eh und je. Regiedebütant Tommy Lee Wallace begann seine Karriere bei John Carpenter, für den er in frühen Jahren u.a. als Cutter und Produktions-Designer (HALLOWEEN, 1978; THE FOG, 1980) arbeitete. Der spätere Autor und Regisseur inszenierte zwei Vampirfilm-Fortsetzungen: FRIGHT NIGHT 2 (1989) und VAMPIRES: LOS MUERTOS (2001, daß Sequel zu Carpenters VAMPIRES von `98). Des Weiteren gehen die Stephen-King-Verfilmung ES (1990) und das Drehbuch zum Spukhaus-Grusler AMITYVILLE 2 (1982) auf sein Konto. Wie man’s sieht, mag er Fortsetzungen. Nigel Kneale (1922 – 2006), Erfinder der englischen QUATERMASS-Reihe, wurde geholt, um ein bisschen Science-fiction in den Slasher-Horror mit ein zu bringen. Nach der starken Überarbeitung durch Tommy Lee Wallace verzichtete er auf einen Nennung im Drehbuch. Al Berry, der Ellies Vater kurz am Anfang spielt, hatte in RE-ANIMATOR (1984) einen effektiveren Kurzauftritt: dort sprangen ihm förmlich die Augen aus den Höhlen, nachdem Herbert West sein Serum an ihm testete.
„Nicht gerade sonderlich attraktive Mischung aus albernem Kindermärchen und naivem Horrorfilm, die sich allenfalls durch ein paar nette Effekte auszeichnet, niemals jedoch durch gute Ideen oder solide Spannung.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)
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Auch ein "Earcatcher" wie bei Android:-)
Geschrieben von: Steffen Lamping am 21-08-2008 02:00
Außerdem gibt es im Film als Zwischensequenzen noch sehr schöne Aufnahmen von verkleideten Kindergruppen, die während des Sonnenuntergangs durch die Landschaft ziehen, zu sehen.